Archive | September 2013

Europäischer Bürgerpreis 2013 für die PAH

Ada Colau nimmt den Preis entgegen Bild von auraruano@Twitter

Ada Colau nimmt den Preis entgegen
Foto von auraruano@Twitter

Gestern bekam die spanische Plattform für Hypothekenopfer (PAH, Plataforma de afectados por la hipoteca) für ihren „Einsatz bei der Verteidigung der Menschenrechte“ im Sitz des Europäischen Parlaments in Madrid den Europäischen Bürgerpreis 2013 verliehen. Das Europäischen Parlament verleiht diesen Preis seit 2008 für „außergewöhnliche Leistungen“ und die „praktische Anwendung der Werte der EU-Grundrechtscharta (Gastfreundschaft, Toleranz, Solidarität).“ (Quelle: europarl.europa.eu)

Sprecherin Ada Colau, die gemeinsam mit Marta Afuera den Preis entgegennahm, bedankte sich dafür, dass das Engagement der PAH gewürdigt wird, mahnte aber, dass das Drama der Zwangsräumungen unvermindert fortgehe und dass ein Ende der Zwangsräumungen der wahre Preis gewesen wäre. „Wir wollen keine Auszeichnungen, wir wollen, dass endlich was getan wird“, betonte sie. Auf die Zukunft der PAH angesprochen antwortete sie: „Alle sollen es mitbekommen. Wir haben keine Angst und wir werden angesichts der Menschenrechtsverletzungen weiterhin ungehorsam sein.“


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#5AnarquistasBCN wieder frei

Nach über 120 Tagen in Untersuchungshaft wurden heute endlich die #5AnarquistasBCN (5 Anarchist*innen aus Barcelona) unter Auflagen freigelassen. Yolanda, Silvia, Juan, José Carlos und Xabier müssen von nun an regelmäßig einmal pro Woche vor Gericht erscheinen, dürfen Spanien nicht verlassen und müssen unter einer Telefonnummer dauerhaft erreichbar sein, erklärte Manuel Galera, der Anwalt von Xabier.

Foto von xxx

„Willkommen zuhause, 5 aus Barcelona“
Foto von ALlibertariaUAB@Twitter

Yolanda, Silvia, Juan, José Carlos und Xabier waren bei einer groß angelegten Polizeiaktion am 15. Mai diesen Jahres in Katalonien verhaftet worden (siehe Bodenfrost-Artikel vom 18. Mai). Ihnen wurde die Mitgliedschaft in einer bewaffneten Vereinigung vorgeworfen. Als Beweismittel dienten neben einigen Facebook-Kommentaren Böller, Nietenarmbänder und „anarchistische Propaganda“, die bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmt wurden (siehe Bodenfrost-Artikel vom 22. Juni).

Die 5 Gefangenen verbrachten ihre Untersuchungshaft unter den verschärften Bedingungen FIES-3, isoliert voneinander, verteilt auf 5 verschiedene Gefängnisse in Spanien.

Jaume Asens, einer der Anwälte, bedankte sich auf Twitter bei den Unterstützern, die sich für die 5 eingesetzt haben:

https://twitter.com/Jaumeasens/status/379555258906984448

(Übersetzung: Danke euch allen für euren Druck und eure Solidarität. Ohne euch wäre es nicht möglich gewesen. #Freiheit für die 5 aus Barcelona)