Tag-Archiv | Berlin

Weltweite Proteste der Jugend ohne Zukunft

thump_2017339iata-copiaIn 33 Städten rund um den Erdball protestierte gestern die spanische juventud sin futuro (Jugend ohne Zukunft) gegen ihr Zwangs-Exil. Ihnen bleibe nur die Wahl zwischen Arbeitslosigkeit oder prekärer Beschäftigung im eigenen Land oder Auswandern. Die Veranstaltungen, sie sich über den ganzen Sonntag erstreckten, standen unter dem Motto “no nos vamos, nos echan” (wir gehen nicht [freiwillig], sie jagen uns fort). Viele Demonstranten hatten Rollkoffer dabei, Sinnbild des unfreiwilligen Exils.

Bei der Abschlusskundgebung in Madrid forderte ein Sprecher die Versammelten auf, sich auch an den Escraches zu beteiligen. Die Escraches sind eine neue Aktionsform in Spanien, mittels derer versucht wird, Druck auf die Regierung auszuüben, damit diese endlich ein Gesetz gegen Zwangsräumung verabschiedet (einen ausführlichen und lesenswerten Artikel zu diesem Thema gibt es bei Uhupardo).

Foto von Laskem@Twitter

Foto von Laskem@Twitter

Die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien beträgt 57 %. Laut Público haben 85 % nur einen zeitlich befristeten Arbeitsvertrag. 400.000 junge Spanierinnen und Spanier haben bereits seit Beginn der Krise ihre Koffer gepackt, um im Ausland Arbeit zu suchen. Im Durchschnitt verlassen 1.500 Jugendliche pro Woche das Land.

Die juventud sin futuro war im April 2011 entstanden, um auf die aussichtslose Lage der spanischen Jugend aufmerksam zu machen. Sie wurden zu einer der Keimzellen von 15M, der Bewegung 15. Mai, die mit ihren großen Zeltlagern nach dem Vorbild des Tahrir-Platzes vor zwei Jahren weltweit Aufsehen erregte.

Im April 2011 demonstrierten die Jugend ohne Zukunft unter dem Motto “sin casa, sin curro, sin pensión, sin miedo” (ohne eigenes Zuhause, ohne Job, ohne Unterstützung, ohne Angst), ein Motto, das nicht an Aktualität eingebüßt hat: In den vergangenen zwei Jahren hat sich für sie nichts zum Guten gewandelt und sie haben allen Grund, weiter zu mobilisieren und auf die Straße zu gehen.

Fotos von gestern, aus aller Welt:
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Otro desahucio en Berlín

Foto de Telegehirn@twitpic

Foto de Telegehirn@twitpic

A pesar de la resistencia de aproximadamente 70 manifestantes, ayer tuvo lugar otro desahucio en Berlín. Unos 100 policías desalojaron la sentada frente al edificio, para dar paso a la alguacil y el cerrajero. La concentración había sido convocada por Zwangsräumung verhindern (Evitemos los Desahucios), una plataforma que lucha contra los desahucios en la capital alemana.

Aquí tenéis un vídeo del desahucio. No viene subtitulado en español, aun así supongo que se entiende bastante bien la indignación y la rabia de los manifestantes al ver que la policía estaba dispuesta a imponer el desahucio a la fuerza:


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Zwangsräumung? Verhindern! [Mobi-Clip]

Ein äußerst gelungenes Video, um gegen die für den 14. Februar angekündigte Zwangsräumung der Familie Gülbol in Berlin zu mobilisieren:

Der erste Versuch, die Familie aus der Wohnung zu werfen, war vor einigen Monaten an entschlossenem Widerstand gescheitert (siehe Meldung auf Bodenfrost).

Dieses Mal soll die Zwangsräumung mit einem “Großeinsatz mit mehreren hundert Polizisten” durchgesetzt werden, laut Berliner Zeitung.

Das Video verfügt auch über zuschaltbare englische Untertitel.

Quelle: left vision

Porträts der Flüchtlinge im Hungerstreik

Es ist großartig, dass der Marsch der Flüchtlinge von Nürnberg nach Berlin, der Hungerstreik und das Refugeecamp in Berlin viel Unterstützung von Außen erfährt. Wichtig ist aber, dass die Menschen, um die es geht, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit bleiben. Ein Blog lässt diese in kurzen Porträts zu Wort kommen. Sie erzählen von ihrem bisherigen Leben, den Etappen ihrer Flucht, den Verlusten, die sie erleiden mussten, ihren Ängsten und ihren Wünschen.

Ich möchte ein normales Leben ohne Angst vor Deportation,

sagt einer von ihnen, Iqbal Omar. Ein Wunsch, den sicher jeder nachvollziehen kann, der versucht, sich in die Lage von jemand zu versetzen, der vor Krieg, Tod und Verfolgung flieht. Kein Mensch ist illegal. Grenzen sind bedeutungslos. Wir sind Menschen, überall auf der Welt, und sollten uns gegenseitig beistehen, so gut wir können.

