Gran Canaria: Direkte Aktion gegen Zwangsräumung

Die Anarchistische Föderation Gran Canaria (FAGC) hat durch Mut, Einfallsreichtum und direkte Aktion erneut eine Zwangsräumung verhindert. Aufgrund der kurzen Vorlaufzeit – die räumungsbedrohte Familie hatte die FAGC nur einen Tag zuvor benachrichtigt – konnten lediglich 5 Menschen mobilisiert werden.

„Es sah nicht gut aus an diesem Morgen“, berichtet die FAGC. Die Zweifel nagten: „Wir sind wenige. Soll das die erste Zwangsräumung werden, die wir nicht aufhalten können?“ Um den zahlenmäßigen Nachteil auszugleichen, entschieden sie sich für die bewährte Taktik des Einigelns: Die wackere kleine Gruppe verschanzte sich in der Wohnung. Mit Brettern und Stützbalken an Fenstern und Türen verwandelten sie die Wohnung in eine uneinnehmbare Festung.

Auf Twitter veranschaulicht die FAGC das sehr bildlich: „Wir machten einen Bunker aus der Wohnung. Wir sahen aus wie ein Schiff aus dem 16. Jahrhundert. ‚Vernageln sie die Fenster, meine Damen‘, scherzten wir“.

„A las barricadas“ singend, warteten alle gemeinsam in der Wohnung darauf, dass die Übeltäter kämen. Als diese schließlich auftauchten, mühte sich der Schlüsseldienst 5 Stunden lang vergeblich ab, dem Gerichtsvollzieher Zutritt zu der Wohnung zu verschaffen. Der Anwalt der immobiliengesellschaft bot letztendlich Verhandlungen an. 6 Monate Miete, lautete das Angebot, unter der Bedingung, dass die Familie anchließend verschwindet. Der FAGC gefiel das Angebot nicht, aber die Familie, die ihre Miete nicht mehr hatte bezahlen können, willigte ein.

Um 14 Uhr, als sie sich vergewissert hatten, dass die Luft rein ist, zog sich die FAGC zurück. Durch die Garage, um sicher zu gehen. Festnahmen gab es an diesem Tag keine.

Quelle: Eine Tweet-Kette der FAGC

Solidaridad con anarquistas encarcelados en Azerbaiyán

Tras un montaje policial y judicial, los anarquistas Giyas Ibrahimov y Bayram Mammadov se enfrentan a entre 8 y 12 años de cárcel en Azerbaiyán por dos grafitis. Habían pintado „Fuck the system“ y „Feliz día de los esclavos“ en un monumento y publicaron fotos de la acción. Fueron arrestados al día siguiente. Para agravar la sentencia que les caerá, la policía puso heroína en sus viviendas. Ahora no solamente están acusados de vandalismo sino también de venta de drogas. En la detención sufren tortura y violencia policial.

fuck_the_system

Durante el X Congreso de la Internacional de Federaciones Anarquistas en Fráncfort, Alemania, un compañero de Azerbaiyán explicó el caso de Giyas y Bayram en una entrevista con la Radio Anarquista Berlín. La entrevista ha sido traducida al castellano y regrabada por razones de seguridad. En Twitter se difunden las noticias sobre los represaliados con los hashtags #FreeBayram y #FreeGiyas.
Lies mehr …

Bergarbeiter vor Gericht wegen Streik 2012

Zwei Bergarbeiter wurden am Dienstag in León, Spanien, im Zusammenhang mit dem Streik 2012 zu je 4 Monaten Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich 12 Monate gefordert, sich dann aber mit der Verteidigung auf eine Reduzierung geeinigt. Die Strafe wird umgewandelt in ein Bußgeld von 1200 Euro. Für die Summe wird die Widerstandskasse aufkommen, die während des Streiks angelegt worden war.

Absolución detenidos Ciñera 2012Unter anderem die CNT Asturien-León hatte zu einer Solidaritätskundgebung am Prozesstag vor dem Gericht aufgerufen. Die Unterstützerinnen und Unterstützer harrten dort während der gesamten Prozessdauer aus. Auf zwei Transparenten wurde „Freispruch für die in Ciñera Festgenommen“ gefordert. Auf einem weiteren stand „Retten wir die Mine! Retten wir die Arbeitsplätze“.

Im Sommer 2012 hatten Bergarbeiter in Asturien und León im Norden von Spanien mit einem Streik , Straßen- und Schienenblockaden gegen die Schließung von Zechen protestiert. Auf Youtube sind noch viele Videos zu finden, die eindrucksvoll den militanten Widerstand der Bergarbeiter dokumentieren (ein Beispiel mit englischen Untertiteln). Francisco Niembro und Sergio Álvarez wurden im Juli 2012 festgenommen, bei der Verteidigung der kleinen Ortschaft Ciñera, als die Guardia Civil dort einfiel.

