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Anarchistischer Monatsrückblick: April 2017

Rückblick auf die zurückliegenden vier Wochen aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

April 2017:

Die FAU Dresden hat den libertären Frühling ausgerufen. Informationen und Termine der Veranstaltungen: [LFDD.Blogsport]

Anarchistische und anarchosyndikalistische Beteiligung gab es bei NOPE, eine Gegendemonstration zu PEGIDA in Dresden. Eine Fotostrecke der Demo: [News-Photo]. Bei dieser Veranstaltung distanzierte sich die FAU Dresden von der spontanen Demo eine Woche zuvor. Der Redebeitrag zum Nachlesen: [Dresden.FAU].

Das anarchistische Buch- und Kulturzentrum Black Pigeon in Dortmund feierte am 1. April mit einem großen bunten Programm sein einjähriges Bestehen. [BlackPigeon.Blogsport]
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Anarchistischer Monatsrückblick: Januar 2017

Rückblick auf Januar 2017 aus anarchistischer Perspektive

c190_e6wqaeboz6Das Libertäre Bündnis Ludwigsburg verteilte in Ludwigsburg 10.000 Flyer gegen rechte Hetze. [Stuttgarter Zeitung | LBQuadrat]

Das Libertäre Zentrum in Bonn wurde von den Cops geräumt. Am selben Tag nahmen 150 Personen an einer Solidaritäts-Demo teil. [LIZBonn.Blogsport.de | General-Anzeiger-Bonn]

Prozessauftakt am 23. Januar in Aachen gegen zwei AnarchistInnen, denen vorgeworfen wird, eine Bank enteignet zu haben. In Madrid und in Barcelona gab es Soli-Demos. Auf einer Brücke in Iruña wurde ein Transparent aufgehängt, das die Freilassung der GenossInnen fordert.

50 Nazis versuchten erfolglos, ein Organisierungtreffen von AnarchistInnen an der Uni Dortmund zu stören. Aus Protest dagegen nahmen 60 Menschen an einer Anti-Nazi-Demo teil. [Linksunten | Anarchismus in Dortmund/Twitter]

Erfolgreiche Veranstaltung des anarchistischen Buch- und Kulturzentrums Black Pigeon in Dortmund trotz Nazikundgebung in der Nähe. [Linksunten]

Die Föderation deutschsprachiger AnarchistInnen (FdA) veröffentlichte die Nummer 73 der allmonatlichen Zeitung Gaidao. [Bestellung/kostenloser Download auf FdA-IFA]

Das Anarchistische Radio Berlin blickt in seinem neuen libertären Podcast auf den Dezember zurück. Innovativ wird der Bericht über eine Zwangsräumung, die die Anarchistische Föderation von Gran Canaria (FAGC) verhinderte, als Hörspiel inszeniert. Schwerpunktmäßig geht es um Bullen-Spitzel in der linken Szene.

Die Graswurzelrevolution 416 ist erschienen. In dieser Ausgabe ist u. a. ein Artikel über die anarchistischen Genossen Bayram und Giyas, die in Aserbaidschan wegen Graffiti zu 10 Jahren Knast verurteilt wurden.

300 bis 400 Menschen bei Anti-WEF-Demo in Bern. [Anarchistisch.ch | InfoAGB/Twitter]
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Veranstaltungsreihe „Was ist Anarchie?“ in Ludwigsburg

Was ist Anarchie?Im Februar und März versucht eine Veranstaltungsreihe der Frage auf den Grund zu gehen, was Anarchie ist. Das vielfältige Programm – Filmaufführung, Vortrag, Lesung, Ausstellung und Party – findet jeweils im DemoZ in der Wilhelmstraße 45/1 in Ludwigsburg statt.

