Archive | Oktober 2011

95. Montagsdemo 17.10.2011

Sprecher: Michael Kaufmann (Baden unterstützt: oben bleiben! Kein Stuttgart 21!) und Bernd Riexinger (ver.di, die Linke)
Moderator: Tom Adler (die Linke)
Musik: Tales In Tones Trio

Wir Schwaben und Badener necken uns zwar gern, das bedeutet aber nicht, dass wir uns nicht mögen oder nicht gegenseitig helfen würden. Bei der 95. Montagsdemo bewahrheitete sich das einmal mehr: Michael Kaufmann sicherte uns auch weiterhin seine Unterstützung zu. Seine Aussage „ein Immobilienprojekt für die Schwaben bezahlen – das kann ein Badener Herz dann doch nicht“ wurde von den 3500 versammelten Menschen mit lautem Applaus und zustimmendem Lächeln honoriert.
Nach Ansicht von Michael Kaufmann stellen die Medien die größte Blockade bei der Aufklärung über Stuttgart 21 dar. Trotzdem glaubt er daran, dass wir das Wunder schaffen können bei der anstehenden Volksabstimmung.
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Occupy Stuttgart – Aktionstag 15. Oktober

Auf der ganzen Welt fanden gestern Protestaktionen gegen soziale Ungerechtigkeit, Ausverkauf der Demokratie, Bankenrettung und Gier der Börsenspekulanten statt. Auch in Stuttgart wurde eine Veranstaltung ins Leben gerufen, unter dem Motto „Empört – wehrt – engagiert – vernetzt euch – Stuttgart 21 ist überall!“ Auf dem Schlossplatz versammelten sich 3500 bis 4000 Menschen, um ihre […]

94. Montagsdemo 10.10.2011

Bei der 94. Montagsdemo gegen das Immobilienprojekt Stuttgart 21 lauschten 3500 Teilnehmer den Reden von Birgit Schäfer-Oelmayer, Sprecherin der Grünen im Gemeinderat von Ulm, und dem uns allen wohl bekannten Walter Sittler. Die gute Nachricht des Abends: Aufgrund des letzte Woche erzwungenen Baustopps wurde an diesem Tag der Bagger im Schlossgarten abgeholt. Die schlechte Nachricht: […]

Agora Brüssel: Protest gegen Bankenrettung (aktualisiert)

Mittwoch (Tag 5): Symbolische Bankenbesetzung

Aktion an Dexia-Filiale in Brüssel

Gestern protestierten die Indignados (die Empörten) in einer Filiale der Dexia-Bank in Brüssel gegen deren Rettung auf Kosten des Steuerzahlers. Gegen 17:00 Uhr betraten 30 bis 40 Empörte eine Filiale der Bank, die aktuell zum zweiten mal gerettet werden muss. Sie hinterließen bei der symbolischen Besetzung Transparente, auf denen in mehreren Sprachen zu lesen war „wir bezahlen nicht für diese Bank.“ (siehe Foto)

Als sie nach diesem friedlichen Protest das Gebäude verließen, wurden 6 von ihnen von der belgischen Polizei festgenommen. Auf Facebook wurde berichtet, dass die Ordnungshüter unverhältnismäßig und gewalttätig gegen die Aktivisten vorgingen: die Demonstranten wurden zu Boden geworfen und ihnen wurden Handschellen angelegt. Einer jungen Frau, die gefesselt auf dem Boden saß, wurde von einem Beamten in zivil brutal ins Gesicht getreten, nachdem er ihr bereits eine kräftige Ohrfeige verpasst hatte. Sie beabsichtigt, den Polizisten anzuzeigen und sich auf der Botschaft zu beschweren. Die Polizei wollte sich zu diesem Vorwurf nicht äußern.
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Agora Brüssel Tag 3 und 4: Europa-Parlament und Pleitebank

Besuch im Europäischen Parlament

Die Indignados (die Empörten) haben sich mittlerweile heimisch eingerichtet in dem Gebäude der KUB (Katholische Universität Brüssel), das man ihnen vorübergehend als Hauptquartier in der belgischen Hauptstadt zur Verfügung stellt. Auf seinem Blog SpanishRevolution11 berichtet ein Marschteilnehmer vom Erkunden der neuen Räumlichkeiten und der ersten Vollversammlung mit einem Dach über dem Kopf.

Vor dem Europaparlament
Foto von DanielBasteiro@Lockerz

Am Dienstag statteten die Demokratie-Aktivisten auf Einladung des EU-Abgeordneten Willy Meyer dem Sitz des Europäischen Parlaments in Brüssel einen Besuch ab. Die sieben per Los-Verfahren ausgewählten Indignados wurden erst nach ausgiebigen Kontrollen durch das Sicherheitspersonal ins Gebäude gelassen. Die Sicherheitsleute hinderten außerdem die draußen Wartenden daran, ihre Gefährten bis zur Tür zu begleiten und vor dem Gebäude eine Versammlung abzuhalten, weil „Demonstrationen auf diesem Platz grundsätzlich verboten sind.“
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Der Marsch der Empörten erreicht Brüssel (aktualisiert)

Banner des Marsch nach Brüssel
Foto von Popicinio@Twitter

Zweieinhalb Monate hatten die Indignados (die Empörten) diesem Tag entgegen gefiebert: Gestern erreichte der Fußmarsch von Barcelona und Madrid nach Brüssel endlich sein Ziel. Gegen 19:00 Uhr wurden die Wanderer im parc Elisabeth von belgischen Gefährten empfangen. Trotz des starken Regens herrschte eine euphorische Stimmung unter den 500 Versammelten. Auch zahlreiche Medienvertreter hatten ihre Mikrophone und Kameras in Anschlag gebracht.
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Marsch nach Brüssel fast am Ziel

Der Marsch der Empörten wird morgen, am Samstag, sein Ziel erreichen und sich abends im Parc Elizabeth in Brüssel versammeln.

Am 26. Juli brachen die Indignados (die Empörten) von Madrid aus in die belgische Hauptstadt auf, um echte Demokratie einzufordern. Über 1500 km legten manche der Teilnehmer zu Fuß zurück. Empörte und Sympathisanten aus anderen Ländern und Städten schlossen sich ihnen unterwegs an.

Pro Tag legten sie etwa 30 km zurück. Nachmittags wurde an dem jeweiligen Etappenziel eine Versammlung auf öffentlichen Plätzen mit der Bevölkerung abgehalten, um zu diskutieren und Vorschläge und Auswege aus der Krise zu sammeln. Diese Ideen sollen am 15. Oktober in Brüssel bei einer Vollversammlung erneut diskutiert und dann der Europäischen Kommission überreicht werden.

Offen ist im Augenblick noch, ob die Empörten wie geplant tatsächlich im Parc Elizabeth campieren können. Die zuständige Bezirksverwaltung verweigert die Genehmigung und bietet als Ausweichareal Tour et Taxis an.
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