TV-Tipp: Wie teuer wäre ein Ausstieg bei „Stuttgart 21“ wirklich?

Bahnchef Grube droht damit, 1,5 Milliarden € Schadensersatz einzuklagen, wenn es zu einem kompletten Ausstieg aus Stuttgart 21 kommen sollte. Die Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“ geht der Frage auf den Grund, was an diesen Drohungen dran ist und kam zu dem Schluss, dass die Bahn von unrealistischen Zahlen ausgeht. Nicht, dass wir das nicht schon lange geahnt hätten, aber man darf doch gespannt sein, was der SWR im Detail dazu berichten wird.

Sendetermin: Donnerstag, 14.04.2011, 20.15 bis 21.00 Uhr

Quelle: Zur Sache Baden-Württemberg

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2 responses to “TV-Tipp: Wie teuer wäre ein Ausstieg bei „Stuttgart 21“ wirklich?”

  1. Mal Nachdenken says :

    Ein Schadensersatz wäre – egal wie hoch dieser denn tatsächlich ausfallen würde- auf jeden Fall keine Investition, sondern eine Haushaltsausgabe ohne die geringste Gegenleistung für Baden- Württemberg. Weiter würde sich ein Abrücken von Verträgen auch allgemein negativ auf das Image und Ansehen des Bundeslandes auswirken; Schlagwort: Baden- Württemberg ein verlässlicher Vertragspartner ?

    Sollten Verträge, welche seit vielen Jahren geschlossen wurden, welche über mehere Wahlperioden des Bundestags, des Landtags, des Oberbürgermeisters der Stadt Stuttgart sowie deren Gemeinderates bestand hatten, darüber hinaus auch der Überprüfung einer unabhängigen Justiz standhielten denn wirklich nur auf Grundlage anderer politischer Ideen einer neuen Landesregierung gekündigt werden ?

    Stuttgart 21 ist sicherlich verbesserungswürdig. Eine Verbesserung kann aber nur dann erfolgen wenn auch die Landesregierung grundsätzlich zu der bestmöglichen Realisierung des Projektes steht. Wäre es also nicht schlauer einfach mal nachzudenken ?

    • Ingrid says :

      Ich gebe zu bedenken: sind Verträge, die aufgrund geschönter Zahlen und verschwiegener Risiken zustande gekommen sind, überhaupt rechtsgültig?
      Liegt hier nicht „arglistige Täuschung“, „Vorspiegelung falscher Tatsachen“ – oder grob ausgedrückt einfach „Betrug“ vor?

      Spätestens seit dem „Schlichtung“ genannten Faktencheck müßte eigentlich jedem Interessieren bewußt geworden sein, wie sehr Bahn, Stadt und Land getrickst haben, um Abgeordnete für das Projekt einzunehmen.

      Und das Tricksen, Verschleiern, Zugeben nur nach Salamitaktik geht seitdem munter weiter, wie man täglich der Presse entnehmen kann.

      Ich gebe weiter zu bedenken, dass der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg ein zutiefst unsinniges Milliardengrab erspart bleibt, wenn man jetzt aus dem Projekt aussteigt. Das hat nichts zu tun mit „anderen politischen Ideen einer neuen Landesregierung“ sondern schlicht mit Vernunft und Einsicht.
      Zu unwägbar sind die Risiken dieses Projekts (oder weshalb sonst finden sich keine Baufirmen, welche die heiklen Aufträge übernehmen?), zu unkalkulierbar die Kosten, die bereits jetzt im Vorfeld nach bahneigenen Angaben (H. Azer) aus dem Ruder zu laufen drohen.

      Und weshalb schließlich soll man die Sicherheit des Mineralwassers auf Spiel setzen? Weshalb den wunderbaren Schlossgarten, der Tausenden von Menschen als Naherholungszone mitten in der Stadt dient – und der darüber hinaus auch ein ziemlich einmaliges Entree unserer Stadt ist, um das uns andere Städte beneiden – über Jahre hinaus in eine Großbaustelle verwandeln, die den Aufenthalt auch in angrenzenden Parkbereichen gründlich verleidet?

      Für einen Nutzen, der bis heute keinesfalls erwiesen ist und der nach jeder neuen Information aus den Schubladen der Bahn mehr bezweifelt werden darf?

      Als Stuttgarterin, die ihre Stadt liebt und die sich vehement dagegen wehrt, dass alles, was liebens- und lebenswert in Stuttgart ist, dem Profit einiger weniger auf Kosten vieler anderer geopfert wird, rate ich ebenfalls dringend, einfach mal nachzudenken.

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