Tag-Archiv | Valencia

Operación Pandora: Polizei-Einsatz gegen Anarchismus in Spanien

Gestern fand unter der Bezeichnung operación Pandora ein groß angelegter Polizei-Einsatz gegen Anarchistinnen und Anarchisten statt. In Madrid, Barcelona und einigen anderen Städten in Spanien wurden mehrere Privatwohnungen, besetzte Häuser und soziale Zentren von insgesamt 400 Einsatzkräften gestürmt und durchsucht.

Um 5 Uhr morgens drangen Mossos d’Esquadra gewaltsam in das Kasa de la Muntanya in der katalanischen Metropole ein. Sie erbeuteten Computer, Handys, Notizblöcke und Datenträger. In dem seit 25 Jahren besetzten Haus hielten sich zu diesem Zeitpunkt 20 Bewohner auf, darunter zwei Kinder im Alter von 5 und 6 Jahren.
Während dieses Überfalls kreiste ein Polizei-Hubschrauber über dem Gebäude und strahlte es mit einem leistungsstarken Scheinwerfer an.
Aus Solidarität mit dem bedrängten Kasa de la Muntanya blockierten rund 50 Unterstützer eine halbe Stunde lang eine Straße. Diese spontane Aktion wurde von den Mossos beendet.
Lies mehr …

Solidaritäts-Demos in Spanien für Miguel und Isma

Gestern fand in Madrid eine Solidaritäts-Demonstration für zwei inhaftierte Jugendliche statt. Miguel und Isma sitzen seit Monaten in Untersuchungshaft, weil sie an dem Marsch der Würde (siehe Artikel auf Bodenfrost) teilgenommen haben. Miguel wurde direkt im Anschluss an den Marsch der Würde festgenommen, Isma während der Polizei-Operation „Puma 70“ am 4. April. Den beiden wird Missachtung der Staatsgewalt, Störung der öffentlichen Ordnung und Angriffe auf Polizeibeamten zur Last gelegt. Ihre Anwälte versichern, dass keinerlei Beweise gegen die beiden vorlägen, die die Vorwürfe bekräftigten. Die Anwälte haben Anträge auf Haftentlassung gestellt.

Auf dem Transparent steht: „Miguel und Isma, Geiseln des Staats. Freispruch für die Gefangenen des 22. März“. Auf der Demo waren unter anderem folgende Rufe zu hören: „no estamos todos, faltan los presos“ (wir sind nicht alle, es fehlen die Gefangenen), „la lucha es el único camino“ (der Kampf ist der einzige Weg) und „libertad detenidos por luchar“ (Freiheit für die, die festgenommen wurden, weil sie kämpften).

Am selben Tag wurde auch in Zaragoza Freiheit für Miguel und Isma gefordert:

In Valencia demonstrierten CNT und CGT ebenfalls gegen die Repression gegenüber sozialen Bewegung und für die Freilassung der beiden Inhaftierten:

Soziale Bewegungen müssen sich unserer Meinung nach nicht nur an ihren Forderungen und Aktionsformen messen lassen, sondern nicht zuletzt auch daran, ob und wie sehr sie sich für Mitstreiter einsetzen, die in die Fänge der Justiz geraten sind. Es trifft wenige, gemeint sind wir alle.

Quellen/Fotos:
Disopress | Público | Periodismo Digno

Twitter-Hashtags:
#2MesesPreso | #MiguelEIsmaLibertad | #Miguel22MLibertad | #Isma22MLibertad

Landesweite Proteste in Spanien für öffentliche Bildung

Hundertausende Schüler, Lehrer, Studenten und Professoren protestierten gestern in ganz Spanien gegen steigende Studiengebühren, Kürzungen und Entlassungen im Bildungsbereich und die kürzlich verabschiedete und äußerst umstrittene Bildungsreform namens LOMCE. Eine kleine Auswahl an Städten, in denen es an diesem Tag Demonstrationen gab:

collage-24okomplett

Ein Dokumentar-Video aus Madrid:



Weitere Fotos:

