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Anarchistischer Monatsrückblick: März 2017

Rückblick auf den März 2017 aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Rückblick auf März 2017:

16998801_859757667497456_1246108070183429524_nTrotz Verbot ist in der Türkei die Nummer 37 der anarchistischen Zeitung Meydan erschienen. Geschrieben wurde die aktuelle Ausgabe von Frauen und über Frauen. [Freedom News | InsurrectNews (beide: englisch)]
Fotos davon, wie das anarcha-feministische Kollektiv Anarşist Kadınlar die Zeitungen verteilt: [Facebook]

Auf Gran Canaria wurde am Internationalen Frauentag das selbstverwaltete Frauenhaus El Nido in einem besetzten Gebäude ins Leben gerufen. Dort entscheiden die Bewohnerinnen, die vor Misshandlung und Gewalt geflohen sind, selbst über ihre Belange. Ein nicht-staatliche Zuflucht dieser Art war vielen Frauen schon länger ein Bedürfnis gewesen. Der 8. März erwies sich als angemessener Zeitpunkt zur Umsetzung. [FAGC/Twitter (1) | (2) (spanisch)]
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Anarchistischer Monatsrückblick: Januar 2017

Rückblick auf Januar 2017 aus anarchistischer Perspektive

c190_e6wqaeboz6Das Libertäre Bündnis Ludwigsburg verteilte in Ludwigsburg 10.000 Flyer gegen rechte Hetze. [Stuttgarter Zeitung | LBQuadrat]

Das Libertäre Zentrum in Bonn wurde von den Cops geräumt. Am selben Tag nahmen 150 Personen an einer Solidaritäts-Demo teil. [LIZBonn.Blogsport.de | General-Anzeiger-Bonn]

Prozessauftakt am 23. Januar in Aachen gegen zwei AnarchistInnen, denen vorgeworfen wird, eine Bank enteignet zu haben. In Madrid und in Barcelona gab es Soli-Demos. Auf einer Brücke in Iruña wurde ein Transparent aufgehängt, das die Freilassung der GenossInnen fordert.

50 Nazis versuchten erfolglos, ein Organisierungtreffen von AnarchistInnen an der Uni Dortmund zu stören. Aus Protest dagegen nahmen 60 Menschen an einer Anti-Nazi-Demo teil. [Linksunten | Anarchismus in Dortmund/Twitter]

Erfolgreiche Veranstaltung des anarchistischen Buch- und Kulturzentrums Black Pigeon in Dortmund trotz Nazikundgebung in der Nähe. [Linksunten]

Die Föderation deutschsprachiger AnarchistInnen (FdA) veröffentlichte die Nummer 73 der allmonatlichen Zeitung Gaidao. [Bestellung/kostenloser Download auf FdA-IFA]

Das Anarchistische Radio Berlin blickt in seinem neuen libertären Podcast auf den Dezember zurück. Innovativ wird der Bericht über eine Zwangsräumung, die die Anarchistische Föderation von Gran Canaria (FAGC) verhinderte, als Hörspiel inszeniert. Schwerpunktmäßig geht es um Bullen-Spitzel in der linken Szene.

Die Graswurzelrevolution 416 ist erschienen. In dieser Ausgabe ist u. a. ein Artikel über die anarchistischen Genossen Bayram und Giyas, die in Aserbaidschan wegen Graffiti zu 10 Jahren Knast verurteilt wurden.

300 bis 400 Menschen bei Anti-WEF-Demo in Bern. [Anarchistisch.ch | InfoAGB/Twitter]
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Projekt A

Seit Februar läuft der Dokumentar-Film „Projekt A – eine Reise zu anarchistischen* Projekten in Europa“, oft vor ausverkauften Kinosälen. Das einschränkende Sternchen im Film-Titel ist durchaus angemessen, nicht alle vorgestellten Projekte sind anarchistisch.

Infostand von LB² bei einer Filmaufführung

Infostand von LB² im Kino-Foyer

Bei anderen Beiträgen stellt sich zumindest die Frage, warum sie so breiten Raum einnehmen. Beispielsweise die Anti-Atom-Proteste. Anschleichen, Anketten und Gerangel mit der Bullerei mag für die Kamera ein reizvolleres und aufmerksamkeitsheischenderes Motiv sein als dröge Schreibtischtätigkeit, aber wäre es nicht gehaltvoller und aussagekräftiger gewesen, stärker auf Hannas Übersetzungen von Crimethinc-Texten einzugehen?

Allgemein ist die Auswahl des gezeigten Filmmaterials nicht immer nachvollziehbar. So die brennenden Feuerwehrautos in Athen, obwohl der Regisseur in einem Interview sagte, dass er nicht wisse, ob diejenigen, die sie angezündet haben, überhaupt Anarchisten sind. Riot porn ist spannend, zugegeben, er transportiert jedoch keinen Inhalt, wenn er nicht in einen Kontext eingebettet ist.
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Um etwas zu verändern, fang überall an!

„Wenn du etwas Beliebiges verändern könntest, was wäre es?“, fragt das Netzwerk CrimethInc. in der Kampagne „Alles verändern – ein anarchistischer Aufruf“. Es gibt eine mehrsprachige Webseite dazu, sowie ein Video. Hier die deutsche Version:

(Die englische Version gibt es beispielsweise hier zu sehen)