Lies mehr …

From Stuttgart with love

Den Anarchisten Bayram und Giyas drohen in Aserbaidschan nach einer Gerichtsfarce mehrjährige Haftstrafen wegen zweier Graffiti, „Fuck the system“ und „Herzlichen Glückwunsch zum Sklaventag“. Aus diesem Grund hatte das Libertäre Bündnis Ludwigsburg zu einer Solidaritätskundgebung aufgerufen.

Knapp über ein Dutzend Unterstützerinnen und Unterstützer trotzten am Freitag Regen, Kälte und Dunkelheit und fanden sich vor dem Konsulat von Aserbaidschan in der Heilbronner Straße in Stuttgart ein. In Anspielung auf die Graffiti riefen die Versammelten „Aserbaidschan – Bullenstaat – Herzlichen Glückwunsch zum Sklaventag!“

Über einen Lautsprecher wurde ein Podcast vom Anarchistischen Radio Berlin zum Thema abgespielt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung schrieben Grußbotschaften der Solidarität und Liebe auf Karten, die die Distanz der tausenden Kilometer und die Hindernisse der Zellengitter überwinden werden.

dsc_0013
dsc_0018
dsc_0024

Das vor dem Konsulat aufgehängte Transparent war bereits bei einer Solidaritätsaktion beim 10. IFA-Kongress in Frankfurt am Main im August diesen Jahres zu sehen gewesen und wandert jetzt von Kundgebung zu Kundgebung.

Auf changenow.blogspsort.eu sind ins deutsche übersetzte Hintergründe über den Prozess gegen Bayram und Giyas und Informationen über weltweite Solidaritätsaktionen nachzulesen.

Die Adresse des Knastes, um den beiden zu schreiben:

Bayram Məmmədov, Qiyas İbrahimov
Bakı şəhəri Kürdəxanı qəsəbəsi
Bakı İstintaq Təcridxanası
Sabuncu Rayon
AZ1059
ASERBAIDSCHAN

(Stadt Baku, Provinz Kurdakhani, Untersuchungsgefängnis von Baku, Bezirk Sabunchu, PLZ- AZ1059, Aserbaidschan)

PS. Das Libertäre Bündnis Ludwigsburg hat auch einen Bericht über die Kundgebung veröffentlicht.
Bericht auf changenow.blogsport.eu.

Las Masías: Hausbesetzung und Selbstverwaltung auf Gran Canaria

Die Anarchistische Föderation Gran Canaria (FAGC) hat in den vergangenen Wochen zwei leerstehende Häuser besetzt, um dort migrantische Familien unterzubringen, die aufgrund ihrer prekären Lage dringend auf Schutz angewiesen waren. Die beiden Gebäude wurden Las Masías I und II getauft.

Möglich war die Besetzung auch durch die finanzielle Unterstützung durch die CNT Sabadell und die PAH Sabadell geworden, mit denen sich die FAGC kürzlich zum Erfahrungsaustausch getroffen hatte (Bericht auf Bodenfrost). Von dem Geld wurden Materialien gekauft, dank derer die Familien über Licht und Wasser verfügen. Auf ihrem Blog erzählt die FAGC über den Ablauf der Besetzung:
Lies mehr …

Gedenkdemo in Madrid für Carlos Palomino

cw_g84gwiaagxbsHunderte zogen gestern durch die Straßen von Madrid, um des jungen Antifaschisten Carlos Palomino zu gedenken, der 9 Jahre zuvor von einem Nazi ermordet worden war. Motto der Demo war „9 años sin ti, 9 años contigo“, 9 Jahre ohne dich, 9 Jahre mit dir. Ausgerufen wurde die Demo von Freunden und Angehörigen des damals 16-Jährigen.

Die Mütter gegen Repression twitterten: „Wir sind stolz auf unsere Töchter und Söhne. Die Mütter weinen nicht mehr, jetzt kämpfen sie!“

Lies mehr …

Libertärer Podcast Oktober 2016

Das Anarchistische Radio Berlin hat den Oktoberrückblick als Podcast veröffentlicht. Eine Stunde voll mit Musik und aktuellen libertären Infos aus aller Welt. Dieses Mal ist auch ein Interview mit dem räumungsbedrohten emanzipatorischen Wohnprojekt Villa Galgenberg in Nürtingen mit dabei. Das Bild auf dem Aufmacher ist vor der Villa bzw. dem dazugehörigen Umsonstladen entstanden.

Viel Vergnügen beim Anhören auf der Seite vom ARadio Berlin.

Anarchistisches Radio Berlin Oktoberrückblick 2016