Anarchistischer Monatsrückblick: September 2017

Rückblick auf die zurückliegenden vier Wochen aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Die zurückliegenden vier Wochen:

In Freiburg demonstrierten hunderte Menschen gegen das Verbot von Linksunten. Bei der Kundgebung gab es auch einen Redebeitrag der FAU Freiburg und ein Grußwort von Thomas-Meyer-Falk aus der Freiburger JVA. Berichte, Audiobeiträge und Fotos: [Nigra | Radio Dreyeckland | Indymedia | Perspektive Online]

Die Schwarz-Roten Bergsteiger, eine AG der FAU Dresden, erklärte ebenfalls ihre Solidarität mit Linksunten mittels eines Transparents. [SRB_FAU/Twitter]

Der Libertäre Podcast vom Anarchistischen Radio Berlin ist erschienen, ein ernster und satirischer Blick auf Ereignisse des letzten Monats aus libertärer Perspektive. Wie jeden Monat außerst hörens- und empfehlenswerte 60 Minuten. [ARadio Berlin]

Die Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) brachte die neue Ausgabe ihrer Zeitschrift heraus. Die Gaidao 81 erschien eine Woche verspätet, „aus Mangel an einer Layout-Person“. Download oder Bestellung der Gaidao: [FdA-IFA]

Anarchist Black Cross Jena hat sich „Abschließende Gedanken zur Siegerjustiz-Debatte um und mit der Roten Hilfe“ gemacht. Darin setzen sie sich mit der DDR-Verherrlichung in einer Ausgabe der Zeitschrift der Roten Hilfe auseinander. Zwei Auszüge aus dem Text von ABC Jena:

Erstens werden wir ohne Rücksicht jedes unterdrückerische Regime kritisieren, egal ob Deutsches Reich, DDR, BRD und was sonst noch kommmen mag. Zweitens müssen wir gerade dann, wenn die Rechten ihre antikommunistische Leier anwerfen, eine eigene Kritik am Staatskommunismus formulieren, damit endlich mal klar wird, dass wir die DDR nicht verteidigen, sondern für Alternativen kämpfen. (…)
Wir sind also dafür, eine eigene anarchistische Antirepressionsorganisation aufzubauen, wie das seit 2015 mit dem Anarchist Black Cross in Deutschland (wieder) läuft.
Der vollständige Text: [Contrainfo]

Das Anarchist Black Cross Wien hat eine neue Ausgabe seines Newsletters herausgebracht. Die Nr. 27 kann bei [ABC Wien] als PDF heruntergeladen werden.

Das Für Lau Haus foppte abermals die Polizei mit einer fingierten Hausbesetzung in München. Als die Cops anrückten, war das Gebäude bereits verlassen. Eine „Aktionserklärung zur Besetzung der ehemaligen ‚Meinburk'“: [Für Lau Haus]. Das Für Lau Haus – laut Selbstbeschreibung „ein wandelnder Umsonstladen für die Region München“ – wurde interviewt von der [taz].
Berichte über die Besetzung: [Süddeutsche Zeitung | BR | tz]

Das süddeutsche anarchistische Camp AMS (ehemals: Action, Mond und Sterne) erklärt auf seiner Webseite, dass sie Unterstützung brauchen:

Aufgrund des schlechten Wetters konnten/wollten leider nicht so viele Leute das AMS besuchen, weshalb eine rießige Lücke von 6.000 – 8.000 € in unserm Finanztopf entstanden ist. Wenn wir es nicht schaffen hier noch ein bisschen Geld aufzutreiben, können wir leider ein AMS 2018 nicht garantieren, obwohl wir doch so gerne wieder in so vielen Punkten eskalieren wollen.
Also, wenn ihr Euch auch über ein nächstes AMS freuen würdet, dann checkt doch mal Euern Kontostand, holt den Tangenerator raus und überweist uns ein paar Gröten.
Die Spenden gehen an:
Förderverein Kulturwerkstatt Simmersfeld e.V.
IBAN: DE61 6426 1853 0075 6830 08
BIC: GENODES1PGW
VERWENDUNGSZWECK: Spende AMS + Eure Anschrift
Vielen, vielen dank Euch allen für die Unterstützung!
(Quelle: [AMSCamp])

