Archive | April 2013

… denn die Häuser gehören uns (VII)

562394_149072295264742_767369791_nIn Málaga haben 8 alleinerziehende Mütter zusammen mit ihren 9 Kindern ein Haus besetzt, das seit seiner Fertigstellung 2005 leer stand. Getauft wurde das Wohnprojekt auf den Namen Corrala las luchadoras, Corrala der Kämpferinnen. Es gibt zwar im Moment weder Küche noch fließendes Wasser, aber die Bewohnerinnen versuchen das heruntergekommene Gebäude mit vereinten Kräften so gut es geht herzurichten und wohnlich zu machen. Bis dahin kochen und duschen sie bei Freunden und Verwandten.
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ein Anfang

Ein Mitstreiter gegen S21 braucht nach einem Unglücksfall Hilfe.

krausbrandmeister

Durch ein Feuer in der Wohnung von @drkrausmeister hat er sein ganzes Hab & Gut verloren und konnte wortwörtlich nur noch seine heile Haut retten (besitztum nach dem Brand: hose. zwei verschiedene socken. ein paar alte schuhe. ein polohemd. und 30 cent – via @dankeolga)

Wir sind ein paar Freunde von @drkrausmeister auf Twitter und im Real Life , die mit diesem Blog Spenden an ihn organisieren und gleichzeitig schauen wollen, dass er die Dinge erhält, die er benötigt  (sonst schwimmt der gute mann am ende in 384 handtüchern und hat nix zu essen – via @stoltenberg)

Der Blog ist erst noch im Aufbau (geplant war das nicht!) und daher  noch unvollendet

Morgen mehr zu Kontaktmöglichkeit und wie man die Spenden an unseren Mann in Stuttgart bringen….

(er verbringt heute Nacht bei guten Freunden)

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Job-Center-Mitarbeiterin politisch unerwünscht – entlassen

uhupardo

hannem1

In aller Kürze, denn das Netz ist sowieso glücklicherweise sowieso voll davon: Inge Hannemann, Job-Center-Mitarbeiterin, setzt sich für die Rechte von Erwerbslosen ein, schreibt einen viel beachteten Eintrag in Ihrem Blog: Klick

Daraufhin am heutigen Morgen:
„Inge Hannemann wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Ihren Schlüssel musste sie sofort abgeben und sie darf ein Jobcenter nicht mehr betreten.“

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Sollen sie doch Fahrräder essen

Die andalusische Regierung erlässt ein Gesetz, dass Kindern drei Mahlzeiten am Tag zusichert (RTVE). Seit Monaten warnen Direktoren, dass für manche Kinder das warme Mittagessen in der Schule die einzig vernünftige Mahlzeit am Tag sei (El País). 6 von 100 andalusischen Kindern gelten als sehr arm.

Wer meint, dass doch jeder Mensch auf Erden einem Kind von Herzen gönnt, sich satt zu essen, sieht sich leider enttäuscht.

Ernesto Sáenz de Buruaga äußerte sich gestern auf Twitter äußerst geringschätzig über diese Maßnahme:

Eine weiterer Geistesblitz in Andalusien. Drei Mahlzeiten täglich für Kinder per Gesetzeserlass. Warum nicht gleich noch ein Fahrrad?
(Otra ocurrencia Andalucía.los niños por decreto tres comidas al día. Y por que no una bicicleta)
– Sáenz de Buruaga (@buruagacope), 18. April 2013, 21:22

Der feine Herr, der Kindern keine drei Mahlzeiten am Tag gönnt, arbeitet übrigens bei COPE, laut der englischen Wikipedia „an acronym for Cadena de Ondas Populares Españolas („People’s Radiowaves of Spain Network“), a private, right wing, commercial, Spanish radio network owned by a series of institutions within the Spanish Catholic Church.“ Christliche Nächstenliebe vom Allerfeinsten…

Mit „ein weiterer Geistesblitz“ spielte Buruaga auf ein Gesetz an, dass kürzlich von der andalusischen Regierung erlassen wurde und das die vorübergehende Enteignung von Häusern erlaubt, wenn dadurch Zwangsräumungen verhindert werden (im Detail nachzulesen bei Uhupardo).

Nach dem Shitstorm, der ihm gestern völlig zu Recht um die Ohren flog – sein unerträglicher Zynismus verbreitete sich in Windeseile und wurde entsprechend oft kommentiert – machte er heute einen Rückzieher und sagte, dass sei doch nur Ironie gewesen. Ironie im Zusammenhang mit hungrigen, armen Kindern? Selten so gelacht.

