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Anarchistischer Monatsrückblick: März 2017

Rückblick auf den März 2017 aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Rückblick auf März 2017:

16998801_859757667497456_1246108070183429524_nTrotz Verbot ist in der Türkei die Nummer 37 der anarchistischen Zeitung Meydan erschienen. Geschrieben wurde die aktuelle Ausgabe von Frauen und über Frauen. [Freedom News | InsurrectNews (beide: englisch)]
Fotos davon, wie das anarcha-feministische Kollektiv Anarşist Kadınlar die Zeitungen verteilt: [Facebook]

Auf Gran Canaria wurde am Internationalen Frauentag das selbstverwaltete Frauenhaus El Nido in einem besetzten Gebäude ins Leben gerufen. Dort entscheiden die Bewohnerinnen, die vor Misshandlung und Gewalt geflohen sind, selbst über ihre Belange. Ein nicht-staatliche Zuflucht dieser Art war vielen Frauen schon länger ein Bedürfnis gewesen. Der 8. März erwies sich als angemessener Zeitpunkt zur Umsetzung. [FAGC/Twitter (1) | (2) (spanisch)]
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#TinaBleibt – Zwangsräumung verhindert in Berlin

In Berlin-Wedding verhinderten heute rund 50 Aktivisten eine Zwangsräumung. Die Gerichtsvollzieherin in Begleitung eines Schlossers war völlig überrascht von der Sitz-Blockade der Unterstützer, die eine Räumung unmöglich machte. Die Polizei kam und schließlich einigte man sich auf einen Aufschub von zwei Wochen. Eine Video-Dokumentation von Left Vision Clips:


Links:

Gute Taten vom Schreibtisch aus

Die Ohnmacht, Ungerechtigkeit zu erkennen und nichts dagegen tun zu können, kann sich lähmend und zermürbend anfühlen. Glücklicherweise lässt sich etwas dagegen unternehmen: aktiv werden. Das ist nicht so schwer oder gar unmöglich, wie es zuweilen scheint. Hier drei Beispiele um sich für eine gute Sache einzusetzen, wenn man auch nur ein halbes Stündchen seiner Zeit oder ein paar Euro erübrigen kann.

Neuaufbau des Sozialzentrums Can Vies in Barcelona

Die Stadtverwaltung von Barcelona ließ im Mai das selbstverwaltete Sozialzentrum Can Vies gewaltsam räumen und teilweise abreißen. Die Leute von Can Vies wollen es gemeinsam mit Unterstützern und Anwohnern des Stadtteils neu aufbauen (siehe Bericht auf Bodenfrost). Das nötige Geld versuchen sie per Crowdfunding zusammenzubekommen. Angepeilt sind 70.000 €, wovon 40.000 € für den Neuaufbau vorgesehen sind und 30.000 € für die Unterstützung derjenigen, die wegen ihrer Teilnahme an den Protesten gegen die Räumung von Can Vies in die Mühlen der Justiz geraten sind.

Link: Crowdfunding-Seite Verkami (Informationen auch auf englisch)
Twitter-Hashtag: #RefemCanVies (bauen wir Can Vies neu auf)
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Hamburgo está con Sants: manifestación de apoyo a Can Vies

Por la tarde del pasado 29 de mayo tuvo lugar en Hamburgo una manifestación de solidaridad con el Centro Social desalojado Can Vies. Dicha manifestación había sido convocada y difundida a través del medio alemán de izquierdas „Linksunten“.

Aproximadamente 150 personas se reunieron en la plaza „Paulinenplatz“, no lejos de la famosa „Rote Flora“ en el barrio „Schanzenviertel“. Como era una concentración no-comunicada, la policía propuso a los manifestantes que la comunicaran, allí mismo y en ese momento. Los manifestantes se negaron a hacerlo y empezaron con la marcha a toda prisa, acompañados por dos policías.

La pancarta cabecera decía „Besetzungen mit allen Mitteln verteidigen“ (Defender las casas okupadas con cualquier medio que sea necesario). Recorriendo las calles de Hamburgo, los manifestantes corearon consignas como „Miete verweigern, Kündigung ins Klo! Häuser besetzen sowieso!“ (¡rechazar el alquiler, notificación de desalojo al inodoro, ocupar casas en todo caso!) y „Kein Gott! Kein Staat! Kein Mietvertrag!“ (ni dios, ni estado, ni contrato de alquiler).

Foto von MD-Protestfotografie.com

Traducción: „Conquistar, dar vida y defender centros sociales“
Foto de MD-Protestfotografie.com

Poco antes de la comisaría en la Max-Brauer-Allee, un grupo de antidisturbios trató de parar a los manifestantes. No pudieron y la marcha continuó. Según cuentan varios activistas, la policía usó spray pimienta en ese momento (1 | 2).

Los policías aseguraron la zona delante de la comisaría y emplearon además una unidad canina. Los perros ladraban furiosos no sólo contra los manifestantes y periodistas, sino también contra los transeúntes que pasaban ajenos a la manifestación

Por fin, la marcha se dio por terminada frente al Jolly Roger, un bar de los aficionados del equipo de fútbol „FC St. Pauli“.

Enlaces:

La convocatoria:
Linksunten.Indymedia

Una crónica en alemán/Fotos:
MD-Protestfotografie

Más imágenes:
MD-Protestfotografie@Flickr

Zwangsräumung in Berlin/ Desahucio en Berlín

Eine 2:35-minütige Video-Dokumentation von LeftVisionClips über die Zwangsräumung, die heute in Berlin durchgeführt wurde:

Documental de 2:35 minutos sobre un desahucio llevado a cabo hoy en Berlín. El vídeo fue elaborado por LeftVisionClips.