Seit dem 1. August 2017 ist argentinische Anarchist Santiago Maldonado verschwunden. Santiago hatte Proteste von Indigenen unterstützt. Bei einer brutalen Räumung dieser Proteste durch die Polizei wurde er zum letzten Mal gesehen. Die Freie Arbeiter*innen Union (FAU) unterstützt „die Forderung nach dem sofortigen Auftauchen Santiago Maldonados – und zwar lebend! Zudem schließen wir uns der Forderung nach dem Ende der Gewalt und der Repression gegen die Mapuche-Gemeinden und der sofortigen Freilassung aller inhaftierter Aktivist*innen an.“ Die vollständige Mitteilung auf der Seite der [FAU].

Auf ihrer Webseite veröffentlichte die [FAU] die Übersetzung eines Kommuniqués der Regionalföderation Katalonien und Balearische Inseln der CNT. Es handelt sich dabei um eine „Erklärung der CNT zum Konflikt um die Unabhängigkeit Kataloniens“.
Die CGT Katalonien hat für den 3. Oktober zu einem Generalstreik ebendort aufgerufen [CGT (katalanisch) | CGT/Twitter (katalanisch)]. Die CNT hat angekündigt, diesen Generalstreik ebenfalls zu unterstützen [CNT (spanisch/katalanisch) | Solidaridad Obrera (katalanisch) | CNT (spanisch)].
[LabourNet] berichtet ebenfalls über den Aufruf zum Generalstreik.

Über die Anarchistische Föderation Gran Canaria (Federación Anarquista Gran Canaria, FAGC) gab es einen ausführlichen Bericht in der Zeitung [Directa (katalanisch)]. Zwischen 2012 und 2017 hat die FAGC 500 Zwangsräumungen verhindert, 400 leerstehende Gebäude enteignet und dort 1000 Menschen neu untergebracht.
Ein Text von Ruymán Rodríguez, Sprecher der FAGC, wurde ins englische übersetzt: [Autonomies (englisch)]. In dem Text legt Ruymán seine Vorstellung von praxisorientiertem Nachbarschafts-Anarchismus dar.

In Belarus wurden zwei Anarchisten festgenommen. Vorgeworfen wird ihnen Brandstiftung an einem Werbeplakat [Insurrection News Worldwide | VK (beide: englisch)].
Ein Video der Aktion, an der ihnen Beteiligung vorgeworfen wird: [Youtube]
In der Ukraine gab es eine Solidaritäts-Aktion für Dimitry Polienko und Kirill Alekseev vor der Botschaft von Belarus: [Insurrection News Worldwide (englisch)].

Vor dem Konsulat von Myanmar in Kalkutta, Indien, demonstrierten Anarchisten gegen die Verfolgung der Rohingya-Minderheit in Myanmar. Kurzer Bericht und zahlreiche Fotos: [Insurrection News worldwide (englisch)].

Das [Untergrund Blättle] aus der Schweiz widmet einen Beitrag der immer heftiger werdenden Repression gegen Anarchisten in Griechenland.