P.S.: Ihr goldenes Herz für Bedürftige hatte die spanische katholische Kirche bereits letztes Jahr unter Beweis gestellt: Als Opfer von Zwangsräumungen friedlich die Almudena-Kathedrale in Madrid besetzten, um auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam zu machen, ließ sie der Erzbischof durch die Polizei aus der Kirche werfen (Artikel bei Bodenfrost, Juli 2012).

PAH besetzt im Handstreich 40 Wohnungen in Barcelona

Die PAH zeigt wieder mal, wie’s gemacht wird: Direkte Aktion.

uhupardo

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„Wir haben gar keine andere Wahl. Entweder besetzen wir solche Wohnungen oder 40 Familien schlafen auf der Strasse, verdammt nochmal!“, erklärt ein Sprecher der Plattform für Hypotehekengeschädigte (PAH).  Der Bank Caixa Penedès, zugehörig zur Gruppe Banco Mare Nostrum, gehören die 40 Wohnungen in Sabadell (Barcelona), die sie heute im Handstreich besetzt haben.  Alle diese Behausungen hatten seit ihrer Fertigstellung leer gestanden.  Banco Mare Nostrum war mit mehr als einer Milliarde Steuergelder „gerettet“ worden.

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Weltweite Proteste der Jugend ohne Zukunft

thump_2017339iata-copiaIn 33 Städten rund um den Erdball protestierte gestern die spanische juventud sin futuro (Jugend ohne Zukunft) gegen ihr Zwangs-Exil. Ihnen bleibe nur die Wahl zwischen Arbeitslosigkeit oder prekärer Beschäftigung im eigenen Land oder Auswandern. Die Veranstaltungen, sie sich über den ganzen Sonntag erstreckten, standen unter dem Motto „no nos vamos, nos echan“ (wir gehen nicht [freiwillig], sie jagen uns fort). Viele Demonstranten hatten Rollkoffer dabei, Sinnbild des unfreiwilligen Exils.

Bei der Abschlusskundgebung in Madrid forderte ein Sprecher die Versammelten auf, sich auch an den Escraches zu beteiligen. Die Escraches sind eine neue Aktionsform in Spanien, mittels derer versucht wird, Druck auf die Regierung auszuüben, damit diese endlich ein Gesetz gegen Zwangsräumung verabschiedet (einen ausführlichen und lesenswerten Artikel zu diesem Thema gibt es bei Uhupardo).

Foto von Laskem@Twitter

Foto von Laskem@Twitter

Die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien beträgt 57 %. Laut Público haben 85 % nur einen zeitlich befristeten Arbeitsvertrag. 400.000 junge Spanierinnen und Spanier haben bereits seit Beginn der Krise ihre Koffer gepackt, um im Ausland Arbeit zu suchen. Im Durchschnitt verlassen 1.500 Jugendliche pro Woche das Land.

Die juventud sin futuro war im April 2011 entstanden, um auf die aussichtslose Lage der spanischen Jugend aufmerksam zu machen. Sie wurden zu einer der Keimzellen von 15M, der Bewegung 15. Mai, die mit ihren großen Zeltlagern nach dem Vorbild des Tahrir-Platzes vor zwei Jahren weltweit Aufsehen erregte.

Im April 2011 demonstrierten die Jugend ohne Zukunft unter dem Motto „sin casa, sin curro, sin pensión, sin miedo“ (ohne eigenes Zuhause, ohne Job, ohne Unterstützung, ohne Angst), ein Motto, das nicht an Aktualität eingebüßt hat: In den vergangenen zwei Jahren hat sich für sie nichts zum Guten gewandelt und sie haben allen Grund, weiter zu mobilisieren und auf die Straße zu gehen.

Fotos von gestern, aus aller Welt:
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Otro desahucio en Berlín

Foto de Telegehirn@twitpic

Foto de Telegehirn@twitpic

A pesar de la resistencia de aproximadamente 70 manifestantes, ayer tuvo lugar otro desahucio en Berlín. Unos 100 policías desalojaron la sentada frente al edificio, para dar paso a la alguacil y el cerrajero. La concentración había sido convocada por Zwangsräumung verhindern (Evitemos los Desahucios), una plataforma que lucha contra los desahucios en la capital alemana.

Aquí tenéis un vídeo del desahucio. No viene subtitulado en español, aun así supongo que se entiende bastante bien la indignación y la rabia de los manifestantes al ver que la policía estaba dispuesta a imponer el desahucio a la fuerza:


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