Archive | Januar 2015

Gegen ihre Repression unsere Solidarität

„Gegen ihre Repression – unsere Solidarität“: Unter diesem Motto wurde vor zwei Monaten eine Kampagne ins Leben gerufen, um Spendengelder zu sammeln, damit Aktivisten, die eine Zwangsräumung in A Coruña (Spanien) aufgehalten hatten, ihre Bußgelder bezahlen können. Am bekanntesten wurde sicherlich der Fall des Feuerwehrmanns Roberto Rivas, der sich damals, Februar 2013, weigerte, die Kette zu der Wohnung durchzuschneiden und so verhinderte, dass die 85-jährige Aurelia an diesem Tag auf die Straße gesetzt wird1.

Roberto Rivas wurde zu einer Disziplinarstrafe von 600 € verurteilt, weil er durch sein Verhalten angeblich die öffentliche Ordnung gestört habe2. Er hatte nach der Weigerung, die Kette durchzuschneiden, ein Plakat mit der Aufschrift „Stop desahucios“ (Schluss mit Zwangsräumungen) hochgehalten3.

Auf ihrem Blog bedankt sich Stop Desahucios A Coruña, eine Aktionsgruppe gegen Zwangsräumungen, für die Hilfsbereitschaft und berichtet, dass bereits 6000 Euro zusammen gekommen sind, mit denen die Opfer von Repression ihre Unkosten begleichen können. Angepeilt sind 7000 Euro.

Stop Desahucios A Coruña betonen in dem Blog-Text, wie dankbar sie sind und wie wichtig diese Hilfe ist, „um so mehr in Zeiten, in denen sie uns mit Knebel-Gesetz und Repression versuchen, von der Straße zu vertreiben“. Sie sind überzeugt „dass es die Angelegenheit aller ist, die Gesellschaft zum Besseren hin zu verändern und dass dieses Ziel erreicht werden kann, wenn alle zusammen halten“.

Die Konto-Nummer und Bank-Verbindung der Kampagne ist auf dem Bild zu sehen, sie wird auch am Ende des folgenden Videos eingeblendet, in dem Roberto Rivas von der verhinderten Zwangsräumung und der anschließenden Repression berichtet und die Spenden-Kampagne einläutet (auf galicisch):