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Wasserbombenparade 2017

Zwischen 30 und 40 Menschen beteiligten sich an der bereits vierten Wasserbomben- parade gegen Polizeigewalt, die am 4. August 2017 durch die Nürtinger Innenstadt zog. Damit fiel die Wasserbombenparade etwas kleiner aus als im Jahr zuvor. Dem Spaß der Beteiligten tat dies jedoch keinerlei Abbruch. Auch Passanten schlossen sich spontan und begeistert den Wasserschlachten an, die sich sowohl während des Demozugs als auch bei den Zwischenstationen an den Brunnen abspielten.

Bei den insgesamt zwei Kundgebungen wurde der politische Rahmen der Veranstaltung verdeutlicht. Der erste Redebeitrag, noch am Startpunkt beim ZOB, erklärte den Anlass zur ersten Wasserbombenparade vor drei Jahren: Damals wurden zwei Wasserbomben auf die Polizeiwache geworfen. Daraufhin eskalierte die Polizei mit einem völlig überzogenen Einsatz. Dieser Einsatz umfasste einen Helikopter, der versuchte, die „Täter“ zu fassen, als auch eine versuchte Erstürmung des linkslibertären Wohnprojekts Villa Galgenberg.
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Umsonstladen und Tauschparty

Am Abend des letzten Septembertages fand in der Jugendwerkstatt der Alten Seegrasspinnerei in Nürtingen die Veranstaltung „Stoffwechsel“ statt, eine „Tauschparty für dies und das“. Erstmalig beteiligte sich auch der Umsonstladen der Villa Galgenberg daran und brachte große Mengen an Kleidung, Büchern und Gesellschaftsspielen, an denen sich alle nach Belieben bedienen durften, und legte auch sonst mit Hand an.

tauschparty-umsonstladenNeben der Möglichkeit, Dinge loszuwerden, die nicht mehr benötigt werden und welche mitzunehmen, an denen man Gefallen findet, bestand auch die Möglichkeit, Kleidung zu verbessern und aufzuhübschen: An einem Stand wurden gegen eine kleine Spende Textilien im Siebdruckverfahren mit verschiedenen vorbereiteten Motiven versehen. Unter den beliebtesten Motive war die Silhouette des räumungsbedrohten Wohnprojekts Villa Galgenberg und der dazugehörige Slogan „Stay Villa, stay rebell“. An anderer Stelle gab es eine Veränderungsschneiderei, wo an mehreren Nähmaschinen kundige Hände Klamotten den passenden Schnitt verpassten.

tauschparty-live-musikAuch das kulturelle Programm konnte sich hören und sehen lassen: Im Hof heizten einige Musiker den Gästen ein, die sich zusätzlich an einem Feuer wärmten, angesichts der einsetzenden herbstliche Kälte.

Die zufriedenen Gesichter der vielen Besucherinnen und Besucher sprachen eine deutliche Sprache, dass das Angebot zu schenken, beschenkt zu werden und zu verbessern statt zu konsumieren und wegzuwerfen gern angenommen wurde. Eingeladen worden waren auch die Geflüchteten, die neben der Seegrasspinnerei in Containern wohnen.

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Soli-Kundgebung für Zelle in Reutlingen

Solidaritätskundgebung für die Zelle in ReutlingenDie Zelle, ein selbstverwaltetes Kultur- und Sozialzentrum in Reutlingen, benötigt Solidarität beim Kampf um ihre Existenz.
Auf der Webseite des Freiraums, bzw. der Kampagnenseite Zelle-Bleibt wird die aktuelle Lage folgendermaßen beschrieben:

die Zelle steht seit geraumer Zeit unter Beschuss durch das Amt für öffentliche Ordnung. Dessen Leiter, Albert Keppler droht damit, eine Verfügung zu erlassen, die der Kulturschock Zelle e.V. die Durchführung aller öffentlichen Tanzveranstaltungen auf unbestimmte Zeit untersagt. Damit wäre das Ende von mehr als 48 Jahren ehrenamtlicher und erfolgreicher Jugendarbeit besiegelt. Die Zelle wäre handlungsunfähig und schließlich zerstört. Dagegen wehren wir uns und rufen zu gemeinsamen Protest auf.

Die Kundgebung findet am 2. Oktober, 15 Uhr, auf dem Marktplatz in Reutlingen statt.

Kommt zahlreich, zeigt, dass ihr zu eurer Zelle steht, seid bunt & kreativ und vergesst eure Tanzschuhe nicht! …für Musik und ausreichend Spaß wird gesorgt! – Wo wir sind ist eine Zelle!