Am Jahrestag der Ermordung des Rappers Pavlos „Killah P.“ Fyssas durch ein Mitglied der Nazipartei Goldene Morgenröte gab es direkte Aktionen in Form von Farbe und Feuer gegen deren Büros in Griechenland. Fotos/Videos aus Perama: [Souidos/Twitter | th1an1/Twitter] – Athen: [Souidos/Twitter | Savvas Karma/Twitter]
Bei der Antifa-Demo in Athen wurden 8 Personen festgenommen [Amna.gr | Reuters (alle: englisch)]

Aus dem Knast in Griechenland schrieb der anarchistische Gefangene Panagiotis Z. einen Brief. Darin beschreibt er die Umstände seiner Festnahme [Insurrection News Worldwide (englisch)]

Die Anarchistische Föderation Griechenland hat eine Mitteilung veröffentlicht zu Heather Heyer, die vor einem Monat bei einem Protest gegen eine rassistische Demo in Charlottesville ermordet wurde, und den stärker werdenden antifaschistischen antikapitalistischen Widerstand in den USA [Anarchist Federation.gr (englisch)]

Die Anarchistische Buchmesse in Houston wurde von 30 Nazis angegriffen, die „Blut und Boden“ riefen. Die Angreifer gehören zu Vanguard America, die Nazi-Gruppe, mit der der Mörder von Heather Heyer kurz vor der Tat in Charlottesville fotografiert wurde. Mittlerweile hat die Gruppe sich umbenannt in Patriot Front [Kit O’Connell/Twitter | Black Rose Federation/Twitter | It’s Going Down/Twitter (alle: englisch)].

Bei It’s Going Down gibt es einen Bericht zu lesen über selbstorganisierte linke und anarchistische Hilfsorganisationen, die auch jetzt wieder bei den Überschwemmungen in Houston Hand angelegt haben [It’s Going Down (englisch)].
Auch in Puerto Rico und Florida leisten Anarchisten nach dem Hurrikan aktive Hilfe [It’s Going Down englisch)].

Einen Brief von dem anarchistischen Gefangenen Dane Powell gibt es bei [It’s Going Down (englisch)]. Festgenommen wurde er wegen der Proteste gegen die Amtseinführung von Donald Trump am 20 (J20). Januar diesen Jahres. Solidaritätspost kann geschickt werden an:
Dane Powell
BOP Register number 82015007
Federal Correctional Institution – Low PO Box 1031
Colman, Florida 33521

In der Türkei wurden Nergis Şen, Rıfat Güven und Zeynel Çuhadar zu je 6 Monaten Knast verurteilt. Die drei waren im April 2016 festgenommen worden, als sie die Ausgabe 33 der anarchistischen Zeitung Meydan verteilten [Meydan Gazetesi/Facebook (türkisch, englisch und spanisch) | Freedom (englisch) | Insurrection News Worldwide (englisch)].

Freispruch für 5 Anarchisten, die in Prag im Rahmen der Operation Fenix angeklagt waren. Die Staatsanwaltschaft legte jedoch Einspruch ein gegen die Entscheidung des Gerichts. Die Angelegenheit ist also noch nicht ausgestanden. Hintergrundinformationen zu der Repression gegen Anarchisten in Tschechien: [ARadio Berlin/Twitter | Kapturak/Twitter | Audio-Beitrag: ARadio Berlin (1) (englisch) | Audio-Beitrag: ARadio Berlin (2) (englisch) | Insurrection News Worldwide (englisch)].

Historische Jahrestage:

Am 1. September 1936 wird der Arzt und Anarcho-Naturalist Isaac Puente in Spanien von Faschisten erschossen. Geboren wurde er 1896. Er veröffentlichte unter Pseudonym medizinische Aufklärungs-Artikel zu Themen wie Empfängnisverhütung, Sexualität und Hygiene. 1931 schlug er eine Federación Nacional de Sanidad, eine spanienweite Gesundheitsföderation, innerhalb der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft CNT vor, was letztlich auch umgesetzt wurde. Isaac Puente war nicht nur Mitglied der CNT, sondern auch der FAI (Federación Anarquista Ibérica, Iberische Anarchistische Föderation). Bekannt wurde auch seine Schrift zum libertären Kommunismus. Eine Übersetzung dieses Textes bei [Libcom (englisch)] als PDF. Informationen zur Person und seinem Leben und Wirken: [Wikipedia (englisch)| Vitoria CNT (spanisch)].

