Die Kraft der Solidarität

Eine Familie aus Spanien konnte ihre Strom- und Gasrechnung nicht bezahlen und startete einen Spendenaufruf im Internet. Innerhalb nur dreier Tage kam über anonyme Spenden genug Geld zusammen.

Jordi Velasco, Vater zweier Kinder, ist seit Oktober 2011 arbeitslos. Seine Frau ist Hausfrau und hat kein Einkommen. Die Familie lebt von 900 Euro Arbeitslosenhilfe, wovon 560 Euro draufgehen für die Hypothek. Er hatte sich das mit dem Spendenaufruf ausgiebig überlegt: „Was soll ich machen? Mich vom Balkon stürzen? Das wird die Regierung nicht schaffen. Ich schaute meine Kinder an und entschied, es zu versuchen,“ sagte er der Público.

Sein Hilferuf im Wortlaut:

Hallo miteinander, mir wird in Kürze Licht und Gas abgedreht. Ich brauche die Hilfe von 450 Menschen, die je 1 Euro beitragen. Wenn ihr Information wollt, schickt mir eine Privatnachricht. Danke.
– Jordi (@Jordivll), 27. Februar 2013


Nach nur drei Tagen waren bereits 811 Euro Spenden eingegangen, hauptsächlich von Nachbarn aus Torrent, Valencia. Jordi bat auf Twitter, kein weiteres Geld zu schicken. Nicht nur Spender meldeten sich, sondern auch Menschen, die ihm einen Arbeitsstelle vermitteln wollen. Der 39-Jährige ist nun wieder zuversichtlicher und freut sich auf die Vorstellungsgespräche.

Er versicherte, dass, wenn etwas von dem Geld übrig bleibt, er es an andere weitergibt, die es noch dringender brauchen.

Es dauerte nicht lange und er konnte die erlebte Solidarität weitergeben. Er half Sheila Hartmann, einer jungen Mutter mit drei Monate altem Baby, dabei, auch ihren Hilferuf zu verbreiten. Sheila ist arbeitslos, kann ihre Miete nicht bezahlen und in wenigen Wochen droht ihr die Zwangsräumung aus der Wohnung. Mittlerweile hat auch sie Hilfe von vielen Seiten angeboten bekommen.

Sie kündigte an, dass auch bei ihr diese „Kette der Solidarität“ nicht enden wird und dass sie anderen helfen möchte, sofern es ihr möglich ist.

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2 responses to “Die Kraft der Solidarität”

  1. bodenfrost says :

    Ein weiterer Bericht vom 13. April 2013 bei Zoom News.

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  1. Schreib´ es an die Wand! « uhupardo - 17. März 2013

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