Vielen Dank an Carridwen, die Fotos und Texte zusammengestellt hat.

Leerstehende Schulgebäude besetzt in Berlin

Foto von CheetahXD@twitter

Foto von CheetahXD@Twitter

Heute wurden in Berlin-Kreuzberg zwei Gebäude einer leerstehenden Schule besetzt. Zur Zeit sind je nach Quelle 100 – 150 Menschen vor Ort.

Hintergrund der Besetzung laut einer Mitteilung auf Linksunten:

“Wir sind eine Gruppe von Geflüchteten und Unterstützer_innen die für die Abschaffung der Lagerpflicht, der Residenzpflicht und den sofortigen Stopp aller Abschiebungen kämpfen. (…)

Diese Gruppe wird ein selbstorganisiertes soziales Zentrum auf dem Schulgelände aufbauen, welches für alle aus dem Kiez zugänglich ist und einen Raum öffnen soll für ein selbstbestimmtes und emanzipatorische Leben, in Solidarität mit all jenen, die von diskriminierenden Gesetzen und Ideologien betroffen sind.”

Auf Twitter wurde berichtet, dass der heutige Abend ruhig verlaufen dürfte und die Besetzung bis mindestens Dienstag geduldet wird:
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Solidarität mit spanischen Bergleuten – Solidaridad con los mineros

Gestern fanden in mehreren deutschen Städten Aktionen vor dem spanischen Konsulat statt, um sich mit den streikenden Bergleuten zu solidarisieren und gegen die Polizeigewalt zu protestieren, die den Kumpels widerfuhr, als sie vergangenen Mittwoch in Madrid demonstrierten, wobei viele von ihnen verletzt wurden durch Knüppelschläge und Gummigeschosse.

Fotos und Videos von den Solidaritätsbekundungen:

Ayer tuvieron lugar manifestaciones de apoyo para los mineros en varias ciudades alemanas. Los manifestantes se reunieron frente a las embajadas españolas para protestar contra la violencia que ejerció la policía durante la manifestación minera el miércoles pasado en Madrid, dejando heridos muchas personas por pelotazos de goma y porrazos.

Fotos y vídeos de estas acciones:
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Berlin: Protestcamp gegen zu hohe Mieten in Kreuzberg

Reblogged from Gentrification Blog:

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Mieter/innen in Kreuzberg haben gestern ein Protestcamp gegen steigende Mieten eingerichtet. Das klingt nicht wirklich überraschend, denn der Bezirk ist für drastisch steigende Mieten und sein munteres Protestmilieu bekannt. Doch das Protestcamp am Kottbusser Tor unterscheidet sich von den sonst üblichen, studentisch geprägten Szenemobilisierungen. Es sind vor allem Mieter/innen aus den Sozialwohnungsblöcken rund um das Kottbusser Tor, die da ihren Protest auf die Straße verlagern.

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12m15m – Aktionstage in Spanien

Foto von MMedinillaS@twitter

#12M15M – der zweite globale Aktionstag hat begonnen. 686 Städte in 60 Ländern rund um die Welt beteiligen sich daran.
An dieser Stelle werde ich nach und nach Neuigkeiten über Demos und Aktionen heute in Spanien ergänzen.
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Video-Impressionen von AcampadaBerlin

Video mit Eindrücken von dem Demokratie-Lager AcampadaBerlin auf dem Alexanderplatz seit dem 20. August:

Ich fühle mich erinnert an dieses Video über die Acampadasol in Madrid, das ebenfalls mit schöner Musik unterlegt ist.

#acampadaberlin: zweiter Zeltmarsch

Heute findet in Berlin der zweite Zeltmarsch statt. Er beginnt um 16:30 Uhr am Brandenburger Tor und führt zum Alexanderplatz. Die Demoteilnehmer werden Zelte über ihren Köpfen tragen, aus Protest dagegen, dass die Behörden weiterhin ein Demokratielager am Alex verbieten. Je näher die Idee einer solchen Acampada rückt, desto weniger begeistert zeigt sich die deutsche Politik: in Ägypten wurde diese friedliche Aktionsform gefeiert, in Spanien ignoriert, in Berlin gar unterbunden. Die Veranstalter dazu auf ihrer Seite:


Wir fordern eine echte Demokratie, wir wollen nicht weiter darin behindert werden ein Forum zu schaffen, in welchem sich Menschen über ihre grundlegenden Bedürfnisse austauschen, und alle gemeinsam alternative Gesellschaftsmodelle entwickeln können. In einem solchen Forum haben Zelte auch eine praktische Bedeutung: Auch Nichtberliner sollen in der Lage sein an den Asambleas (Bürgerversammlungen) teilzunehmen. Nicht jeder kann sich hierfür teure Hotelunterkünfte leisten.

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