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Veranstaltungen der Villa Galgenberg

Auch dieses Jahr veranstaltet die Villa Galgenberg in Nürtingen wieder ihr Sommerfest. Stattfinden wird es vom 14. bis zum 16. Juli. Der erste Teil in der Trinkhalle in dem Park, der direkt an die Villa anschließt. Anschließend geht es im Garten und im Keller der Villa weiter. Das Programm umfasst unter anderem einen Vortrag über antikapitalistische Praxis, eine kurze Vorstellung des Umsonstladens und einen Umsonst-Tisch, ein Siebdruck-Workshop und mehrere Bands.

Grund zu feiern gibt es allemal: Seit 10 Jahren existiert dieses linkslibertäre Wohnprojekt in Nürtingen. Nach zweieinhalbjährigem Widerstand scheint die Räumung endgültig abgewendet zu sein.

Am 4. August wird wieder eine Wasserbomben- parade gegen Polizeigewalt durch die Straßen von Nürtingen ziehen.

Die Wasserbomben- parade wurde erstmals 2014 organisiert, als Reaktion auf einen völlig unverhältnismäßigen Polizeieinsatz einschließlich Helikopter und versuchter Stürmung der Villa Galgenberg. Seitdem wurde sie jedes Jahr wiederholt (2014 | 2015 | 2016). Der Anlass bleibt aktuell. Ob gegen Berufsschülerinnen in Nürnberg, die versuchen, eine Abschiebung zu verhindern, die brutale Räumung von Friedel 54 in Berlin oder die Angriffe auf das antikapitalistische Camp in Hamburg – die Beispiele von Polizeigewalt reißen nicht ab.

5 Jugendliche verurteilt wegen Protesten in Gamonal

Über drei Jahre ist es schon her, dass entschlossener und vielfältiger Widerstand ein Straßenbauprojekt in Gamonal verhinderte. Solidaritätsaktionen in ganz Spanien mit den Protesten in diesem Stadtteil in Burgos führten damals zu dem Gamonal-Effekt. Einen ausführlichen Bericht über die Woche des Zorns gibt es hier.

Zuletzt waren 12 Jugendliche vor Gericht. Ihnen wurde vorgeworfen, die Polizei angegriffen zu haben. Beweise gab es keine. Diese 12 waren einfach bei den willkürlichen Festnahmen in die Fänge der Cops geraten. 7 der Angeklagten wurden folgerichtig aus Mangel an Beweisen freigesprochen, berichtet Diario. Die übrigen 5 jedoch wurden zu Haftstrafen von je 6 Monaten verurteilt. Freigesprochen wurden alle 12 von der Anschuldigung der Störung der öffentlichen Ordnung und der Sachbeschädigung. Aufzeichnung belegten, dass die Lage zu dem Zeitpunkt der Festnahmen völlig ruhig war.

Für Freitag ist eine Solidaritätskundgebung für die Verurteilten angekündigt, ist auf Gamonal ni un paso atrás nachzulesen.

Hambacher Forst: Solidarität mit den Gefangenen

Das libertäre Studentenkollektiv FEL Zaragoza schickt einen Solidaritätsgruß aus seiner Stadt an Hodei und Siao, die im Hambacher Forst wegen ihres Widerstands gegen Rodungen festgenommen wurden und sich seitdem in Untersuchungshaft befinden:

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Anarchist Black Cross Rhineland nennt eine Adresse, an die man den beiden Gefangenen schreiben kann:

SSK z.H. ABC Hodei/Siao
Salierring 37
50677 Köln

Briefe, Karten, usw. werden anschließend weitergeleitet. Auf der Seite von ABC Rhineland gibt es auch Hinweise, was beachtet werden sollte bei Post an Gefangene.

Libertärer Podcast Oktober 2016

Das Anarchistische Radio Berlin hat den Oktoberrückblick als Podcast veröffentlicht. Eine Stunde voll mit Musik und aktuellen libertären Infos aus aller Welt. Dieses Mal ist auch ein Interview mit dem räumungsbedrohten emanzipatorischen Wohnprojekt Villa Galgenberg in Nürtingen mit dabei. Das Bild auf dem Aufmacher ist vor der Villa bzw. dem dazugehörigen Umsonstladen entstanden.

Viel Vergnügen beim Anhören auf der Seite vom ARadio Berlin.

