Archive | Mai 2012

Indignados Frankfurt

Die friedlichen Proteste in Frankfurt, aber auch die umstrittene Reaktion der Stadt darauf, sorgten  international für Interesse. Hier ein kurzer Überblick, wie in Spanien die Blockupy Aktionen wahrgenommen wurden:

  • Die spanische Zeitung El Mundo berichtet kurz und sachlich über die Frankfurter Blockupy Proteste gegen die Banken und die europäische Politik. Hervorgehoben wird das massive Polizeiaufgebot, das die Zeitung weniger im Text als mehr durch die Bilder kommentiert: ein kleiner Junge, vielleicht drei Jahre, spaziert pobelnd an Polizisten an Kampfmontur vorbei. Lachende Clowns.
  • Die baskische Zeitung Diario Vasco berichtete schon am 17. Mai über die zahlreichen Verbote und die Einschränkung des Versammlungsrechts – ohne dies zu werten. Die Zeitung weist außerdem darauf hin, dass sie Blockupy als eine neue Ebene der Empörten-Bewegung sieht.
  • „Empörte aus ganz Europa vereinen sich in Frankfurt gegen die Sparpolitik“ titelt auch Publico. Man verweist auf die spanische Bewegung 15M, die stets betont hatte, der…

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Bevölkerung steht hinter 15M

Eine heute veröffentlichte Umfrage besagt, dass die Bewegung 15M in Spanien auf breite Unterstützung bauen kann: 68 % der Bevölkerung hegen Sympathie für 15M. Im Juni 2011 – einen Monat nach der Geburt auf der Puerta del Sol – waren es nur 66 % gewesen. Unter Jugendlichen sind es sogar 75 %, die mit 15M sympathisieren. 78 % der Bevölkerung sind der Meinung, dass der Protest 15M gerechtfertigt ist und dass sie weitermachen sollen.

Diese Metroscopia Umfrage wurde am 16./ 17. Mai erstellt, unmittelbar nach den Aktionstagen im ganzen Land zum einjährigen Jubiläum der Indignados.

Quellen:

  • „El 15-M aumenta su apoyo ciudadano“El País
  • „Spain’s ‚indignants‘ have huge support: poll“AFP

Fotos Blockupy Demo 19.05.2012

25.000 Menschen bei der Blockupy-Demo am 19.05. in Frankfurt, trotz aller Repressionen durch Politik und Polizei. Lassen wir doch einfach mal die Bilder von der „größten Demonstration, die Frankfurt seit Jahren erlebt hat“ (Zitat Frankfurter Rundschau) auf uns wirken. Die Sprache der Bilder ist so international wie dieser Protest selbst und wird überall verstanden.

25.000 personas acudieron a la manifestación de Blockupy en Fráncfort el 19 de mayo, a pesar de todas las represiones ejercidas por la policía y los políticos. Disfrutemos de las fotos de „la manifestación más multitudinaria en Fráncfort desde hace muchos años“ (según el periódico alemán Frankfurter Rundschau). Tanto la manifestación como las fotografías denotan el carácter universal del acontecimiento; un acontecimiento escrito en una lengua que es comprensible para todos.

Foto von strassenstriche@twitpic


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Blockupy Frankfurt 18.05.2012

Die Aktionen gestern bei Blockupy in Frankfurt, sehr gut zusammengefasst in einem Video-Bericht:


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Nachbetrachtung: Räumung occupy Frankfurt

Foto von a_ffm@Twitter

Als occupy Frankfurt vor drei Tagen geräumt wurde, leisteten etwa 350 Aktivistinnen und Aktivisten Widerstand gegen die erdrückende Polizei-Übermacht. Für ein Camp, um das es die letzten Wochen etwas ruhiger geworden war, ist das eine erstaunliche Mobilisierung, um so mehr an einem Werktag Vormittag.

Die kreativste Protestform waren die Kinderplantschbecken voller Wasserfarbe, in denen einige Camp-Verteidiger saßen. Sie übergossen sich gegenseitig mit Farbe, so dass es der Polizei nicht möglich war, diese farbtriefenden Menschen abzuführen, ohne selbst bekleckert zu werden.

Ich sehe eine vielfache Symbolkraft in dieser Aktion:
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Dystopie und Utopie: Blockupy Frankfurt 17.05.2012

Frankfurt ist derzeit eine belagerte Stadt. Die 5000 Einsatzkräfte sind nicht zu übersehen. Polizeifahrzeuge parken in langen Schlangen am Straßenrand, in kleineren Ansammlungen auf verschiedenen Plätzen, stehen Stoßstange an Stoßstange, um Straßen abzuriegeln. Das Gebiet um die Europäische Zentralbank ist großflächig gesperrt und die Straßensperren werden bewacht. Polizeieinheiten patroullieren durch die Innenstadt, fangen potentielle Demonstranten am Bahnhof ab, untersuchen Rucksack-Inhalte, führen Ausweiskontrollen durch, fragen ihrer Meinung nach verdächtig Aussehende nach dem Grund ihres Aufenthalts. Straßen sind auf eine Spur verengt, damit Beamte in die sich langsam vorüber quälenden Fahrzeuge schauen können. Reisebusse werden schon vor den Toren der Stadt angehalten, untersucht und die Insassen unter Androhung von Strafe wieder weggeschickt, darunter auch Journalisten.
Frankfurt ist eine Stadt, die sich selbst Paranoia verordnet hat, eine Stadt, die sich selbst in den Würgegriff genommen hat.
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Blockupy Frankfurt 17.05.2012

Blockupy: Über 1000 Menschen trotzten gestern in Frankfurt dem Versammlungsverbot und demonstrierten friedlich gegen das Spardiktat der EU, den Kapitalismus und die Einschränkung der Versammlungsfreiheit. Besetzt wurden erst der Paulsplatz und nach dessen Räumung durch die Polizei der Römerberg, welcher am frühen Abend ebenfalls geräumt wurde, wobei die Polizei laut Augenzeugen sehr gewalttätig vorging. Blockupy: […]