Archive | November 2012

Rückblick auf den Generalstreik #14N

Eine Collage aus mehreren Städten.
Foto von kaosenlared.net

Hunderttausende Menschen unterstützten den ersten europaweiten Generalstreik am 14. November. Die Polizei zeigte sich von ihrer brutalsten Seite. In Barcelona wurde eine Frau schwer verletzt durch ein Gummigeschoss und verlor die Sehkraft auf einem Auge (Vorsicht, sehr blutiges Foto), in Tarragona wurde ein 13jähriger von einem Mosso d’Esquadra mit dem Schlagstock am Kopf verletzt und musste wegen der Platzwunde ins Krankenhaus (erneute Warnung, abermals ein sehr blutiges Foto. Ein Video von dem Vorfall), in Madrid wurde eine Frau durch die Attacke eines Uniformierten die Treppe hinunter gestoßen (Foto).

Es mutet beinahe ironisch an, dass die Polizisten drei Tage später auch zu tausenden auf die Straße gingen, um gegen Gehaltskürzungen zu demonstrieren (NZZ). Streikrecht hin, Streikrecht her, ihre beste und wertvollste Unterstützung wäre gewesen, keine Demonstranten zusammenzuschlagen und Kollegen zurückzuhalten.

Aktion vor Bankfiliale: „Der Kapitalismus tötet“.
Foto von acampadabcn_int@ow.ly

Die spanische Regierung nennt den Streik einen Reinfall im Vergleich zum vorherigen im März und belegt das mit dem weniger zurückgegangenen Stromverbrauch. Viele Menschen berichteten hingegen, dass die Straßenlaternen auch tagsüber beleuchtet waren, um mehr Strom zu verbrauchen. Das zynischste Argument für den weniger erfolgreichen Generalstreik stammt vom spanischen Innenminister: Es wurden 40 % weniger Menschen festgenommen, als während des Generalstreiks vor einem halben Jahr (Quelle: La información).

Die Gewerkschaften bezeichnen den Generalstreik als großen Erfolg, dem sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anschlossen, die El País in english schrieb, dass der Streik die Industrie zum Stillstand brachte.

Lesenswerte und informative Berichte über den Generalstreik:
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uhupardo

ZR1

Sie hat es nicht ertragen: Als die Beamten für die Zwangsräumung anrückten, stürzte sich die 53-jährige Frau aus ihrer Wohnung im vierten Stock in den Tod.  Sie hinterlässt eine 21-jährige Tochter und ihren Mann, der in Barakaldo (Baskenland), dem Ort des Geschehens, früher für die Sozialdemokraten im Gemeinderat sass.  Jetzt endlich, nach mehreren Ereignissen dieser Art, forciert die Regierung in Madrid die Änderung der Gesetzeslage.

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