Repression wegen Puppentheater und Riesen-Vagina

In Madrid wurden während laufender Vorführung zwei Puppenspieler verhaftet, weil ihr satirische Theater-Stück gegen Repression eine „Verherrlichung des Terrorismus“ dargestellt habe. Die beiden wurden in Untersuchungshaft gesteckt und wurden erst eine Woche später wieder freigelassen, nachdem es tagelang Solidaritätskundgebungen in vielen Städten in Spanien gegeben hatte. Die Anklage bleibt jedoch weiterhin bestehen. Die beiden Puppenspieler (einer davon Mitglied der CNT) dürfen das Land nicht verlassen und müssen sich jeden Tag melden. Als Begründung für die Aufhebung der Untersuchungshaft nannte die Staatsanwaltschaft, dass mittlerweile weder die Gefahr einer Flucht bestünde, noch einer Wiederholung der Tat, da alle Theater-Requisiten beschlagnahmt worden seien.
Bei Telepolis gab es einen deutschsprachigen Bericht dazu.

Das Theater-Stück...

Das Theater-Stück…

... und einige der Solidaritäts-Demos

… und einige der Solidaritäts-Demos


In Sevilla wurden drei Frauen wurden wegen Gotteslästerung angeklagt, weil sie letztes Jahr bei einer feministischen Demo eine gigantische Vagina-Attrappe mit sich geführt haben sollen. Eben diese „Santisimo Coño Insumiso“ (Allerheiligste Unbeugsame Möse) erinnere an die Marien-Statuen, die bei katholischen Prozessionen durch die Straßen getragen werden. Geklagt hatte der Spanische Verband Katholischer Anwälte.
Kurz-Bericht bei Queer.de und ein etwas längerer bei Heute.At.

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