Anarchistisches Radio Berlin Oktoberrückblick 2016

Solidarität mit Bayram und Giyas

soli-fw_Das Libertäre Bündnis Ludwigsburg ruft zu einer Solidaritätskundgebung für Bayram und Giyas auf, am 18. November, 16 Uhr, vor dem Honorarkonsulat von Aserbaidschan in Stuttgart. Anlass ist die massive Repression, der die beiden Genossen ausgesetzt sind:

Die beiden Anarchisten Bayram und Giyas sind nach einem Protestgraffiti gegen das autoritäre Regime in Aserbaidschan verhaftet worden. Um das Strafmaß deutlich zu erhöhen, wurde den beiden Drogenbesitz untergeschoben (eine übliche Masche bei politischen Gefangenen in Aserbaidschan). Deshalb droht ihnen nun statt weniger Monate Haft eine Haftstrafe von 8-12 Jahren wegen illegalen Drogenbesitz. Giyas wurde bereits in einem Schauprozess wegen illegalen Drogenbesitz zu einer Haftstrafe von 10 Jahren verurteilt.
Außerdem droht ihnen im Gefängnis Folter (wie andere politische Gefangenen in der Vergangenheit schon erlebt haben).

Auf der Webseite von LB² gibt es auch weiterführende Informationen zu dem Prozess gegen Bayram und Giyas.

Fuck the system

Nieder mit den Gefängnissen und der Gesellschaft, die auf ihnen aufbaut!

Soli-Kundgebung für Zelle in Reutlingen

Solidaritätskundgebung für die Zelle in ReutlingenDie Zelle, ein selbstverwaltetes Kultur- und Sozialzentrum in Reutlingen, benötigt Solidarität beim Kampf um ihre Existenz.
Auf der Webseite des Freiraums, bzw. der Kampagnenseite Zelle-Bleibt wird die aktuelle Lage folgendermaßen beschrieben:

die Zelle steht seit geraumer Zeit unter Beschuss durch das Amt für öffentliche Ordnung. Dessen Leiter, Albert Keppler droht damit, eine Verfügung zu erlassen, die der Kulturschock Zelle e.V. die Durchführung aller öffentlichen Tanzveranstaltungen auf unbestimmte Zeit untersagt. Damit wäre das Ende von mehr als 48 Jahren ehrenamtlicher und erfolgreicher Jugendarbeit besiegelt. Die Zelle wäre handlungsunfähig und schließlich zerstört. Dagegen wehren wir uns und rufen zu gemeinsamen Protest auf.

Die Kundgebung findet am 2. Oktober, 15 Uhr, auf dem Marktplatz in Reutlingen statt.

Kommt zahlreich, zeigt, dass ihr zu eurer Zelle steht, seid bunt & kreativ und vergesst eure Tanzschuhe nicht! …für Musik und ausreichend Spaß wird gesorgt! – Wo wir sind ist eine Zelle!

Aktion gegen Traurigkeit des kapitalistischen Alltags

1aDie Anarchistische Gruppe Dortmund hat vor einigen Tagen am dortigen Hauptbahnhof eine äußerst originelle und charmante Aktion „gegen Lohnarbeit und die Traurigkeit des kapitalistischen Alltags“ durchgeführt:

Wir verteilten vegane Mettbrötchen und Kaffee an die Horden von (wie jeden morgen) nicht so glücklich wirkenden Menschen, welche zur Arbeit hasten, dazu reichten wir circa 600 Stück von unseren “Guten Morgen” Flyern. Ein großes gelbes Transparent fragte die vorbei Eilenden “Warum bist du zufrieden mit deinem Job?”

Mit dem Verlauf der Aktion zeigt sich die Gruppe sehr zufrieden. Neben dem Verteilen einer kleiner Stärkung wurde auch Infomaterial unter die Leute gebracht und anregende Gespräche geführt. Der vollständige Bericht ist auf der Webseite der Gruppe nachzulesen.

So ein Stand scheint uns eine gute Möglichkeit, als Anarchistinnen und Anarchisten Präsenz zu zeigen, in Kontakt mit Leuten außerhalb der Szene zu kommen und libertäre Vorstellungen in den Köpfen auszusäen. Dem Schlusssatz des Berichtes können wir uns nur anschließen: „Raus aus dem Szenetrott – es geht voran!“