Archive | Juli 2011

PUERTA DEL SOL – La revolución del amor

Eine wunderschöne Hymne auf die #acampadasol, das Zeltlager der Empörten auf der Puerta del Sol in Madrid, mit dem die #spanishrevolution ihren Anfang nahm. Geschrieben und gesungen von Rachel.


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[Galerie] S21 versagt beim Stresstest

Auf dem Marktplatz, vor dem Stuttgarter Rathaus, wurde gestern auf einem riesigen Bildschirm live übertragen, wie das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 den sogenannten Stresstest auseinandernahm. Tausende Kopfbahnhof- und Schlossgartenfreunde schauten sich diese weitere blamable Niederlage für das „bestgeplante Projekt“ gemeinsam an. Ich war ursprünglich nicht davon begeistert gewesen, sich abermals an der Geißler-Show zu beteiligen, sehe aber rückblickend ein, dass es eine gute Entscheidung war. Unzählige Menschen konnten so vor dem Fernseher und über Live-Ticker die Argumente hören und lesen, die das AB fachkundig und überzeugend vortrug.

Goldrichtig war auch die Entscheidung des Aktionsbündnisses, die Veranstaltung zu verlassen, als Geißler seine Rolle als unparteiischer Schlichter offensichtlich aufgab und um jeden Preis versuchte, dem Tunnelbahnhof ein Premium-Etikett anzuhaften. Frau Brigitte Dahlbender (BUND) erklärte später bei der Kundgebung, dass sie aus Fehlern des Faktenchecks im letzten Jahr gelernt haben.
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Aktuelle Woche der #spanishrevolution

Die Empörten auf der Puerta del Sol
(Bild bei Twitter gefunden)

Während die Ankunft der Sternmärsche in Madrid und die anschließende Demonstration am vergangenen Wochenende noch ein gewisses Echo in der deutschsprachigen Medienwelt fand (taz, Tagesschau, Spiegel, der Standard), ist dieses mittlerweile wieder verhallt. Das liegt aber nicht daran, dass es nichts zu berichten gäbe, sondern am Desinteresse der Presse – oder daran, dass durch diese Desinformation verhindert werden soll, dass die Proteste für „¡Democracia Real Ya! (Echte Demokratie Jetzt!) und soziale Gerechtigkeit sich auch auf andere europäische Ländern ausweiten.
Hier nun eine kurze Zusammenfassung, was diese Woche noch in Spanien geschehen ist:

Montag: unerwartete Unterstützung beim ersten landesweiten Treffen

Am Montag kamen die Empörten (indignados) in Madrid zu dem I Foro Social (das erste landesweite Treffen der Bewegung #15m zu einem Gespräch) zusammen und teilten dort ihre Erfahrungen. Die Sternmärsche auf Madrid hatten sie durch 300 spanische Ortschaften geführt, wobei sie offene Ohren für die Sorgen und Nöte der Menschen, die dort leben, hatten und diese notierten. Gemeinsam stellten sie eine Liste der gehörten Probleme zusammen, die dem Parlament übergeben werden sollte.
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[Galerie/Bericht] 84. Montagsdemo 25. Juli 2011

Lokomotive eröffnete die 84. Montagsdemo mit den widerstandsgeistfördernden Rhythmen, die so unverzichtbar zu unseren Demos gehören wie die Bäume zum Schlossgarten. Vielen Dank an dieser Stelle an sie und an alle anderen Kapellen und Musiker, die unseren Protest gegen das Milliardengrab kulturell bereichern! Hannes Rockenbauch und Brigitte Dahlbender, die beiden Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart […]

Barcelona: Massiver Polizeieinsatz für Zwangsräumung

Zwangsräumungen von Wohnungen und Häusern gehören mittlerweile praktisch zum traurigen Alltag Spaniens. Laut RTVE waren es im ersten Quartal 2011 15.000 Familien, die auf die Straße gesetzt wurden, weil beispielsweise Hypotheken nicht mehr bezahlt werden konnten. Spanische Empörte, die der Bewegung #15m angehören, aber auch einfach Nachbarn der Betroffenen, versuchen in vielen Fällen mit Zivilcourage diese Räumungen zu verhindern.
Den folgenden Text habe ich übersetzt aus der spanischen Zeitung Público. Das Foto stammt von Albert Garcías Blog.

Ein Ehepaar mit drei Kindern auf der Straße, obwohl sie Miete gezahlt haben

Wohnungszwangsräumung BarcelonaDie zusammengekommenen Nachbarn und Empörten (indignados) konntet die Zwangsräumung einer Familie in der Calle Andrade in El Clot, einem Arbeiterviertel in Barcelona, nicht verhindern. Ein Ehepaar senegalesischer Abstammung und ihre drei Kinder haben kein Dach mehr über dem Kopf, seit die Mossos d’Esquadra sich auf effektive Weise mit einer Leiter über den Balkon Zutritt in die Wohnung verschafft haben. Verónica, die Mutter, verharrte regungslos auf dem Boden und ihrem 12jährige Sohn, dem einzigen der Kinder, das sich zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung befand, wurden durch einen Polizeibeamten beide Hände auf dem Rücken festgehalten.
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[Bericht/Galerie] 83. Montagsdemo 18. Juli 2011

Die musikalische Eröffnung der 83. Montagsdemo durch das Duo Conceptions (Uli Gutscher und Werner Acker an Posaue und Gitarre) gefiel mir sehr gut und erinnerte mich an die Filmmusik von „Spaghettiwestern“, wie sie sich um 1970 großer Beliebtheit erfreuten. Als Redner waren an a diesem Abend je ein Vertreter – bzw. eine Vertreterin – der […]

Mahnwachenfest zum einjährigen Bestehen

Wenn der Anlass erfreulich genug ist, braucht es nicht zwangsläufig Sonnenschein für fröhliche Gesichter. Das belegten die vielen hundert glücklichen Menschen, als gestern das einjährige Bestehen der längsten Mahnwache Deutschlands unter Regenschirmen gefeiert wurde. Dieser Fels in der Brandung erlebte mittlerweile jede Jahreszeit und jede Witterung und ließ sich dadurch eben so wenig vertreiben, wie […]