Weitere Informationen/Fotos – Más informaciones/fotos:

Más artículos en castellano acerca de desahucios en Alemania:

  • Berlín (2013)
  • Colonia (2014)

    Solidemo in Stuttgart für den Marsch der Würde

    Gestern fand in Stuttgart einen Unterstützungs-Demo für den Marsch der Würde statt, der am selben Tag in Madrid ankam und hunderttausende auf die Straßen brachte.

    In Stuttgart waren es immerhin knapp über 30 Leute, die an der Ecke Königstraße/Eberhardstraße dem Regen und der Kälte trotzten. Die Demo war gut vorbereitet: Auf den zahlreichen Transparenten waren die Klagen und Forderungen der Demoteilnehmer zu lesen. An Passanten wurde Flugzettel mit dem Manifest des Marschs der Würde verteilt.

    Organisiert wurde die Veranstaltung von Marea Granate Stuttgart (Facebook-Seite). Marea Granate Stuttgart ist ein vor wenigen Wochen gegründeter Zusammenschluss von Spanierinnen und Spaniern, die, wie sie es selbst nennen, im Exil leben. Marea Granate bedeutet „weinfarbene Flut“ und bezieht sich auf die Farbe des Reisepasses. Neben dem Reisepass ist auch der Rollkoffer ein Symbol der aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit im Exil lebenden Spanier. Folgerichtig war auch ein solcher auf der Demo mit dabei.

    Die Polizei ließ sich nur ein mal kurz blicken, um einen neuen Versammlungsort zuzuweisen, da der ursprüngliche angeblich einen Rettungsweg blockierte.

    Fotos:
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    Protest gegen Abschiebung in Chicago

    Zivilcourage und Ungehorsam gegen Abschiebepolitik: In Chicago versuchten gestern 12 Aktivistinnen, eine Abschiebung zu verhindern. Sie ketteten sich mit Armschienen aneinander und legten sich unter den Bus. Die beiden Accounts danielle villarreal und NPA berichteten und dokumentierten über Twitter unter den Hashtags #shutdownICE und #not1more:

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    Kronstadt, Daisy Chain, Refpolk – The Future is still unwritten

    Eine sehr gelungene musikalische Kooperation von Künstlern aus Barcelona (Kronstadt), Thessaloniki (Daisy Chain) und Berlin (Refpolk). Das Lied hat Krise, Austerität, Zwangsräumungen und den Kampf für eine bessere Welt zum Thema. Gerappt wird in drei Sprachen (deutsch, spanisch, griechisch), lediglich die Zeile aus dem Refrain ist auf englisch.

    Damit so viele Menschen wie möglich den Text verstehen können, gibt es zuschaltbare Untertitel mit Übersetzungen (unten rechts).

    Ein kostenloser Download des Songs ist auch möglich.

    Antwort auf die Spanien Rettung

    Im Februar schilderte eine Gruppe Spanierinnen und Spanier, die bei 15M (Bewegung 15. Mai) aktiv sind, in einem Video ihre Sicht der sogenannten Rettung Spaniens und richtete sich dabei gezielt an die Deutschen:

    Jetzt folgte die Antwort darauf aus Frankfurt:

    Gedreht wurde in der Nähe der Europäischen Zentralbank, wo sich auch bis letztes Jahr das Occupy-Camp befunden hatte. Nachzulesen gibt es den Text bei Occupy Frankfurt, die gemeinsam mit Blockupy das Video erstellt haben.
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    „Ägyptische Frauen sind die rote Linie“

    Video einer Demo in Ägypten gegen sexuelle Gewalt. Es wurde von Operation Anti Sexual Harassment (Twitter-Account: OPAntiSH) zusammengestellt und mit deutschen, englischen und spanischen Untertiteln versehen (einfach auf die entsprechende Schaltfläche klicken und Sprache auswählen).

    OPAntiSH sind neben Tahrir Bodyguard eine der beiden Gruppen in Ägypten, die sich gegen die häufigen sexuellen Übergriffe gegenüber Frauen einsetzen. Wenn eine Frau bei Demonstrationen auf dem Tahrir-Platz belästigt, umringt oder gar vergewaltigt wird, eilen Freiwillige so schnell sie können an Ort und Stelle und versuchen die Frau in Sicherheit zu bringen. Ahram online hat einen Artikel veröffentlicht, der das Grauen solcher Szenen schildert, wenn Dutzende Männer wie wilde Tiere über Frauen herfallen („The circle of hell: Inside tahrir’s mob sexual assault epidemic“, Link).

    Die Aktionen der beiden Gruppen beschränken sich jedoch nicht auf Hilfe in akuten Notfällen. Tahrir Bodyguard bietet auch kostenlose Selbstverteidigungskurse für Frauen an (nachzulesen bei Egypt Independent).

    Mit Tweets in verschiedenen Sprachen und diesem Video wollen sie – auch international – Bewusstsein für diese Problematik erschaffen und Frauen Mut machen.

    Wir lassen uns nicht vertreiben. Die Straße gehört uns.

    Den Frauen zu Hause sage ich: Geht auf die Straße. Es ist die Zeit, unsere Präsenz deutlich zu machen. Das ist ein Schlüsselmoment)
    (Zitate aus dem Video)