Gute Taten vom Schreibtisch aus

Die Ohnmacht, Ungerechtigkeit zu erkennen und nichts dagegen tun zu können, kann sich lähmend und zermürbend anfühlen. Glücklicherweise lässt sich etwas dagegen unternehmen: aktiv werden. Das ist nicht so schwer oder gar unmöglich, wie es zuweilen scheint. Hier drei Beispiele um sich für eine gute Sache einzusetzen, wenn man auch nur ein halbes Stündchen seiner Zeit oder ein paar Euro erübrigen kann.

Neuaufbau des Sozialzentrums Can Vies in Barcelona

Die Stadtverwaltung von Barcelona ließ im Mai das selbstverwaltete Sozialzentrum Can Vies gewaltsam räumen und teilweise abreißen. Die Leute von Can Vies wollen es gemeinsam mit Unterstützern und Anwohnern des Stadtteils neu aufbauen (siehe Bericht auf Bodenfrost). Das nötige Geld versuchen sie per Crowdfunding zusammenzubekommen. Angepeilt sind 70.000 €, wovon 40.000 € für den Neuaufbau vorgesehen sind und 30.000 € für die Unterstützung derjenigen, die wegen ihrer Teilnahme an den Protesten gegen die Räumung von Can Vies in die Mühlen der Justiz geraten sind.

Link: Crowdfunding-Seite Verkami (Informationen auch auf englisch)
Twitter-Hashtag: #RefemCanVies (bauen wir Can Vies neu auf)

Petition für die Begnadigung zweier Streikposten in Granada

Bqgeu-rIEAAUHr8In Granada wurden Carlos und Carmen zu je 3 Jahren Haft und je 3655 € Strafe verurteilt wegen ihrer Teilnahme an einem informativen Streikposten beim Generalstreik 2012 (siehe Bericht auf Bodenfrost). Der letzte Antrag auf Berufung wurde abgelehnt, damit bleibt nur noch ein Begnadigungsgesuch, um den beiden die Haftstrafe zu ersparen. Momentan werden Unterschriften gesammelt, um dieser Forderung nach Begnadigung Nachdruck zu verleihen.

Link: Petition auf Change.org
Twitter-Hashtags: #LibertadCarlosyCarmen (Freiheit für Carlos und Carmen) | #IndultoCarlosyCarmen (Begnadigung von Carlos und Carmen).

Unterstützungspost für einen inhaftierten Anti-Faschisten
Bereits seit Januar befindet sich Josef in Österreich in Untersuchungshaft weil er bei einer Demo in Wien dabei war:

Am 24. Januar 2014 hatte er an den Protesten gegen den Wiener Akademikerball, ehemals Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), teilgenommen. Dabei handelt es sich um ein jährlich stattfindendes Vernetzungstreffen von Vertreter_innen rechtspopulistischer bis rechtsextremer Parteien, schlagenden Burschenschaftlern und Holocaustleugner_innen aus ganz Europa. (…)
Josef wurde nach Beendigung der Demonstration festgenommen und anders als die weiteren 13 Gewahrsam in Genommenen nicht in derselben Nacht freigelassen. Seitdem fanden mehrere Haftprüfungen statt, bei denen die Haft unter Zuhilfenahme obskurer Gründe immer wieder verlängert wurde.
Quelle: Soli2401.blogsport.eu

Josef freut sich bestimmt über Post, die ihn aufmuntert, aus dem tristen Knast-Alltag reißt, ihm zeigt, dass er nicht allein ist und nicht vergessen wurde.

Link: auf der Seite 2401.blogsport.eu werden Kontaktmöglichkeiten genannt. Es wird auch auf Richtlinien für Post an Gefangene verlinkt, damit man weiß, was man schreiben kann und was besser nicht.
Twitter-Hashtag: #FreeJosef

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  1. STADT-FÜR-ALLE-NACHRICHTEN (06/07 2014) | "Recht auf Stadt" - 18. Juli 2014

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