Zweiter Schwarzer Donnerstag: Polizeigewalt in Stuttgart

Ein Verletzter heute bei der Demo

Bei „No Racism in Stuttgart“, der Gegendemonstration zu einer Nazi-Kundgebung heute auf dem Schlossplatz, ging die Polizei extrem aggressiv und gewalttätig vor. Demonstranten, die eine Sitzblockade auf der Bühne für die geplante Kundgebung durchführten, wurden weggeprügelt. Eine Reiterstaffel war zur Abschreckung auf dem Schlossplatz. Pfefferspray kam ebenso exzessiv zum Einsatz, wie die neuen Teleskopschlagstöcke. Mit letzteren sorgten die „Freunde und Helfer“ für zahlreiche Verletzungen. Es wird von mindestens 10 Kopfverletzungen berichtet. Einige der Platzwunden mussten sogar im Krankenhaus genäht werden. Zahlreiche Menschen erlitten Augenverletzungen durch das Pfefferspray.

Die Nazi-Kundgebung konnte zwar stattfinden, wurde aber lautstark übertönt durch alle, die noch nicht im Krankenhaus oder in Gewahrsam waren:

Der neue Polizeipräsident Züfle sagte noch vor wenigen Tagen, er wolle für Vertrauen werben. Der neue Innenminister Gall (SPD) sprach davon, dass der Dialog an erster Stelle stehen und die Polizei wieder eine Bürgerpolizei werden solle. Leere Worte. Ein Unterschied zu Stumpf und Rech (CDU) ist am heutigen Tag nicht wahrnehmbar. Ein Vorgeschmack auf das, was friedliche Sitzblockierer erwarten wird, wenn nächste Woche der angebliche Baustopp von S 21 enden sollte?!

Quellen:
Das Foto stammt von dem Blog 7h3linguist’s journey.
Die Informationen habe ich von eben diesem Blog, Twitter (Hashtag: #NoRaStuttgart) und den Live-Streams von camS21. Der SWR glänzte wieder einmal durch Abwesenheit. Die 4 – 5 km zwischen Sender und Ort des Geschehens waren wohl unüberwindlich. Wozu auch die Mühe, wenn man seine Kohle sicher hat, ob man nun seiner Informationspflicht nachkommt, oder nicht.

9 Antworten zu “Zweiter Schwarzer Donnerstag: Polizeigewalt in Stuttgart”

  1. 7h3linguist sagt :

    Es wäre gut, wenn du das Gesicht unkenntlich machst oder von mir morgen ein anderes holst. Ich habe zunächst alle Bilder wieder gelöscht und lade sie morgen wieder mit Balken hoch. Danke!

  2. bodenfrost sagt :

    Eine andere Sichtweise zu dem heutigen Tag gibt es auf dem Blog von Zwuckelmann zu lesen.

  3. Rosa sagt :

    Das ist eine Riesensauerei von der Stuttgarter Polizei! Was für ein Bild der Schande!…So eine Gewalt gegen friedliche Demonstranten.
    Dafür schrei ich ganz laut “SCHÄMT EUCH“!!!!!

  4. bodenfrost sagt :

    Einen ausführlichen Bericht gibt s auf Der freitag.

  5. Stefan Meisner sagt :

    Zwei der unnötigsten Videos aller Zeiten. Digitaler Durchfall, sorry, der genau nichts zeigt. Warum die Person im zweiten Video nicht in der Lage ist, ihre/seine Kamera ruhig zu halten erschliesst sich einem absolut nicht. Von „Polizeigewalt“ kann ich auf den Bildern nichts erkennen. Nicht einmal von irgendeiner Provokation von Seiten der Beamten. Auf den verlinkten Fotos schon eher, wobei auch da die Abbildung der Szenen unvollständig bis mangelhaft ist und kein aussagekräftiges Bild zeichnet.

    • bodenfrost sagt :

      Die zwei Videos illustrieren den Höllenlärm der gemacht wurde, als der Redner versuchte zu sprechen. Darum befinden sie sich unter dem entsprechenden Text.

      Ausführliches Video-Material wurde über CamS21 gestreamt und kann dort auch nachträglich unter dem entsprechenden Datum 2. Juni/dem Tag „NoRaStuttgart“ eingesehen werden. Dem sensiblen Betrachter möchte ich aber die Warnung auf den Weg geben, dass es durchaus vorkommen kann, dass einer der ehrenamtlichen Kameraleute gewackelt hat beim Filmen.

      Von den Fotos habe ich nur eines aus der verlinkten Galerie ausgeliehen, aber natürlich nicht alle. Schließlich ging es mir nicht darum, die Original-Galerie überflüssig zu machen. Gewalt schockiert mich und ich lehne sie ab. Darum prangere ich sie an. Dieses Foto schien mir geeignet dafür, zu zeigen, welche Folgen die Schlagstockeinsätze der Polizei haben können.

      Im Polizeiarchiv schlummert sicherlich „aussagekräftigeres“ Material.

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