Archive | September 2011

Schwarzer Donnerstag: Ein Jahr Empörung

Ein Jahr danach sind die Erinnerungen an den Schwarzen Donnerstag immer noch äußerst lebendig. Ein Bekannter schickte mir den Link zu einem Video mit den Worten „schau dir mal an, was gerade in Stuttgart los ist!“ Fassungslos schaute ich mir die brutale Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten an. Politik hatte mich nicht interessiert, von dem Protest gegen Stuttgart 21 und dem Projekt selbst wusste ich so gut wie nichts, aber zu sehen, wie hemmungslos Knüppel, Pfefferspray und Wasserwerfer gegen Mitmenschen eingesetzt werden, veränderte schlagartig meine Welt.

Die unterschiedlichsten Gefühle explodierten in mir. Zorn darüber, wie Uniformierte das Gewaltmonopol rücksichtslos missbrauchten. Trauer, Entsetzen und Mitgefühl, die Schmerzen der Opfer konnte ich an der eigenen Seele wahrnehmen. Fassungslosigkeit, wie so etwas Unfassbares ganz in der Nähe, mitten in der heilen Welt, geschehen konnte. Ohnmacht, weil ich sah, dass ich keine Möglichkeit hatte, zu helfen, den Wahnsinn aufzuhalten.

Rückblickend weiß ich sehr wohl, dass sich dieses Gefühlschaos am trefflichsten als Empörung beschreiben lässt, allein, Stéphane Hessels Buch war mir noch unbekannt.
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Primer aniversario del Jueves Negro

Mañana será el primer aniversario del Jueves Negro, llamado así por la carga policial muy violenta ejercida contra manifestantes pacíficos en Stuttgart, la capital del estado de Baden-Wurttemberg en el suroeste de Alemania.

Ese día estaba prevista la tala de árboles para llevar a cabo el proyecto ferroviario Stuttgart 21. Miles de manifestantes corrieron al parque Schlossgarten (jardín del castillo) para proteger a los árboles y protestar contra el proyecto. La policía trató de desalojar el parque, reprimiendo a los manifestantes- entre ellos niños y ancianos – con porras, aerosol de pimienta y tanques de agua.

Quedaron heridas unas 400 personas. Un hombre, cuya foto famosa salió en muchos periódicos, quedó ciego. Hasta hoy en día los juzgados solamente han condenado a un policía por esta violencia.

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Massen-Festnahmen bei Protestmarsch in New York

Verletzte Frau
Foto von jopauca@Twitpic

Bei einem friedlichen Protestmarsch durch New York wurden gestern rund 100 Teilnehmer festgenommen. Einige Demonstranten erlitten durch das brutale Vorgehen der Polizei Verletzungen. Der Demozug hatte im Zucotti Park, in dem die Aktivisten von occupy Wall Street seit einer Woche ihr Lager aufgeschlagen haben, begonnen. Ziel war der Union Square gewesen.

Auf dem Rückweg zur Basis im Zucotti Park wurden die über 1000 Demoteilnehmer von der Polizei eingekesselt. Viele wurden mit Absperrnetzen eingepfercht, zu Boden geworfen, mit Plastikhandschellen gefesselt und in Busse verladen. Bevorzugtes Ziel der polizeilichen Aggressionen waren Menschen, die mit Kameras das Geschehen dokumentierten. Es konnte aber freilich dadurch nicht verhindern, dass noch am selben Tag zahlreiche Fotos und Videos ins Internet hochgeladen wurden.
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Pressespiegel: Occupy Wall Street

Das Thema occupy Wall Street in den Medien diese Woche:

Danke an alle Seiten, die auf uns verlinkt haben und an alle Besucher!

Kukutza: geräumt und geschleift

„Die baskische Polizei hat gestern um 5.30 Uhr damit begonnen das seit 1996 besetzte Kultuzentrum Kukutza III in Bilbo (spanisch: Bilbao) zu räumen. Die Polizei ging mit Schlagstöcken, Gummigeschossen, Tränengas und Panzerfahrzeugen gegen die Besetzer_innen vor. Bis zum Abend wurden im Zuge der Räumung 31 Personen verhaftet und mehrere dutzend Menschen verletzt.“
(Indymedia)

Offen gestanden hatte ich vor dieser Woche noch nie von diesem Kulturzentrum gehört. Meine Eindrücke aus dem folgenden Video sind aber, dass es sich um einen offenen, freundlichen, kulturell aktiven und bunten Ort der Zusammenkunft handelte:

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Ein Aufkleber geht um die Welt

Vor wenigen Tagen veröffentlichte Zeit Online das Foto eines Demonstranten in New York, auf dessen Transparent ein gewisser gelber Aufkleber zu sehen ist. Die Auflösung war allerdings nicht hoch genug, um mit Sicherheit sagen zu können, ob es sich wirklich um einen der berühmten Anti-Stuttgart21-Aufkleber handelt.

Demonstrant schläft im Zucotti Park

Ein weiteres Photo des Plakats auf This is money beseitigt nun alle Zweifel:

Manhattan, New York

Auch bei den Protesten von Occupy Wall Street ist das wohl bekannteste Erkennungszeichen der Stuttgart 21-Gegner mit von der Partie 🙂

Die Herkunft des Aufklebers wurde im Parkschützer-Forum geklärt.

Aktualisierung:
Bei n-tv gibt es ein weiteres Foto von dem Plakat mit Aufkleber.

Wallstreet-Besetzer: Polizeischikanen & Pizza-Spenden

Ein kurzer Bericht über den vierten Tag des #occupywallstreet-Protests in New York, den ich aus mehreren Twitter-Mitteilungen von Monica Lopez zusammenfasse.

Regen in New York
Foto von SabzBrach@twitpic

Ein bisschen Puerta del Sol in New York: Gestern Nacht fingen die Aktivisten an, sich in dem Zuccoti Park, in dem sie campieren, etwas heimischer einzurichten. Sie hängten zwei blaue Planen auf, um die Technik und die Lebensmittel zu schützen, einige stellten auch ihre Zelte auf. In den frühen Morgenstunden wurden sie durch die Polizei geweckt, die sie aufforderte, alles wieder abzubauen.
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