Am 9. September 1828 wird Leo Tolstoi geboren. Der russische Schriftsteller wurde durch seine Romane wie „Krieg und Frieden“ weltberühmt. Weniger bekannt sind seine politischen Texte, die auch den Anarchismus beeinflussten. Tolstoi stützte seine Vorstellungen einer gewalt- und herrschaftsfreien Ordnung dabei auf die Bibel (und hier vor allem auf die Bergpredigt). Noch heute beziehen sich viele Anarchopazifisten auf seine staatskritischen Schriften. Neben dem Staat wendete sich Leo Tolstoi auch gegen den Kapitalismus, soziale Ungerechtigkeiten, Militarismus, die zaristische Tyrannei und gegen jede Regierung. [Anarchismus.at | Wikipedia]

Am 10. September 1898 ersticht der Anarchist Luigi Lucheni die österreichische Kaiserin mit einer Feile. Nach dem Attentat wird Luigi Lucheni von Passanten festgenommen und der Polizei übergeben. Bei seiner ersten Vernehmung bekennt er sich stolz zu seiner Tat. Als der Tod Elisabeths gemeldet wird, ruft er triumphierend: „Es lebe die Anarchie! Es leben die Anarchisten!“
Sein Motiv war Rache für die blutige Niederschlagung eines Arbeiteraufstands in Mailand durch den italienischen König. Es fehlte Luigi Lucheni jedoch an Geld für eine Reise nach Italien.
Luigi Lucheni wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Die offizielle Version, dass er sich in Haft das Leben nahm, wurde angezweifelt. [Wikipedia].

Am 17. September 2011 wird der Zuccotti Park in New York besetzt. Es ist die Geburtsstunde der Bewegung, die als Occupy Wall Street bekannt werden sollte. Inspiration war die Besetzung des Tahrir-Platzes in Ägypten und die Platzbesetzungen in Spanien durch die Bewegung der „indignados“, der Empörten, Anfang des Jahres. Wenn auch Occupy Wall Street (OWS) keine explizit anarchistische Bewegung war, fanden sich doch dort anarchistische Prinzipien umgesetzt: Die horizontale, hierarchiefreie Organisierung bei basisdemokratischen Abstimmungen, das Konsens-Prinzip, die Ablehnung von Forderungen an den Staat und stattdessen direkte Aktionen, eine antikapitalistische Grundhaltung. Unter den Aktiven waren auch Anarchisten:

David Graeber, dem die Urheberschaft an dem Slogan „We are the 99 %“ zugeschrieben wird. Interviews mit David Graeber, in denen er über OWS spricht: [Spiegel | Al Jazeera (englisch)]
Mark Bray, ein Historiker und Autor, war ebenfalls aktiv mit dabei. Seine Erfahrungen und Eindrücke verarbeitete er in dem Buch: „Translating Anarchy: The Anarchism of Occupy Wall Street“.
Robert Grodt, der 2017 bei der Befreiung von Raqqa vom Islamischen Staat (IS) fiel, war Demo-Sanitäter bei OWS.
Crime Thinc äußerte wandte sich an die neue Bewegung kurz nach deren Entstehen: „Dear Occupiers: A Letter from Anarchists“ [Crimethinc (englisch)]. Später bezogen sie sich in einem weiteren Text auf OWS: „Eight Simple Steps towards Revolution“ [Crimethinc (englisch)].

