Archive | November 2017

Anarchistischer Monatsrückblick: November 2017

Rückblick auf die zurückliegenden vier Wochen aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Die zurückliegenden vier Wochen:

Das Anarchistische Netzwerk Südwest beschließt zur Regionalföderation der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) zu werden [FdA-IFA].

Die Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) hat die neue Ausgabe ihrer monatlichen Zeitung veröffentlicht. Die Gaidao Nr. 83 kann auf der Seite der [FdA-IFA] bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Eindrücke von einem Besuch bei dem öko-anarchistischen Widerstand im Hambacher Forst gegen Baumfällungen und Klimawandel werden auf [Bodenfrost] geteilt.
Mittlerweile haben die Rodungsarbeiten im Wald angefangen. Aktuelle Info gibt es zuverlässig auf der Seite [HambacherForst].
Im Epplehaus in Tübingen und in der Silberburg in Nürtingen gab es Infoabende mit Diskussionsrunden zum Hambacher Forst, um Unterstützung zu mobilisieren. Dabei entstand auch dieses Solidaritäts-Transparent (siehe Foto).

Die Gruppen Lila Lautstark aus Dortmund und about:fem aus Köln möchten ein Buch zu Anarcha-Feminismus erarbeiten. Sie rufen zu Text-Einreichungen zum Thema auf. [Lila Lautstark]

Vera Bianchi veröffentlichte einen Artikel über den Syndikalistischen Frauenbund: „Der Syndikalistische Frauenbund informierte in den 20er Jahren über Empfängnisverhütung und rief zum Gebärstreik“ [Neues Deutschland]
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Infoabende Hambacher Forst

Seit 2012 wird der Hambacher Forst besetzt. Mit verschiedensten Aktionsformen versuchen Aktivist*innen den Wald zu bewahren, der zum Zwecke der Braunkohleförderung und -verstromung abgeholzt werden soll. Am 21. November fängt die neue Rodungssaison an. Es besteht also die Gefahr, dass Camps und Baumhäuser geräumt und Bäume gefällt werden. Aus diesem Anlass finden einige Infoabende mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema statt:

22. November 2017, 18 Uhr im Epplehaus in Tübingen
Weitere Infos zur Veranstaltung auf der Seite vom Epplehaus

29. November 2017, 20 Uhr, Silberburg in Nürtingen
14. Dezember 2017, 19 Uhr, Gasparitsch in Stuttgart
Details auf der Facebook-Seite vom Gasparitsch

Eindrücke aus dem Hambacher Forst

Bereits seit 2012 besetzen Menschen Bäume im Hambacher Forst und leben auf dem Wiesen-Camp, um Widerstand zu leisten gegen den Braunkohletagebau, der dort unersättlich die Landschaft verschlingt. Wir waren zu Besuch und haben uns das angeschaut. Hier nun unsere Eindrücke.

Der Widerstand im Hambacher Forst ist öko-anarchistisch geprägt. Das äußert sich auf vielerlei Weise: Sprüche und anarchistische Symbole auf zahlreichen Transparenten und Plakaten. Die „schwarz-grünen Fahnen der Revolution“ werden nicht nur in einer umgetexteten deutschen Version von „A las barricadas“ am Lagerfeuer besungen, sie sind auch in den Camps allenthalben sichtbar. In einer andere Zeile des Liedes wird „die anarchistische Revolution“ herbei gewünscht. Das eigens zu diesem Zweck 2015 gegründete Anarchist Black Cross Rhineland kümmert sich um Aktive, die von staatlicher Repression betroffen sind. Allgemein erfreulich ist die völlige Abwesenheit von Parteien und autoritären linken Organisationen.
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Hambacher Forst: impressions

Treehouses, banners and barricades: Some photographic impressions from Hambacher Forst, a forest in Germany occupied and protected by eco-anarchists since 2012. The forest – or what remains of it – is being cut down by energy company RWE to make space for lignite extraction. More detailed informations in english on the site Hambacher Forst.