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Anarchistischer Monatsrückblick: Mai 2017

Rückblick auf die zurückliegenden vier Wochen aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Mai 2017:

Bayram wird im Knast in Aserbaidschan die dringend benötigte medizinische Versorgung verweigert. Sein Anwalt berichtet, wie schlecht es ihm geht. Bayram wurde zusammen mit Giyas zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, weil die beiden regierungs- kritische Graffiti an ein Denkmal gesprüht hatten. [Changenow.Blogsport]
Das Libertäre Bündnis Ludwigsburg (LB²) erinnerte mit einer Transparent-Aktion und einem Online-Text an die Festnahme vor einem Jahr [LBQuadrat].

In Stuttgart beteiligte sich nicht zuletzt aufgrund der perfekten Vorbereitung und Mobilisierung durch das Libertäre Bündnis Ludwigsburg ein großer anarchistischer Block an der alljährlichen revolutionären 1. Mai-Demo. Eine Vielzahl schwarzer und schwarz-roter Fahnen und anarchistischer Transparente (siehe Foto) prägte das Bild des Demozuges im hinteren Drittel.
Der sichtbare Anteil an AnarchistInnen, Libertären und Antiautoritären war deutlich höher als in den Jahren zuvor. Die Cops schafften es mit all ihren Schikanen nicht zu verhindern, dass die hunderten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demo ihr Ziel erreichten, das soziale Zentrum Lilo Hermann im Stadtteil Heslach.
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Anarchistischer Monatsrückblick: März 2017

Rückblick auf den März 2017 aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Rückblick auf März 2017:

16998801_859757667497456_1246108070183429524_nTrotz Verbot ist in der Türkei die Nummer 37 der anarchistischen Zeitung Meydan erschienen. Geschrieben wurde die aktuelle Ausgabe von Frauen und über Frauen. [Freedom News | InsurrectNews (beide: englisch)]
Fotos davon, wie das anarcha-feministische Kollektiv Anarşist Kadınlar die Zeitungen verteilt: [Facebook]

Auf Gran Canaria wurde am Internationalen Frauentag das selbstverwaltete Frauenhaus El Nido in einem besetzten Gebäude ins Leben gerufen. Dort entscheiden die Bewohnerinnen, die vor Misshandlung und Gewalt geflohen sind, selbst über ihre Belange. Ein nicht-staatliche Zuflucht dieser Art war vielen Frauen schon länger ein Bedürfnis gewesen. Der 8. März erwies sich als angemessener Zeitpunkt zur Umsetzung. [FAGC/Twitter (1) | (2) (spanisch)]
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„Fukushima außer Kontrolle“: Anti-Atom-Demo in Neckarwestheim

Anlässlich des dritten Jahrestags von Fukushima fand am 9. März in Südwestdeutschland eine Anti-Atom-Demo statt. Motto der Demo war „Fukushima außer Kontrolle“. Nach dem musikalischen Auftakt am Bahnhof in Kirchheim am Neckar, zog die Demo auf der mittlerweile traditionellen Route zum nur wenige Kilometer entfernten Atomkraftwerk Neckarwestheim. Auf halbem Weg war eine Installation vorbereitet, die […]

Nachtrag zu Antiatomdemo Neckarwestheim

Bei der Antiatomkraftdemo am 9. März in Neckarwestheim (siehe Bericht auf Bodenfrost) wurden Luftballons freigelassen, um zu zeigen, wie weit und wie schnell sich radioaktive Substanzen bei einem nuklearen Unfall ausbreiten würden.

Die rund 500 gelben Luftballons hatten Rücksendepostkarten dabei. 56 davon wurden zurückgeschickt. Inzwischen ist die Auswertung beendet. Auf einer Karte wurde dargestellt, wie weit die Luftballons gekommen waren:

Foto von BBMN

Foto von BBMN

Wenn wir uns vorstellen, dass es keine Ballons, sondern Strahlung gewesen wäre, kann das Fazit kann nur lauten: Sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke.

Ausführlicher Text zu der Auswertung: Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar.

