Feuerwehr gegen Kürzungen

Hunderte Feuerwehrmänner protestierten gestern vor dem Innenministerium in Barcelona gegen Kürzungen. Dabei setzten sie Mittel ein, mit denen sie sich berufsbedingt auskennen: Feuer – auf der Straße wurden ein paar Reifen angezündet – und Löschschaum aus den Schläuchen. Sowohl die Fassade des Innenministeriums als auch die Wache stehenden Mossos D’Esquadra wurden eingeschäumt.

„Das hat der katalanischen Polizei nicht gefallen,“ kommentierte ein Nachrichtenportal.



Weitere Videos davon gibt es bei La Vanguardia (leider nervige Werbung vor dem Video) und e-noticies (insgesamt 3 Videos).

Fotos davon gibt es bei der spanischen Ausgabe der Huffington Post zu sehen (ein paar nackte Hintern sind auch dabei).

Ein Feuerwehrmann wurde von einem Mosso D’Esquadra mit dem Schlagstock an der Hand verletzt und musste ärztlich versorgt werden.

Ein Gewerkschaftssprecher sagte, dass die Ausrüstung immer spärlicher und schlechter werde und es immer weniger Feuerwehrleute gebe, weswegen man bald nicht mehr für die Sicherheit der Bürger garantieren könne. Es wurde angekündigt, die Proteste fortzusetzen, bis das Innenministerium ihrem Anliegen Gehör schenkt und einwilligt, über ihre Forderungen zu verhandeln.

Die Feuerwehr in Spanien hat wirklich Mumm: in Madrid schäumten sie bei einer Demo die Puerta del Sol ein (Februar 2012), in A Coruña hielten sie eine Zwangsräumung auf, weil sie sich weigerten, die Tür zu öffnen für den Gerichtsvollzieher (Februar 2013) und bei einer Demo in Madrid bildeten sie eine Sicherheits-Menschenkette zwischen Teilnehmern und antidisturbios, um Polizeiübergiffe zu verhindern (Februar 2013).

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