Treffen der Iaioflautas und feministische Escraches

Foto von celescolorado@Twitter

Foto von celescolorado@Twitter

Am Wochenende versammelten sich in Valencia Iaioflautas aus ganz Spanien, um gemeinsam den ersten Geburtstag der dortigen Ortsgruppe zu feiern. Die Iaioflautas sind ein Kollektiv rebellischer Rentner, die mit ihren humorvollen und gewaltfreien Protest-Aktionen die Kämpfe der Jugend um soziale Gerechtigkeit unterstützen. Sie sehen sich selbst als „Kinder der Bewegung 15M“. Der Iaioflauta-Virus erweist sich als äußerst ansteckend: Mittlerweile sind in rund einem Dutzend Städten in Spanien neue Ableger entstanden. Ihr Name, mal Iaioflautas, mal Yayoflautas geschrieben, entstand in Anlehnung an das Schimpfwort „perroflautas“ (in etwa: Straßengammler mit Hund und Flöte), mit dem die jugendlichen Demonstranten von Politikern verunglimpft wurden. „Iaio“ ist das katalanische Wort für Opa.

Foto von racos1871@Twitter

Foto von racos1871@Twitter

Bevor sie sich bei Paella und gemütlichem Beisammensein stärkten und gemeinsam feierten, spielten die Iaioflautas erst einmal einen ihrer berühmten Streiche, wie sie selbst ihre stets gut geplanten und vorbereiteten Aktionen zu nennen pflegen. Als nicht zu übersehende phosphoreszierend-gelbe Flut, die Farbe ihres Erkennungsmerkmals, der Warnweste, zogen sie durch Valencia vor den Sitz des Erzbistums, wo zu diesem Zeitpunkt eine Bischofs-Konferenz tagte. Lautstark wetterten die Iaioflautas gegen die geplante Verschärfung des Abtreibungsgesetzes in Spanien, die auf den Einfluss der katholischen Kirche zurückzuführen ist. Ein legaler Abbruch soll künftig auch bei einer Missbildung des Fötus nicht mehr möglich sein.

Foto von iaioflautas@Twitter

Foto von iaioflautas@Twitter


Lies mehr …

Von der Empörung zur Rebellion: Zweiter Jahrestag von #15M

Foto von Democracia Real Ya

Foto von Democracia Real Ya

Unter dem Motto „de la indignación a la rebelión – escrache al sistema“ (von der Empörung zur Rebellion – wir bereiten dem System ein ‚Escrache‚) finden ab heute Nachmittag in zahlreichen Städten in Spanien Demozüge, Kundgebungen und weitere Aktionen statt. Anlass ist der zweite Jahrestag der Bewegung 15M, die ab dem namensgebenden 15. Mai auf der Puerta del Sol in Madrid und der Plaça Catalunya in Barcelona das Licht der Welt erblickte, als Demoteilnehmer auf diesen zentrale Plätzen ihre Zelte errichteten.

Foto von Toma La Plaza

Foto von Toma La Plaza

15M betont jedoch ausdrücklich, dass es sich nicht um reine Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums handelt, sondern dass die Veranstaltungen Teil des fortgesetzten Kampfes gegen all die sozialen Missstände im Land sind.

In Madrid wird sich der Sternmarsch aus verschiedenen Stadtteilen auf der Puerta del Sol treffen und dort den grito mudo (stummen Schrei) zelebrieren. Anschließend können sich die Demoteilnehmer an Arbeitsgruppen und Versammlungen zu verschiedenen Themen anschließen, bei denen versucht wird, Lösungen für die Probleme zu erarbeiten und zu diskutieren.

Wir versuchen, so schnell wie möglich aktuelle Infos, Fotos und Links zu Live-Streams zu ergänzen.
Lies mehr …

Die Kraft der Solidarität

Eine Familie aus Spanien konnte ihre Strom- und Gasrechnung nicht bezahlen und startete einen Spendenaufruf im Internet. Innerhalb nur dreier Tage kam über anonyme Spenden genug Geld zusammen.

