Treffen der Iaioflautas und feministische Escraches
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Indignados trollen Bankia
Bankia hingegen spielte die Auswirkungen des Protests herunter und sagte, dass weniger als 20 Zweigstellen betroffen waren, auch dort die Schließungen nur vorübergehend waren und dass der Betrieb im Großen Ganzen normal und ungestört ablief.
Dass Menschen mit Wut im Bauch und Schalk im Nacken viel Phantasie an den Tag legen, wie man eine Bank trollen und deren Arbeit behindern kann, bewiesen die Teilnehmer an der heutigen Aktion: Ein- und Auszahlungen von Cent-Beträgen, kurze Flashmobs – beispielsweise schleppte eine Gruppe eine Guillotine in eine Filiale, Fragen nach Anlagemöglichkeiten, Kontoeröffnungen und -schließungen, Geld wechseln lassen – einen Euro in einzelne Cent-Münzen, Tanz- und Gesangseinlagen, Beschwerden, …
Volxküche bei Bloc Salt
Vor 1 1/2 Monaten berichteten wir über ein Haus in Salt, Spanien, das von der PAH besetzt wurde, um es Menschen ohne Dach über dem Kopf zur Verfügung zu stellen (Link). Es gibt gute Nachrichten: Bloc Salt, wie das Gebäude genannt wird, existiert immer noch. Mittlerweile sind die ersten Familien dort eingezogen, weitere werden folgen. Außerdem dient Bloc Salt auch als Versammlungsort.
Am 1. Mai wurde im Garten des Bloc Salt eine Volxküche abgehalten, um Spenden zu sammeln, damit Aktivistinnen und Aktivisten die Bußgelder bezahlen können, die ihnen wegen ihres Einsatzes gegen Zwangsräumungen auferlegt wurden, und um laufende Prozesskosten zu finanzieren.
450 Menschen speisten gemeinsam unter einem blauen Himmel, insgesamt kamen überwältigende 4.500 € Spendengelder zusammen.
Auf je mehr Schultern die staatliche Repression verteilt wird, desto wirkungsloser verpufft sie.
Einige Fotos von dem gemeinsamen Mittagessen:
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Antwort auf die Spanien Rettung
Im Februar schilderte eine Gruppe Spanierinnen und Spanier, die bei 15M (Bewegung 15. Mai) aktiv sind, in einem Video ihre Sicht der sogenannten Rettung Spaniens und richtete sich dabei gezielt an die Deutschen:
Jetzt folgte die Antwort darauf aus Frankfurt:
Gedreht wurde in der Nähe der Europäischen Zentralbank, wo sich auch bis letztes Jahr das Occupy-Camp befunden hatte. Nachzulesen gibt es den Text bei Occupy Frankfurt, die gemeinsam mit Blockupy das Video erstellt haben.
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… denn die Häuser gehören uns (VII)
In Málaga haben 8 alleinerziehende Mütter zusammen mit ihren 9 Kindern ein Haus besetzt, das seit seiner Fertigstellung 2005 leer stand. Getauft wurde das Wohnprojekt auf den Namen Corrala las luchadoras, Corrala der Kämpferinnen. Es gibt zwar im Moment weder Küche noch fließendes Wasser, aber die Bewohnerinnen versuchen das heruntergekommene Gebäude mit vereinten Kräften so gut es geht herzurichten und wohnlich zu machen. Bis dahin kochen und duschen sie bei Freunden und Verwandten.
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Sollen sie doch Fahrräder essen
Die andalusische Regierung erlässt ein Gesetz, dass Kindern drei Mahlzeiten am Tag zusichert (RTVE). Seit Monaten warnen Direktoren, dass für manche Kinder das warme Mittagessen in der Schule die einzig vernünftige Mahlzeit am Tag sei (El País). 6 von 100 andalusischen Kindern gelten als sehr arm.
Wer meint, dass doch jeder Mensch auf Erden einem Kind von Herzen gönnt, sich satt zu essen, sieht sich leider enttäuscht.
Ernesto Sáenz de Buruaga äußerte sich gestern auf Twitter äußerst geringschätzig über diese Maßnahme:
Eine weiterer Geistesblitz in Andalusien. Drei Mahlzeiten täglich für Kinder per Gesetzeserlass. Warum nicht gleich noch ein Fahrrad?
(Otra ocurrencia Andalucía.los niños por decreto tres comidas al día. Y por que no una bicicleta)
- Sáenz de Buruaga (@buruagacope), 18. April 2013, 21:22
Der feine Herr, der Kindern keine drei Mahlzeiten am Tag gönnt, arbeitet übrigens bei COPE, laut der englischen Wikipedia “an acronym for Cadena de Ondas Populares Españolas (“People’s Radiowaves of Spain Network”), a private, right wing, commercial, Spanish radio network owned by a series of institutions within the Spanish Catholic Church.” Christliche Nächstenliebe vom Allerfeinsten…
Mit “ein weiterer Geistesblitz” spielte Buruaga auf ein Gesetz an, dass kürzlich von der andalusischen Regierung erlassen wurde und das die vorübergehende Enteignung von Häusern erlaubt, wenn dadurch Zwangsräumungen verhindert werden (im Detail nachzulesen bei Uhupardo).
Nach dem Shitstorm, der ihm gestern völlig zu Recht um die Ohren flog – sein unerträglicher Zynismus verbreitete sich in Windeseile und wurde entsprechend oft kommentiert – machte er heute einen Rückzieher und sagte, dass sei doch nur Ironie gewesen. Ironie im Zusammenhang mit hungrigen, armen Kindern? Selten so gelacht.
P.S.: Ihr goldenes Herz für Bedürftige hatte die spanische katholische Kirche bereits letztes Jahr unter Beweis gestellt: Als Opfer von Zwangsräumungen friedlich die Almudena-Kathedrale in Madrid besetzten, um auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam zu machen, ließ sie der Erzbischof durch die Polizei aus der Kirche werfen (Artikel bei Bodenfrost, Juli 2012).












