Zwangsräumung Oviedo

Zwangsräumung in Oviedo, Nord-Spanien: ein massives Polizeiaufgebot setzte vor zwei Tagen eine junge Familie mit einem 5 Monate alten Baby auf die Straße, weil diese ihre Hypotheken-Raten nicht mehr bezahlen konnte.

In der Wohnung hatten sich neben dem Familienvater Jorge Cordero weitere hilfsbereite Menschen verschanzt, um die Zwangsräumung zu verhindern. Die Polizei erbrach die verbarrikadierte Tür mit Axt-Gewalt und führte alle 18 Verteidiger der Wohnung in Handschellen ab.

Opfer von Polizeigewalt

Auch auf der Straße hatten sich hunderte Unterstützer der Familie versammelt. Die meisten kamen jedoch nicht bis an das Gebäude heran, weil die Polizei die ganze Straße gesperrt hatte. Ihre Parolen waren dennoch deutlich zu hören: „der Kampf geht weiter“, „schämen würde ich mich, ein Polizist zu sein“. Die Einsatzkräfte gingen mit aller Gewalt gegen die versammelten Menschen vor, einer verfolgte sogar mit gezückter Waffe einen Demonstranten und verlor bei einem Sturz seine Munition.

Die Familie hat nun nicht nur kein Dach mehr über dem Kopf, sondern darüber hinaus weiterhin 108.000 € Schulden. Frau und Kind, Patricia und Amanda, sind vorübergehend bei Freunden untergekommen, Jorge setzt seinen Hungerstreik auf der la plaza de la Escandalera fort, gegenüber einer Filiale der Cajastur-Bank.

Fotos und Videos der Zwangsräumung, die zeigen, wie viel ruppiges Engagement die Uniformierten an den Tag legen, wenn es darum geht, die Interessen der Banken durchzusetzen:

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2 responses to “Zwangsräumung Oviedo”

  1. Last Exit says :

    Sollte diese von Verbrechern verursachte Krise einmal dazu führen, dass man unserer Familie das Dach über dem Kopf wegreißen wollte, dann würden Bankgebäude brennen.

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  1. PAH: Menschenrechte in Spanien in Gefahr | Bodenfrost - 13. April 2014

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