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Anarchistischer Monatsrückblick: Oktober 2017

Rückblick auf die zurückliegenden vier Wochen aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Die zurückliegenden vier Wochen:

Am 3. Oktober fand in Katalonien ein Generalstreik statt, gegen die Arbeitsreformen der letzten Jahre und gegen die Repression und Polizeigewalt im Rahmen des Referendums zur Unabhängigkeit (allein am Tag der Abstimmung mussten 1066 Personen wegen Polizeigewalt medizinisch behandelt werden [324 (katalanisch)]). Ausgerufen und unterstützt wurde der Generalstreik unter anderem von den anarcho-syndikalistischen Gewerkschaften CNT, CGT und Solidaridad Obrera und von Las Kellys, eine spanische Basisgewerkschaft von Reinigungskräften [Las Kellys (spanisch)].
Ein Live-Ticker zum Generalstreik: [The Free Online (englisch)]

In mehreren Städten in Deutschland organisierte die Freie Arbeiter*innen Union (FAU) Solidaritätskundgebungen zum Generalstreik in Katalonien. Fotos von Aktionen in Berlin, Düsseldorf, Marbach, München und Stuttgart: [FAU/Twitter (1) | (2) | (3) | (4) | (5)]. Ein Bericht zu der Kundgebung in Düsseldorf: [Duisburg.FAU]. Eine Solidaritätserklärung auf der Seite der [FAU].

In Athen hat die anarchistische Gruppe Rouvikonas das spanische Konsulat besetzt. Die Besetzung erfolgte aus Protest gegen die Repression in Spanien und aus Solidarität mit den Opfern der Repression in Katalonien. Ein Übersetzung des Statements von Rouvikonas zu der Besetzung: [Enough is enough (englisch)]. Die Mitteilung im Original: [Liberation Popular (griechisch)]. Ein Bericht der Besetzung: [Hibai Abide Aza/Twitter (spanisch)]. Einige Fotos der besetzung: [th1an1/Twitter (englisch)].
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In Untersuchungshaft wegen Riseup-Mailaccount

Eine der 9 Personen, die bei der Fortsetzung von operación Pandora festgenommen wurden, befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Als Begründung dafür nennt der Gerichtsbeschluss der Audiencia Nacional einen Bericht, der von den Mossos d’Esquadra – der katalanischen Polizei – erstellt wurde und den Titel trägt „Analyse der relevanten Indizien, die dafür sprechen, dass die Grupos Coordinados Anarquistas (GAC) eine Vereinigung mit terroristischen Absichten sind“.

Konkret spreche laut dieser Analyse gegen den Anwalt in Untersuchungshaft „die Verwendung von E-Mails mit extremen Sicherheitsvorkehrungen, wie beispielsweise der Server RISEUP“, der Besitz des Buches „Contra la democracia“, die Teilnahme an einer Versammlung im Ateneo Libertario in Palomar und ein schwarzer Notizblock, auf dem die Abkürzungen GAC und FAI notiert sind.

Juan Pablo González, Richter der Audiencia Nacional, streitet jedoch die Darstellung des katalanischen Innenministeriums ab, nach der eben dieses spanische Zentralgericht in Madrid die Hausdurchsuchungen und die Festnahmen angeordnet habe. Er habe die Durchsuchungen und Festnahmen lediglich genehmigt, nachdem sie von den Mossos d’Esquadra beantragt wurden.

Quelle: Directa

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