Jordi Velasco, Vater zweier Kinder, ist seit Oktober 2011 arbeitslos. Seine Frau ist Hausfrau und hat kein Einkommen. Die Familie lebt von 900 Euro Arbeitslosenhilfe, wovon 560 Euro draufgehen für die Hypothek. Er hatte sich das mit dem Spendenaufruf ausgiebig überlegt: „Was soll ich machen? Mich vom Balkon stürzen? Das wird die Regierung nicht schaffen. Ich schaute meine Kinder an und entschied, es zu versuchen,“ sagte er der Público.

Sein Hilferuf im Wortlaut:

Hallo miteinander, mir wird in Kürze Licht und Gas abgedreht. Ich brauche die Hilfe von 450 Menschen, die je 1 Euro beitragen. Wenn ihr Information wollt, schickt mir eine Privatnachricht. Danke.
– Jordi (@Jordivll), 27. Februar 2013

Lies mehr …

Massenproteste in Spanien gegen Zwangsräumungen

Zehntausende folgten gestern dem Ruf von PAH, der Plattform Hypotheken-Geschädigter, und demonstrierten gegen Zwangsräumungen und für ein Recht auf Wohnung. In rund 50 Städten in ganz Spanien fanden Veranstaltungen statt (eine Liste aller beteiligten Städte).

Es wurden auch Schweigeminuten eingelegt für diejenigen, die sich das Leben genommen haben, weil Banken sie aus ihren Häusern und Wohnung werfen ließen (Artikel auf Bodenfrost über die Selbstmorde). Wie bereits oft zuvor, wurde wieder laut gerufen, dass es keine Selbstmorde waren, sondern Mord. Dazu passend wurden zahlreiche Bank-Filialen entlang der Demo-Routen phantasie- und vorwurfsvoll verschönert. So wurde beispielsweise aus Santander „Satan“ und aus einer anderen „Mordor“. Es wurden Zettel angeklebt, auf denen steht, „dieses Bank betrügt und raubt“ und „Mörder“ und „ihr seid schuldig“-Schriftzüge mit Spraydosen angebracht. Mehr davon bei den Fotos im unteren Bereich.

In Coruña gab es einen Zwischenstopp an einem Haus, in dem eine 85-Jährige lebt, der morgen die Zwangsräumung droht, weil sie eine Monatsmiete, 165 Euro, nicht gezahlt haben soll (Artikel auf spanisch bei El diario).

Die Demos dauerten den halben Tag über an, in einigen Städten wurde bereits zur Mittagszeit begonnen, die letzten fingen erst am frühen Abend an. Die meisten deutschsprachigen Medien begnügten sich mit dürren Presseagentur-Meldungen zu dem Ereignis. Daher zur Illustration, was gestern auf den Straßen Spaniens wirklich los war, einige Fotos aus allen möglichen Städten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Eine Liste mit den Demoteilnehmerzahlen wurde von 20 minutos veröffentlicht.
Lies mehr …

#AlfonLibertad: Solidemos in ganz Spanien

AlfonLibertad28DSeit dem 14. November, Tag des europaweiten Generalstreiks, sitzt Alfonso Fernández Ortega, ein junger Madrilene, in verschärfter Untersuchungshaft, ohne verurteilt worden zu sein. Die Vorwürfe, er habe eine Tasche mit Brennbarem bei sich gehabt, wirken konstruiert, Beweise dafür konnten bislang nicht vorgelegt werden (ausführlicher Bericht auf enough is enough).

Am vergangenen Freitag fanden in über 30 Städten in Spanien Solidaritätsdemos für ihn statt. Tausende Menschen folgten dem Aufruf und forderten die umgehende Freilassung von Alfon, wie er im Freundeskreis genannt wird. Einige Photos von den Protesten:
Lies mehr …

Chronik der angekündigten Tode – Selbstmorde in Spanien

"beendet die Zwangsräumungen!"

„beendet die Zwangsräumungen!