Dem Thema Anarchismus in der Occupy-Bewegung ist ein Artikel gewidmet bei [Wikipedia (englisch)]

Occupy Wall Street und die Park- und Platzbesetzungen breiteten sich in den nachfolgenden Wochen auf viele weitere Städte in den USA aus. Polizeigewalt und Repression begleitete die Bewegung praktisch von Anfang an. Schließlich wurden die Protestcamps alle gewaltsam geräumt. Aus der OWS-Bewegung gingen Ableger hervor wie beispielsweise Occupy Sandy und Occupy Our Homes. Bei Occupy Sandy organisierten sich ehemalige Aktivisten und andere Freiwillige, um Menschen zu helfen, die von dem gleichnamigen Sturm an der Ostküste betroffen waren. Informationen: [Kontext TV | Wikipedia (englisch)]
Occupy Our Homes war eine Organisation, die versuchte, die Zwangsräumungen von Familien zu verhindern, denen aufgrund von finanziellen Notlagen drohte, dass sie ihr Dach über dem Kopf verlieren [Wikipedia (englisch)].

Am 18. September 1974 stirbt die chilenische Anarchistin und Lehrerin Flora Sanhueza Rebollado.
Geboren wurde sie 1911. 1935 ging sie nach Spanien, um sich der sozialen Bewegung dort anzuschließen. Während des Bürgerkriegs 1936 bis 1939 beteiligte sie sich an der sozialen Revolution und heuerte als Milizionärin bei der Kolonne Durruti an, um den Faschismus zu bekämpfen. Nach dem Sieg der spanischen Faschisten floh sie nach Frankreich, wurde dort aber von Nazis gefangen genommen und bis 1942 in einem Lager eingesperrt.
Wieder frei, kehrte sie nach Chile zurück und gründete in Iquique 1947 das libertäre Zentrum Luisa Michel, benannt nach der französischen Anarchistin. Dieses Zentrum diente – quasi im Verborgenen, aufgrund politischer Verfolgungen – als Ort der kulturellen Weiterbildung für Netzweberinnen.
1953 wurde daraus eine Schule, die sich an den Grundsätzen des antiautoritären Pädagogen Francisco Ferrer ausrichtete. Diese Escuela Libertaria Luisa Michel (Libertäre Schule), wie sie nun genannt wurde, unterrichtete 70 Schüler, die Kinder von Arbeiterinnen. 1957 hörte die Schule auf zu funktionieren.
Nach dem Staatsstreich 1973 wurde Flora Sanhueza festgenommen, gefoltert und vergewaltigt. Danach wurde sie unter Hausarrest gestellt. Schließlich starb sie an den Folgen der Folterungen, die sie erlitten hatte. [Periódico Solidaridad | El Amanecer | Wikipedia (alle: spanisch)]

Am 20. September 1895 erscheint in Boston die erste Ausgabe der anarcho-kommunistischen Zeitung The Rebel. Alle 6 Ausgaben, die 1895/96 erschienen, können als PDF heruntergeladen werden bei [Libcom (englisch)].

Am 25. September 1936 hält Emma Goldman bei einem Besuch in Barcelona einen Vortrag vor 10.000 Zuhörern. Fotos: [Borja libertario/Twitter (spanisch)]

Am 27. September 1907 stirbt Fermín Salvochea y Álvarez. Er war erst Bürgermeister von Cádiz (Spanien) und wurde später – enttäuscht vom Parlamentarismus und inspiriert durch die Lektüre von Peter Kropotkin – Anarchist [Wikipedia].

29. September 1921: Die Anarchistin Fanya Baron wird durch die Tscheka – die politische Polizei der Bolschewiki – in Moskau hingerichtet.
1919 – 1920 war Fanya Baron Mitglied der Ukrainischen Anarchistischen Konföderation Nabat. Diese Konföderation hatte auch Verbindungen zu der Bewegung der Machnowschtschina.
Fanya Baron wurde festgenommen, als die Bolschewiki die anarchistische Bewegung niederschlugen. Sie war eine der 13 Anarchistinnen und Anarchisten die in dem Taganka-Gefängnis ohne Anklagen eingesperrt waren.
Es scheint, als ob Lenin selbst die Hinrichtung angeordnet hätte. Trotzki sprach den inhaftierten Anarchisten eine politische Überzeugung ab und bezeichnete sie einfach als „Kriminelle“. [Wikipedia (englisch) | Anarquismo en PDF/Twitter (spanisch) | Libcom (englisch)]

Termine:

22. September – 1. Oktober 2017 Kulturwoche in Zaragoza die den libertären Pädagogen Francisco Ferrer zum Thema hat [Memoria Libertaria (spanisch)].

