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Projekt A

Seit Februar läuft der Dokumentar-Film „Projekt A – eine Reise zu anarchistischen* Projekten in Europa“, oft vor ausverkauften Kinosälen. Das einschränkende Sternchen im Film-Titel ist durchaus angemessen, nicht alle vorgestellten Projekte sind anarchistisch.

Infostand von LB² bei einer Filmaufführung

Infostand von LB² im Kino-Foyer

Bei anderen Beiträgen stellt sich zumindest die Frage, warum sie so breiten Raum einnehmen. Beispielsweise die Anti-Atom-Proteste. Anschleichen, Anketten und Gerangel mit der Bullerei mag für die Kamera ein reizvolleres und aufmerksamkeitsheischenderes Motiv sein als dröge Schreibtischtätigkeit, aber wäre es nicht gehaltvoller und aussagekräftiger gewesen, stärker auf Hannas Übersetzungen von Crimethinc-Texten einzugehen?

Allgemein ist die Auswahl des gezeigten Filmmaterials nicht immer nachvollziehbar. So die brennenden Feuerwehrautos in Athen, obwohl der Regisseur in einem Interview sagte, dass er nicht wisse, ob diejenigen, die sie angezündet haben, überhaupt Anarchisten sind. Riot porn ist spannend, zugegeben, er transportiert jedoch keinen Inhalt, wenn er nicht in einen Kontext eingebettet ist.
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