Blockade bei AKW Neckarwestheim

Vor einer Woche blockierten etwa 30 – 60 Menschen erfolgreich die Zufahrt zu dem AKW Neckarwestheim, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen:

  • Sofortige Stilllegung der Atomkraftwerke und der Atomanlagen!
  • Keine weiteren Fördermittel mehr an atomare Forschungs- zentren, keine weiteren Bürgschaften mehr für atomare Geschäfte, keine Förderung mehr für neue Atomprojekte wie weitere Milliardenzahlungen für den Fusionsreaktor ITER!
  • Die weitere dezentrale und regenerative Energiewende ohne die bisherigen Konzernstrukturen jetzt!

Quelle: Presseerklärung des Bündnisses CASTOR-Widerstand Neckarwestheim

Foto von GastonStuttgart@Twitter

Foto von GastonStuttgart@Twitter


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Manifestación anti nuclear en Neckarwestheim

En la víspera del segundo aniversario de la catástrofe de Fukushima, unas 3.000 personas se manifestaron ayer en la ciudad alemana Neckarwestheim en contra del uso de la energía nuclear. Los manifestantes exigieron el cierre inmediato de todas las centrales nucleares en Alemania.

Tras una marcha hacia la central nuclear Neckarwestheim II, soltaron todos a la vez centenares de globos amarillos para mostrar la rapidez con la que se difunde la radiación nuclear.

Cerca de la central nuclear se realizó un simulacro escalofriante de un desastre nuclear: tiendas de emergencia abandonadas. Se oía el sonido de un contador Geiger. Algunas personas llevaban traje protector y máscaras antigás. Había pancartas con mensajes como „Quédense tranquilos. Les informaremos en cuanto haya pasado el peligro.“, „Punto de evacuación: en el ayuntamiento. Ya no hay transporte de autobús. Sálvese quien pueda.“
También hay un vídeo youtube de esa escena angustiosa.

En un tablero se veía la „Sperrzone“ (zona prohibida) ficticia, los alrededores de Neckarwestheim, donde sería necesario evacuar a los habitantes en caso de un accidente nuclear. Neckarwestheim está situada a pocos kilómetros de Stuttgart, una región muy densamente poblada.

Aunque muchas personas creen lo contrario, la lucha en Alemania contra la energía nuclear continuará. El grupo de presión de la energía nuclear es muy poderoso y no se dará por vencido por nada.

Fotos:
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Tausende gegen Atomkraft in Neckarwestheim

Anlässlich des zweiten Jahrestags der Katastrophe in Japan, versammelten sich gestern rund 3000 Atomkraftgegner in Kirchheim/Neckar unter dem Motto „Fukushima mahnt – jetzt handeln“ und forderten die sofortige Abschaltung aller noch laufenden Atomkraftwerke.

Auf der Demoroute Richtung AKW Neckarwestheim war eine Installation vorbereitet worden, die auf beklemmende Weise einen nuklearen Ernstfall simulierte (YouTube-Video). Auf einer Karte der Umgebung von Neckarwestheim waren die Evakuierungsradien von Fukushima eingezeichnet worden, die deutlich machten, wie viele Menschen unmittelbar betroffen und gefährdet wären, kommt es bei Neckarwestheim II zu einer Katastrophe.

Hunderte gelber Luftballons wurden auf Kommando gleichzeitig los- und den Winden überlassen, um zu verdeutlichen, wie unkontrollierbar und rasend schnell sich die radioaktive Strahlung verbreitet.

Bei der Abschlusskundgebung vor dem AKW wurde aus Solidarität mit der japanischen Antiatombewegung auch auf japanisch gerufen: „dame dame genpats“ (Nein zu Atomkraft).
Die Redner mahnten auch, sich das ganze Jahr über aktiv gegen Atomkraft einzusetzen und nicht nur einmalig bei Demonstrationen wie dieser. Möglichkeiten, sich zu engagieren, gibt es viele. Unser aller Einsatz wird auch nötig sein, um den Ausstieg zu schaffen, freiwillig wird die mächtige Atomlobby nicht aufgeben.

Fotos:
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