Immer wieder und immer häufiger sehen sich Menschen in Spanien gezwungen, ihrem Leben ein Ende zu bereiten, wenn ihnen die Zwangsräumung droht. Ihre Tode sind keine Einzelfälle und sie dürften auch niemanden mehr überraschen. Das Elend der Menschen, die aufgrund von Krise und Arbeitslosigkeit ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen können und ihr Dach über dem Kopf an Banken verlieren, ist erdrückend.

Die Opfer von Zwangsräumungen seit 2010:

12. November 2010: ein 45-jähriger Mann erhängt sich in Barcelona in einem Park (El confidencial [span.]).

23. Oktober 2012: ein junger Mann stürzt sich in Las Palmas de Gran Canaria von einer Brücke (Noticias Gran Canaria [span.]).

25. Oktober 2012: in Granada erhängt sich ein 54-jähriger Mann (El País in english [engl.]; Uhupardo [dt.]).

26. Oktober 2012: ein Mann springt in Burjassot (Valencia) aus dem zweiten Stock vom Balkon und überlebt verletzt (Europapress [span.]).

9. November 2012: in Barakaldo (Baskenland) springt eine 53-jährige aus dem vierten Stock in den Tod (Uhupardo [dt.]; 20 minutos [span.]; Al Jazeera [engl.]; Russia today [engl.]).

16. November 2012: in Córdoba springt ein 50-jähriger Mann aus dem Fenster (Oman observer [engl.]).

28. November 2012: ein 59-jähriger nimmt sich in Santesteban (Navarra) das Leben (Uhupardo [dt.]).

9. Dezember 2012: in Peñafiel (Valladolid) wird eine 62-jährige Frau, der die Zwangsräumung drohte, tot aufgefunden (Huffington Post.es [span.]; Público [span.]).

14. Dezember 2012: [je nach Quelle] 52/56-jährige Frau sprang in Málaga aus dem vierten Stock vom Balkon (Uhupardo [dt.]).

15. Dezember 2012: ein 47-Jähriger erhängt sich in seiner Wohnung in Ardales (Málaga)(20 minutos [span.]; El mundo [span.]).

14. Januar 2013: Ein 62-Jähriger wird in Palma de Mallorca tot aufgefunden, an dem Tag, an dem er zwangsgeräumt werden sollte. Die Gerichtsmedizin bestätigte nach einer Autopsie, dass es sich um Selbstmord handelt. In der Hosentasche des Mannes wurde der Gerichtsbefehl befunden, der die Räumung seiner Schneiderei anordnete (Diario de Mallorca [span.]).

8. Februar 2013: In Córdoba begeht ein 36-jähriger Familienvater und stop desahucios-Aktivist Selbstmord, weil er sich nach der Zwangsräumung aus seinem Haus von der Bank betrogen fühlte und keine Perspektive mehr sah, seine Schulden abzubezahlen (Bodenfrost [dt.]; Cordópolis [span.]).

Letztes Wochenende erst ein Update gemacht, schon gibt es neue Fälle. Vier Selbstmorde in zwei Tagen:

11. Februar 2013: im baskischen Basauri nahm sich ein 56-Jähriger das Leben. Eine Sprecherin von stop desahucios (beendet Zwangsräumungen) sagte, dass er die Hypothekenschulden nicht mehr bezahlen konnte, ihm bereits Licht und Wasser abgedreht worden war und die Zwangsräumung bevorstand. Seinen Kindern hinterließ der Mann eine Nachricht, in der stand „ich kann nicht mehr“ (El correo [span.]; taz [dt.]).

12. Februar 2013: In Cas Català, Mallorca, wurde ein Rentner-Ehepaar, 68 und 67 Jahre alt, tot aufgefunden. Sie wollten nicht miterleben, wie sie ihr Haus durch Zwangsräumung verlieren (Uhupardo [dt.]; taz [dt.]; Telepolis [dt.]; Diario de Mallorca [span.]).

