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Zwei Jahre Bodenfrost…

… meldete WordPress vor wenigen Tagen. Wie doch die Zeit vergeht. Es hat sich einiges getan seit damals. Die Bezugsgruppe, deretwegen der Blog ursprünglich eingerichtet wurde, gibt es schon lange nicht mehr. Stuttgart 21 steht thematisch nicht mehr im Mittelpunkt (was nicht bedeutet, dass wir das Projekt inzwischen weniger ablehnen).

Viele der älteren Beiträge erscheinen rückblickend äußerst naiv. Von dem ersten grünen Ministerpräsidenten hatten wir uns viel versprochen, doch sind wir inzwischen klüger und wissen, es gibt nur eins: ¡que no nos representan! (sie repräsentieren uns nicht). Gelöscht wird trotzdem nichts, aus alten Fehlern sollte man lernen, statt so zu tun, als hätte man sie nie begangen.

Wie wird es weitergehen, was wird in zwei Jahren sein? Wer weiß das schon. Geschrieben wird vorerst weiter. Die Themen werden so schnell nicht ausgehen, ganz im Gegenteil.

Herzlichen Dank allen, die hier mitlesen, rebloggen, kommentieren und unsere Vorstellung von einem schönen Leben teilen.

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„Aufstand der Großeltern“ in Spanien

Foto von Acampadabcn@Yfrog

Erkennungsmerkmal gelbe Schutzwesten
Foto von Acampadabcn@Yfrog

In Spanien geht nicht nur die Jugend auf die Straße, auch die älteren Generationen stellen sich den brutalen Kürzungen in den Weg. Die Rede ist natürlich von den Yayoflautas, wie sie sich selbstironisch nennen. Jugendliche Demonstranten wurden als perroflautas (in etwa: Straßengammler) verunglimpft, daraus leiteten sie yayoflautas (Opa/Oma-Gammler) ab.

Der Weltspiegel brachte kürzlich einen Beitrag über die „renitenten Rentner“ Spaniens, der unter diesem Link angesehen werden kann.

Wer die Proteste gegen Stuttgart 21 verfolgt, fühlt sich wohl an die dortigen „renitenten Rentner“ erinnert, wie die älteren Demoteilnehmer lange verspottet wurden.

Ein grober Recherchefehler ist dem ARD-Team allerdings unterlaufen – der Mann lag nicht etwa, wie behauptet, eines Schwächeanfalls wegen auf dem Boden, sondern, weil er von Polizisten umgestoßen wurde. Aber die Uniformierten sind wohl immer die Guten in den Staatsmedien.

Unser Dank gilt Uhupardo, der auf den Bericht aufmerksam machte.

Links:

Frau verliert Auge durch Gummigeschoss

Polizeigewalt während des Generalstreiks #14N: Die 42-jährige Ester Quintana verlor durch ein Gummigeschoss der Polizei ein Auge, als sie in Barcelona an einer friedlichen Demo teilnahm. Die Ärzte sagen, dass das Augenlicht wegen eines durchtrennten Nervs nicht wieder hergestellt werden kann. Das Auge selbst muss entfernt und durch eine Prothese ersetzt werden. Felip Puig, Innenminister von Katalonien, besitzt die Dreistigkeit zu behaupten, dass es an diesem 14. November keine Polizeiübergriffe gab und dass keine Geschosse abgefeuert wurden.

In einem Video erzählt Ester, was an jenem Abend vorgefallen ist und was die Folgen davon sind. Das Video, im Original auf Katalanisch, verfügt auch über spanische und englische Untertitel. Einfach das Symbol links neben dem Zahnrad anklicken.


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33 Fotos vom 33. U&D

Ein unvergessliches Sommerwochenende umsonst und draußen auf dem geilsten Festival in Stuttgart-Vaihingen. Danke allen, die dabei waren und mitgeholfen haben. Man sieht sich hoffentlich wieder nächstes Jahr!

Meine vollste Hochachtung davor, für seine Überzeugung auch eine Haftstrafe in Kauf zu nehmen. Mögen die 10 Tage schnell vorüber gehen.

Mahnwache umgezogen

Seit vielen Monaten ist die Mahnwache am Stuttgarter Hauptbahnhof zentraler Punkt, an dem man stets aktuelle Informationen über das Milliardengrab Stuttgart 21 bekommt, Aushängeschild und Treffpunkt der Gegner des unterirdischen Projekts und Touristen-Attraktion zugleich. Dank vieler emsiger freiwilliger Helfer verlief der Umzug der Mahnwache heute schnell und problemlos. Das Zelt und sein Innenleben wurden so […]

Esslingen: Wen oder was schützt die Polizei?

Die Esslinger Initiative gegen S21 – die auch den ausgezeichneten Tunnelblick herausgibt – organisierte anlässlich des Besuches von Innenminister Gall eine Kundgebung vor dem alten Rathaus. Unter dem Motto „Wen oder was schützt die Polizei?“ wurde in mehreren Redebeiträgen die Kriminalisierung der Protestbewegung gegen S21 verurteilt und eine Kennzeichnungspflicht für die Polizei gefordert. Jüngstes Beispiel […]