Ab dem 2. Februar – „Geschichte des Anarchismus in Ludwigsburg und Umgebung“ (Ausstellung)
Donnerstag, 2. Februar – Aufführung des Dokumentarfilms „Projekt A – Eine Reise zu anarchistischen Projekten“
Freitag, 10. Februar – Einführung in die Idee des Anarchismus (Vortrag)
Freitag, 17. Februar – „Die 5-Stunden-Woche“ Ein Vortrag, der darlegt, wie der heutige Lebensstandard mit nur 5 Arbeitsstunden pro Woche erzielt werden könnte ohne Kapitalismus
Freitag, 3. März – Lesung aus Aleksandar Hemons Roman „Lazarus“
Dienstag, 21. März – Vortrag zum Anarchafeminismus
Samstag, 25. März – „Anarchie und Luxus“ – futtern und feiern

Auf der Seite vom Libertären Bündnis Ludwigsburg stehen alle Details zu den Veranstaltungen: Link.

From Stuttgart with love

Den Anarchisten Bayram und Giyas drohen in Aserbaidschan nach einer Gerichtsfarce mehrjährige Haftstrafen wegen zweier Graffiti, „Fuck the system“ und „Herzlichen Glückwunsch zum Sklaventag“. Aus diesem Grund hatte das Libertäre Bündnis Ludwigsburg zu einer Solidaritätskundgebung aufgerufen.

Knapp über ein Dutzend Unterstützerinnen und Unterstützer trotzten am Freitag Regen, Kälte und Dunkelheit und fanden sich vor dem Konsulat von Aserbaidschan in der Heilbronner Straße in Stuttgart ein. In Anspielung auf die Graffiti riefen die Versammelten „Aserbaidschan – Bullenstaat – Herzlichen Glückwunsch zum Sklaventag!“

Über einen Lautsprecher wurde ein Podcast vom Anarchistischen Radio Berlin zum Thema abgespielt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung schrieben Grußbotschaften der Solidarität und Liebe auf Karten, die die Distanz der tausenden Kilometer und die Hindernisse der Zellengitter überwinden werden.

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Das vor dem Konsulat aufgehängte Transparent war bereits bei einer Solidaritätsaktion beim 10. IFA-Kongress in Frankfurt am Main im August diesen Jahres zu sehen gewesen und wandert jetzt von Kundgebung zu Kundgebung.

Auf changenow.blogspsort.eu sind ins deutsche übersetzte Hintergründe über den Prozess gegen Bayram und Giyas und Informationen über weltweite Solidaritätsaktionen nachzulesen.

Die Adresse des Knastes, um den beiden zu schreiben:

Bayram Məmmədov, Qiyas İbrahimov
Bakı şəhəri Kürdəxanı qəsəbəsi
Bakı İstintaq Təcridxanası
Sabuncu Rayon
AZ1059
ASERBAIDSCHAN

(Stadt Baku, Provinz Kurdakhani, Untersuchungsgefängnis von Baku, Bezirk Sabunchu, PLZ- AZ1059, Aserbaidschan)

PS. Das Libertäre Bündnis Ludwigsburg hat auch einen Bericht über die Kundgebung veröffentlicht.
Bericht auf changenow.blogsport.eu.

Solidarität mit Bayram und Giyas

soli-fw_Das Libertäre Bündnis Ludwigsburg ruft zu einer Solidaritätskundgebung für Bayram und Giyas auf, am 18. November, 16 Uhr, vor dem Honorarkonsulat von Aserbaidschan in Stuttgart. Anlass ist die massive Repression, der die beiden Genossen ausgesetzt sind:

Die beiden Anarchisten Bayram und Giyas sind nach einem Protestgraffiti gegen das autoritäre Regime in Aserbaidschan verhaftet worden. Um das Strafmaß deutlich zu erhöhen, wurde den beiden Drogenbesitz untergeschoben (eine übliche Masche bei politischen Gefangenen in Aserbaidschan). Deshalb droht ihnen nun statt weniger Monate Haft eine Haftstrafe von 8-12 Jahren wegen illegalen Drogenbesitz. Giyas wurde bereits in einem Schauprozess wegen illegalen Drogenbesitz zu einer Haftstrafe von 10 Jahren verurteilt.
Außerdem droht ihnen im Gefängnis Folter (wie andere politische Gefangenen in der Vergangenheit schon erlebt haben).

Auf der Webseite von LB² gibt es auch weiterführende Informationen zu dem Prozess gegen Bayram und Giyas.

Fuck the system

Nieder mit den Gefängnissen und der Gesellschaft, die auf ihnen aufbaut!