Villa bleibt: Kundgebung vor dem Amtsgericht

Heute trafen sich im Amtsgericht der Anwalt der Stadt Nürtingen und die Bewohnerinnen und Bewohner der Villa Galgenberg und deren juristischer Beistand. Vorgesehen war der Beginn der Hauptverhandlung wegen der Räumungsklage, falls es bei der vorgelagerten, am selben Tag stattfindenden, Güteverhandlung zu keiner Einigung kommen sollte.

villa_galgenberg_kundgebungDie Hausgemeinschaft hatte für die ganze Dauer vor dem Amtsgericht eine Kundgebung angemeldet, um von dort aus Informationen über das Wohnprojekt und den aktuellen Stand der Dinge zu verbreiten. Bei dieser Veranstaltung fanden sich etwa 40 Leute ein, um ihre Unterstützung für die Villa Galgenberg zu signalisieren. In einer ersten Rede wurde auf die Hintergründe der gerade anstehenden Räumungsklage eingegangen. Diese Rede kann auf der Webseite der Villa Galgenberg nachgelesen werden. Weiterlesen …

Räumungsklage gegen Villa Galgenberg

Heute findet im Amtsgericht Nürtingen die Hauptverhandlung mit vorgelagerter Güteverhandlung gegen die Villa Galgenberg statt.

An diesem Termin werden wir versuchen mit der Stadt eine Lösung zu finden, welche eine Räumung des Gebäudes und damit die drohende Obdachlosigkeit der Bewohner_innen, ausschließt. Um weiter über unsere Situation zu informieren und die Verhandlung entschlossen zu begleiten, laden wir zur

Kundgebung
am 9.9.16
ab 9:30 Uhr
vor dem Amtsgericht Nürtingen.

steht dazu auf der Webseite der Villa Galgenberg.

Wir werden berichten, sobald wir Näheres wissen.

Wer zur Kundgebung nicht kommen kann, aber trotzdem eine Geste der Solidarität sichtbar machen möchte, kann die Petition für den Erhalt der Villa Galgenberg unterzeichnen.

Termine der Villa Galgenberg

Sommerfest Villa Galgenberg 2016

Ab heute und das ganze Wochenende über lädt das emanzipatorische Wohnprojekt Villa Galgenberg in Nürtingen zu ihrem dreitägigen Sommerfest ein. Das Programm verspricht jede Menge Spaß.

Kundgebung Villa Galgenberg

Am 9. September freut sich die Villa Galgenberg über Solidarität anlässlich ihrer Räumungsklage. Um 9:30 Uhr findet eine Kundgebung vor dem Amtsgericht statt.

In diesem Sinne: Party together, fight together!

Weitere Infos über die Villa Galgenberg und ihre Termine auf ihrer Webseite und bei Facebook.

Eindrücke vom 37. Umsonst und Draußen

Vom 5. bis zum 7. August ging in Stuttgart abermals das traditionelle „Umsonst und draußen“-Festival in Stuttgart über die Bühne, beziehungsweise die Wiese. Alle fleißigen Helferinnen und Helfer haben es auch dieses Jahr wieder geschafft, das unserer Meinung nach großartigste linke Event des Jahres im ganzen Großraum Stuttgart auf die Beine zu stellen.

Das Attribut „bunt“ kann sich das „Umsonst und draußen“ in jederlei Hinsicht verdientermaßen anheften: Das Publikum ist bunt gemischt, jung und alt, Linke, Anarchistinnen und Anarchisten, Bürgerliche und Partypeople tummelten sich auf dem Festivalgelände und machten sich drei Tage lang ein schönes Leben.

Vielfältig war auch das Programm aus Live-Musik, Poetry Slam, politischen Vorträgen und Informationsständen, kulinarischen Genüssen und Erfrischungsgetränken. Auch dieses Jahr gab es wieder eine Wasserrutsche, auf der sich nicht nur die Kleinsten amüsierten.

Das Wetter spielte glücklicherweise mit und zeigte Tag für Tag ein noch ein freundlicheres, sonnigeres Gesicht. So twitterten die Veranstalter bereits am Sonntag, dass das Festival – das sich über den Verkauf von Speisen und Getränken finanziert – auch nächstes Jahr wieder stattfinden kann.

Was wir uns als Detailänderung für das nächste Mal wünschen würden, wäre, dass der Stern aus dem Logo künftig schwarz/rot ist, statt wie bisher nur rot.