Tag Archive | MieterInnen-Syndikat

Anarchistischer Monatsrückblick: Mai 2018

Rückblick auf die zurückliegenden vier Wochen aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

1. Mai

In Albuquerque (USA) konnten sich Kinder an Piñata-Puppen austoben, deren Uniformen mit „police“ und „ICE“ (Abschiebebehörde in den USA) beschriftet waren. Weitere Fotos davon: [KDenRocker (1) | (2) | (3) | (4) | (5) (alle: englisch)]

Video von einer gigantischen anarchistischen und anarchosyndikalistischen Demo in Bandung in Indonesien: [anarkonesia (englisch)]. Bericht über May Day in Indonesien: [It’s Going Down (englisch)]

Über 300 Menschen fanden sich dieses Jahr zum anarchistischen 1. Mai in Dortmund ein. Kämpferisch zogen sie vom Sonnenplatz bis vor das anarchistische Zentrum Black Pigeon. Im Anschluss gab es dort noch ein Kulturprogramm. Auf dem Front-Transparent stand „Für eine Welt ohne Lohnarbeit“. Fotos: [Antifaschistische Gruppe Dortmund (1) | (2) | (3) | ANetzDo]. Video: [AFRR]
Umfangreiche Auswertung der anarchistischen Gruppe Dortmund mit vielen Fotos zu den Ereignissen. [AGDo]
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Die Kraft der gegenseitigen Hilfe

Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie viel Kraft und positive Wirkung Solidarität und gegenseitige Hilfe entfalten können, wenn sie nicht nur Parolen sind, sondern in die Tat umgesetzt werden.

Die Comunidad la Esperanza ist Spaniens größtes selbstverwaltetes Hausbesetzungsprojekt. In vier Wohnblocks leben etwa 200 Menschen – die Hälfte davon Kinder und Jugendliche – die Zwangsräumung und andere prekäre Lebenssituationen hinter sich haben. Sie organisieren sich basisdemokratisch in Plena und Arbeitsgruppen. Der Alltag ist geprägt von gegenseitiger Hilfe. Ins Leben gerufen wurde dieses Wohnprojekt vor fast 5 Jahren von der Anarchistischen Föderation Gran Canaria (Federación Anarquista de Gran Canaria, FAGC).

Am 22. März 2018 wurde der Esperanza durch den Stromanbieter Unelco (Endesa Canarias) der Strom abgestellt. Die 70 Familien, die dort leben, waren dadurch nicht nur ohne Strom, sondern auch ohne Wasser, da das Wasser mit einer Pumpe in die Häuser befördert wird. Außerdem fürchteten die Bewohnerinnen und Bewohner der Esperanza, dass der abgestellte Strom das Vorzeichen für eine bevorstehende Räumung sein könnte. RTVC berichtete darüber.

Als erste Protest-Reaktion blockierten sie die Straße vor dem Wohnprojekt in Santa María de Guía (Gran Canaria) und machten lauthals und topfschlagend auf die Untragbarkeit ihrer Situation aufmerksam. Die Anarchistische Föderation twitterte ein Foto und postete ein Video davon. A3 brachte ebenfalls einen Bericht.


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