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Anarchistischer Monatsrückblick: März 2017

Rückblick auf den März 2017 aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Rückblick auf März 2017:

16998801_859757667497456_1246108070183429524_nTrotz Verbot ist in der Türkei die Nummer 37 der anarchistischen Zeitung Meydan erschienen. Geschrieben wurde die aktuelle Ausgabe von Frauen und über Frauen. [Freedom News | InsurrectNews (beide: englisch)]
Fotos davon, wie das anarcha-feministische Kollektiv Anarşist Kadınlar die Zeitungen verteilt: [Facebook]

Auf Gran Canaria wurde am Internationalen Frauentag das selbstverwaltete Frauenhaus El Nido in einem besetzten Gebäude ins Leben gerufen. Dort entscheiden die Bewohnerinnen, die vor Misshandlung und Gewalt geflohen sind, selbst über ihre Belange. Ein nicht-staatliche Zuflucht dieser Art war vielen Frauen schon länger ein Bedürfnis gewesen. Der 8. März erwies sich als angemessener Zeitpunkt zur Umsetzung. [FAGC/Twitter (1) | (2) (spanisch)]
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Veranstaltungsreihe „Was ist Anarchie?“ in Ludwigsburg

Was ist Anarchie?Im Februar und März versucht eine Veranstaltungsreihe der Frage auf den Grund zu gehen, was Anarchie ist. Das vielfältige Programm – Filmaufführung, Vortrag, Lesung, Ausstellung und Party – findet jeweils im DemoZ in der Wilhelmstraße 45/1 in Ludwigsburg statt.

Ab dem 2. Februar – „Geschichte des Anarchismus in Ludwigsburg und Umgebung“ (Ausstellung)
Donnerstag, 2. Februar – Aufführung des Dokumentarfilms „Projekt A – Eine Reise zu anarchistischen Projekten“
Freitag, 10. Februar – Einführung in die Idee des Anarchismus (Vortrag)
Freitag, 17. Februar – „Die 5-Stunden-Woche“ Ein Vortrag, der darlegt, wie der heutige Lebensstandard mit nur 5 Arbeitsstunden pro Woche erzielt werden könnte ohne Kapitalismus
Freitag, 3. März – Lesung aus Aleksandar Hemons Roman „Lazarus“
Dienstag, 21. März – Vortrag zum Anarchafeminismus
Samstag, 25. März – „Anarchie und Luxus“ – futtern und feiern

Auf der Seite vom Libertären Bündnis Ludwigsburg stehen alle Details zu den Veranstaltungen: Link.

Projekt A

Seit Februar läuft der Dokumentar-Film „Projekt A – eine Reise zu anarchistischen* Projekten in Europa“, oft vor ausverkauften Kinosälen. Das einschränkende Sternchen im Film-Titel ist durchaus angemessen, nicht alle vorgestellten Projekte sind anarchistisch.

Infostand von LB² bei einer Filmaufführung

Infostand von LB² im Kino-Foyer

Bei anderen Beiträgen stellt sich zumindest die Frage, warum sie so breiten Raum einnehmen. Beispielsweise die Anti-Atom-Proteste. Anschleichen, Anketten und Gerangel mit der Bullerei mag für die Kamera ein reizvolleres und aufmerksamkeitsheischenderes Motiv sein als dröge Schreibtischtätigkeit, aber wäre es nicht gehaltvoller und aussagekräftiger gewesen, stärker auf Hannas Übersetzungen von Crimethinc-Texten einzugehen?

Allgemein ist die Auswahl des gezeigten Filmmaterials nicht immer nachvollziehbar. So die brennenden Feuerwehrautos in Athen, obwohl der Regisseur in einem Interview sagte, dass er nicht wisse, ob diejenigen, die sie angezündet haben, überhaupt Anarchisten sind. Riot porn ist spannend, zugegeben, er transportiert jedoch keinen Inhalt, wenn er nicht in einen Kontext eingebettet ist.
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