29. – 30. September/ 1. Oktober 2017: II. intergeographisch-anarchistische Film Festival in Beyoğlu (Türkei). [Sosyalsava (türkisch, deutsch, spanisch)].

6. Oktober 2017, 18 – 20 Uhr: „Hierarchiefrei leben, ohne Chef und Staat“ – Vortrag  mit Elisabeth Voß im Gasparitsch in Stuttgart. Organisiert vom Anarchistischen Netzwerk Stuttgart.

6./7. Oktober 2017: No-G20-Soli-Geburtstagsfest am Wagenplatz Treibstoff in Wien. Mit dabei ist auch Anarchist Black Cross Wien [ABC Wien/Twitter].

6. bis 8. Oktober 2017: Anarchistische Buchmesse in Lissabon [Colectivo Libertario Evora (portugiesisch)].

6. bis 29. Oktober 2017: Octubre Rojinegro, der Schwarzrote Oktober, zahlreiche Veranstaltungen im Zeichen des Anarchismus in Granada. Organisiert wird das ganze von der [CNT Granada (spanisch)].

Am 11. Oktober 2017 beginnt eine Vortragsreihe über Anarchismus in Raum C der Alten Mensa in der Uni Köln (Gebäude 332). Organisiert von der anarcha-feministischen Gruppe about:fem. Infos: [aboutfem]. Weitere Veranstaltungen sind am 12., 13. und 17. Oktober.

12. Oktober 2017: Mark Bray, Mitglied von Black Rose Federation, stellt in Chicago sein neues Buch vor, „Antifa – The antifascist handbook“ [Facebook (englisch)].

14. Oktober 2017: Solidaritätskonzert für Riseup in der Silberburg in Nürtingen. Organisiert wird das Konzert vom Anarchistischen Netzwerk Stuttgart.

14. – 15. Oktober 2017 Anarchistisches Treffen in Santiago, Chile [Insurrection News Worldwide (spanisch)].

19. Oktober 2017: Vortrag im DemoZ in Ludwigsburg: „Globale Probleme, Lösungspotenzial & Praxis: Das Prinzip Solidarische Landwirtschaft“. Referent ist Tomislav Knaffl. Organisiert wird die Veranstaltung vom Libertären Bündnis Ludwigsburg. Infos: [LB Quadrat]

21. Oktober 2017: Vortrag über Kropotkin im H5 in Krefeld [AG Krefeld/Twitter].

21. Oktober 2017: Fest zum dreijährigen Bestehen des Stadtteilzentrums Gasparitsch in Stuttgart-Ost. Das Anarchistische Netzwerk Stuttgart wird auch vor Ort sein [Stadtteilzentrum Gasparitsch].

27. Oktober bis 26. November 2017 trägt die CNT in Madrid den Otoño Libertario aus, den Libertären Herbst. Einen Monat lang Veranstaltungen zum Thema Anarchismus: [Otoño libertario.CNT (spanisch)].

Am 28. Oktober 2017 wird in London die Anarchistische Buchmesse stattfinden [AnarchistBookfair (englisch)].

Am 28. Oktober 2017 ein Vortrag über christlichen Anarchismus im H5 in Krefeld [AG Krefeld/Twitter].

Vom 28. – 29. Oktober 2017 findet in Los Angeles die 7. Anarchistische Buchmesse statt [LA ABF/Twitter (englisch)].

Vom 10. bis 12. November 2017 wird an der Universität Hamburg der bereits dritte, jährliche Kongress Anarchistische Perspektiven (auf die Wissenschaft) stattfinden. Infos: [Anarchie.Userblog.Uni-Hamburg]

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