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Anarchistischer Monatsrückblick: September 2017

Rückblick auf die zurückliegenden vier Wochen aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Die zurückliegenden vier Wochen:

In Freiburg demonstrierten hunderte Menschen gegen das Verbot von Linksunten. Bei der Kundgebung gab es auch einen Redebeitrag der FAU Freiburg und ein Grußwort von Thomas-Meyer-Falk aus der Freiburger JVA. Berichte, Audiobeiträge und Fotos: [Nigra | Radio Dreyeckland | Indymedia | Perspektive Online]

Die Schwarz-Roten Bergsteiger, eine AG der FAU Dresden, erklärte ebenfalls ihre Solidarität mit Linksunten mittels eines Transparents. [SRB_FAU/Twitter]

Der Libertäre Podcast vom Anarchistischen Radio Berlin ist erschienen, ein ernster und satirischer Blick auf Ereignisse des letzten Monats aus libertärer Perspektive. Wie jeden Monat außerst hörens- und empfehlenswerte 60 Minuten. [ARadio Berlin]

Die Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) brachte die neue Ausgabe ihrer Zeitschrift heraus. Die Gaidao 81 erschien eine Woche verspätet, „aus Mangel an einer Layout-Person“. Download oder Bestellung der Gaidao: [FdA-IFA]
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Anarchistischer Monatsrückblick: Juli 2017

Rückblick auf die zurückliegenden vier Wochen aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Die zurückliegenden 4 Wochen

Rojava (Nord-Syrien): Der anarchistische Genosse Robert Grodt (Demhat Goldman) ist am 6. Juli bei der Befreiung von Raqqa ums Leben gekommen. „Er war dort, um anderen zu helfen, das war sein Leben lang seine Leidenschaft,“ sagte Elizabeth Clarke, eine Verwandte von ihm, auf Facebook. Der 28-Jährige hatte sich der kurdischen Miliz YPG angeschlossen, um gegen den Islamischen Staat (IS) und für die soziale Revolution zu kämpfen.


2011 war Demhat Goldman in New York als Demosanitäter bei der Occupy Wall Street-Bewegung aktiv gewesen. Dort lernte er auch seine spätere Partnerin Kaylee Dedrick kennen. Er leistete erste Hilfe bei ihr, als Polizisten sie mit Pfefferspray verletzten. Die beiden hatten eine gemeinsame Tochter. Der Legende nach das „erste Occupy-Baby“, gezeugt im Protestcamp im Zuccotti Park.
In einer Video-Botschaft legte Demhat Goldman seine Motive dar, warum er nach Rojava gegangen war: [Youtube]
Berichte über seinen Tod fanden sich auch in bürgerlichen Medien, auch wenn diese kein Wort über seine anarchistischen Überzeugungen verloren: [Washington Post | Guardian | New York Times (alle: englisch)].
Die näheren Umstände seines Todes werden auf der Seite von [YPG Rojava (englisch)] beschrieben.
Eine Mitteilung des anarchistischen Bataillons [IRPGF/Twitter].
In Chicago wurde ihm zu Ehren ein Transparent angebracht: [Daneyvilla/Twitter (englisch)].
Fotos vom Abschied von Demhat Goldman in Rojava: [Defense Units/Twitter | YPJ Press (beide: englisch)].

IRPGF, ein anarchistisches Bataillon in Rojava, verkündete die Gründung von einer Untergruppe namens The Queer Insurrection and Liberation Army (TQILA) [IRPGF/Twiter (englisch)]. IRPGF postete auch ein Bild, das in Raqqa entstanden sein soll. Das Bild wurde mittlerweile weit über 4000 mal geteilt [IRPGF/Twitter (englisch)]:

Presseberichte zu TQLA: [Newsweek | Independent (beide: englisch)].
Gegenüber der [taz] äußerte sich SDF-Sprecher Mustafa Bali dahingehend, dass diese Gruppe nicht als separate Kampfeinheit anzusehen sei. Sehr wohl gebe es eine LGBTI-Initiative in den Reihen der Anti-IS-Kämpfer der SDF.
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Antwort auf die Spanien Rettung

Im Februar schilderte eine Gruppe Spanierinnen und Spanier, die bei 15M (Bewegung 15. Mai) aktiv sind, in einem Video ihre Sicht der sogenannten Rettung Spaniens und richtete sich dabei gezielt an die Deutschen:

Jetzt folgte die Antwort darauf aus Frankfurt:

Gedreht wurde in der Nähe der Europäischen Zentralbank, wo sich auch bis letztes Jahr das Occupy-Camp befunden hatte. Nachzulesen gibt es den Text bei Occupy Frankfurt, die gemeinsam mit Blockupy das Video erstellt haben.
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Ein Besuch bei Occupy Frankfurt

Ich wollte Occupy Frankfurt unbedingt mit eigenen Augen sehen, bevor es zu spät ist. Da die Räumungsfrist am 31. Juli, 23:59 Uhr, auslief, nutzte ich diesen vermeintlich letzten Tag für einen Besuch bei dem Protestlager in der Bankenmetropole am Main. Erst am Abend erfuhr ich, dass die Räumung des Camps aufgeschoben worden war (Hessischer Rundfunk). […]

Solidarität mit spanischen Bergleuten – Solidaridad con los mineros

Gestern fanden in mehreren deutschen Städten Aktionen vor dem spanischen Konsulat statt, um sich mit den streikenden Bergleuten zu solidarisieren und gegen die Polizeigewalt zu protestieren, die den Kumpels widerfuhr, als sie vergangenen Mittwoch in Madrid demonstrierten, wobei viele von ihnen verletzt wurden durch Knüppelschläge und Gummigeschosse.

Fotos und Videos von den Solidaritätsbekundungen:

Ayer tuvieron lugar manifestaciones de apoyo para los mineros en varias ciudades alemanas. Los manifestantes se reunieron frente a las embajadas españolas para protestar contra la violencia que ejerció la policía durante la manifestación minera el miércoles pasado en Madrid, dejando heridos muchas personas por pelotazos de goma y porrazos.

Fotos y vídeos de estas acciones:
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Nachbetrachtung: Räumung occupy Frankfurt

Foto von a_ffm@Twitter

Als occupy Frankfurt vor drei Tagen geräumt wurde, leisteten etwa 350 Aktivistinnen und Aktivisten Widerstand gegen die erdrückende Polizei-Übermacht. Für ein Camp, um das es die letzten Wochen etwas ruhiger geworden war, ist das eine erstaunliche Mobilisierung, um so mehr an einem Werktag Vormittag.

Die kreativste Protestform waren die Kinderplantschbecken voller Wasserfarbe, in denen einige Camp-Verteidiger saßen. Sie übergossen sich gegenseitig mit Farbe, so dass es der Polizei nicht möglich war, diese farbtriefenden Menschen abzuführen, ohne selbst bekleckert zu werden.

Ich sehe eine vielfache Symbolkraft in dieser Aktion:
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Occupy-Aktivitäten in San Francisco und New York

Foto von OccupyWallStreet.org

Viele Menschen nutzen den 1. April für alberne Scherze. Die Aktivisten von Occupy San Francisco hingegen machten an diesem Tag ernst und besetzten ein leerstehendes Gebäude, das sie umgehend Kommune San Francisco tauften. Geplant war eine dauerhafte Besetzung, um nach der Räumung ihres Camps wieder ein neues Hauptquartier zu haben. Das Gebäude, das nach Straße und Hausnummer in Windeseile auch als #888Turk bekannt wurde, sollte außerdem eine Essensausgabe für arme Menschen beherbergen und als Rückzugsort dienen.
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