13. Februar 2013: Ein 55-Jähriger, der zwangsgeräumt werden sollte, weil er die Miete nicht bezahlt hatte, wurde erhängt in seiner Wohnung in Alicante aufgefunden von Gerichtsvollziehern und Polizei-Beamten, die die Zwangsräumung durchführen sollten (Telepolis [dt.]; La verdad [span.]; Diario información [span.]).

18. Februar 2013: Eine 47-Jährige übergießt sich in einer Bankfiliale in Castellón mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündet sich an. Zeugen zufolge soll sie dabei gerufen haben: „schaut, was ihr mir angetan habt, ihr habt mir alles genommen.“ Sie wurde in ein Krankenhaus geflogen und überlebte schwer verletzt. Ihre Familie sagt, dass die Frau in finanziellen Schwierigkeiten war und ihr möglicherweise die Zwangsräumung bevorstand (Quellen: Euro weekly news [engl]; Voice of Russia [engl.]; Publico [span.]).
Am 10. Mai meldeten die spanischen Medien, dass die Frau im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen ist (20 minutos [span.]).

25. Februar 2013: In Cartagena nimmt sich Guillermo Santos das Leben, aus Verzweiflung darüber, dass er seine Familie nicht versorgen kann. Ein Jahr zuvor war er zwangsgeräumt worden (Bodenfrost [dt.])

6. März 2013: In Bilbao springt José Antonio Diéguez aus dem vierten Stock in den Tod, als die Gerichtsvollzieher ihm den Räumungsbefehl zustellen wollen (Bodenfrost [dt.]).

12. April 2013: In Alicante erhängt sich ein 56-jähriger Arbeitsloser, zehn Tage nach seiner Zwangsräumung. Er wurde nur knapp hundert Meter entfernt von seiner ehemaligen Wohnung gefunden. Die Zwangsräumung war durchgeführt worden, weil er der Eigentümerin der Wohnung die Miete für über ein Jahr schuldete. Ihr Angebot, ihm die Mietschulden zu erlassen, wenn er dafür im Gegenzug freiwillig die Wohnung räumt, war unbeantwortet geblieben (Diario información [span.]; Post digital [span.]).

6. Mai 2013: Als Gerichtsvollzieher und Polizei eine Wohnung in Barcelona betraten, um die Zwangsräumung durchzuführen, fanden die den 40-jährigen Bewohner tot auf. Er hatte sich erhängt (Uhupardo [dt.]; Público [span.]; El mundo [span.]).

16. Mai 2013: In La Ñora (Murcia) wird ein 42-Jähriger erhängt aufgefunden, als er zwangsgeräumt werden sollte (La opinión de Murcia [span.]; Cartagena/Democracia Real Ya [span.]).

20. Mai 2013: In Chiclana erhängt sich ein 53-jähriger Familienvater von sechs Kindern, weil er seine Hypotheken-Schulden nicht mehr bezahlen kann und ihm und seiner Familie die Zwangsräumung droht (El faro de Chiclana [span.]; Europapress [span.]).

Lies mehr …

Selbstmorde wegen Zwangsräumungen in Spanien

Viele Spanierinnen und Spanier tragen diese Woche schwarz bei Twitter. Mit dem #avatardeluto (Traueravatar) drücken sie ihre Anteilnahme mit den Opfern der Zwangsräumungen und deren Hinterbliebenen aus.

Am Dienstag stürzte sich in Las Palmas de Gran Canaria ein junger Mann, der arbeitslos geworden und dem von seiner Bank eine Räumungsaufforderung zugestellt worden war, von der Brücke.

Zwei Tage später sprang in Burjassot (Valencia) ein 53jähriger arbeitsloser Mann vom Balkon, als die Gerichtsvollzieher an seiner Wohnungstür klingelten, um ihm den Räumungsbeschluss zu zeigen. Er überlebte verletzt, sein Zustand wird als stabil beschrieben. Unmittelbar vor dem Sprung hatte er einem seiner Kinder einen Abschiedskuss gegeben,

Am selben Tag erhängte sich in Granada ein 54jähriger, dem ebenfalls die Zwangsräumung unmittelbar bevorstand (ausführlicher Bericht bei uhupardo).
Lies mehr …