Tödliche Krise: Selbstmord in Cartagena

Aus Verzweiflung, weil er seine Familie nicht versorgen konnte, nahm sich am Montag ein 45-Jähriger in Cartagena (Spanien) das Leben. Guillermo Santos war Stukkateur von Beruf, seit zwei Jahren arbeitslos und bekam keinerlei Unterstützung mehr. Vor einem Jahr war er aus seiner Wohnung zwangsgeräumt worden und lebte seitdem bei der Großmutter seiner Ehefrau. Er hinterlässt drei Kinder.

Das Sozialamt verwehrte der Familie jegliche Hilfe. „So wie Ihnen geht es vielen Spaniern,“ wurde ihnen mit auf den Weg gegeben, laut dem Nachruf der Plattform für Arbeitslose.

Für den kommenden Samstag ist ein Schweigemarsch für den Verstorbenen geplant. Neben der Plattform für Arbeitslose, der Guillermo Santos angehört hatte, beteiligt sich unter anderem auch die PAH, Plattform für Hypotheken-Geschädigte, an der Demonstration.

Seit Monaten kommt es immer wieder zu Selbstmorden in Spanien, weil Menschen angesichts der Arbeitslosigkeit, der Schulden und des drohenden Verlustes ihrer Wohnung keine Perspektive mehr für sich sehen (siehe Artikel auf Bodenfrost).

Ánimo!!! No estamos sólos, tenemos que unirnos para que todos estos asesinatos que están cometiendo, algún día sean juzgados.
(Verliert nicht den Mut!!! Wir sind nicht allein, wir müssen uns zusammenschließen, damit sie eines Tages für all diese Morde, die sie begehen, zur Rechenschaft gezogen werden.)
Zitat aus dem Nachruf auf Guillermo Santos

Quellen:

Aktualisierung am 2. März 2013:

Trauermarsch in Cartagena für Guillermo:

Foto von dryct40@Twitter

Foto von dryct40@Twitter

Schweigeminute:

Foto von dryct40@Twitter

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3 responses to “Tödliche Krise: Selbstmord in Cartagena”

  1. đeя вαeяeиαυfвıиđeя says :

    Reblogged this on đeя Bαeяeиαυfвıиđeя oder Kultur-Soeldner.

  2. đeя вαeяeиαυfвıиđeя says :

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