Botschaft aus Gamonal: Ende des Gehorsams

findeobedienciaWelche Lehre kann gezogen werden aus dem erfolgreichen Widerstand gegen das Straßenbauprojekt in Gamonal/Burgos? Über ihren Twitter-Acount Gamonal en lucha verbreitete die basisdemokratisch organisierte Nachbarschaftsversammlung aus Burgos vor wenigen Tagen ihr Fazit und ihre Botschaft für die Zukunft:

Übersetzung:

Ende des Gehorsams

Ihr musstet uns verprügeln, Gummigeschosse auf uns abfeuern. Ihr musstet uns festnehmen, einsperren und isolieren. Ihr musstet uns mit neuen Gesetzen drohen und uns sagen, dass wir „Terroristen“ sind. Das und noch mehr musstet ihr uns antun, um uns zu brechen. Aber trotz alledem habt ihr es nicht geschafft.

Am 10. Januar entfachten wir einen Scheiterhaufen aus all euren Drohungen, aus all euren Befehlen, aus all euren Erpressungen. Wir waren keine Gruppe, wir waren weder 20, noch 50, wir waren sehr viel mehr. Wir waren diejenigen, auf denen ihr Tag für Tag herumtrampelt, weil ihr glaubt, dass sie sich nicht wehren werden. Wir sind diejenigen, die ihr in einem prekären Leben ausbeutet. Diejenigen, die ihr nach Hause schickt, wenn es euch in den Kram passt oder denen ihr das Haus wegnehmt, wenn sie es nicht mehr bezahlen können. Diejenigen, die ihr wie Rohstoffe regiert, als Nummern in euren Statistiken. An diesen Tagen im Januar gehorchten wir euch nicht und plötzlich fing alles an, zusammenzubrechen. Jetzt sind wir uns unserer Kraft bewusst. Wir fühlen, wie eure Welt zusammenbricht und wir werden euch nicht helfen, sie wieder aufzurichten. Wir ziehen es vor, unsere eigene aufzubauen.

Ende des Gehorsams

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  1. Der #Gamonal-Effekt | Bodenfrost - 1. Februar 2014

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