Occupy Boston geräumt

Das Ultimatum von Bürgermeister Menino zur freiwilligen Aufgabe des Protestlagers in Boston war bereits vergangenen Donnerstag um Mitternacht abgelaufen. Zwei Tage später machte er seine Drohung wahr und ließ die Polizei aufmarschieren, um die rund 100 Zelte und deren Bewohner zu verjagen:

Gegen fünf Uhr morgens Ortszeit stürmte die Polizei das Camp am Dewey Square. Zelte wurden abgerissen und rund 40 Demonstranten wegen unerlaubtem Betreten, Ruhestörung und Widerstand gegen die Staatsgewalt festgenommen. Die Polizeioperation dauerte weniger als eine Stunde; eine Polizei-Sprecherin bezeichnete die Demonstranten als „sehr entgegenkommend“.
(weiterlesen bei Gulli)

In Boston im US-Bundesstaates Massachusetts hat die Polizei am Samstag ein Protestcamp der so genannten Occupy-Bewegung aufgelöst und 46 Menschen festgenommen. Nach Angaben des Bostoner Polizeipräsidenten William Evans verlief die Aktion ohne schwere Zwischenfälle.
(weiterlesen bei der Standard)


Ich bin sicher, dass die Bewegung auch nächstes Jahr noch nicht verschwunden sein wird, auch wenn man in den USA seit Wochen alles daran setzt, sie von öffentlichen Plätzen zu verbannen. „Aus den Augen, aus dem Sinn“ ist eine sehr naive Haltung seitens der Obrigkeit – solange die Missstände nicht behoben sind, die den Protest ausgelöst haben, werden die Menschen weiter demonstrieren oder auch zu neuen Aktionsformen greifen („occupyhomes“, Streiks, Hafenblockade).

Weitere Links:

  • „Occupy Boston Evicted from Dewey Square“ Occupy Boston
  • „Police evict Occupy Boston protesters; 46 arrested“ CNN
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