Archive | Mai 2012

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Gentrification Blog

Mieter/innen in Kreuzberg haben gestern ein Protestcamp gegen steigende Mieten eingerichtet. Das klingt nicht wirklich überraschend, denn der Bezirk ist für drastisch steigende Mieten und sein munteres Protestmilieu bekannt. Doch das Protestcamp am Kottbusser Tor unterscheidet sich von den sonst üblichen, studentisch geprägten Szenemobilisierungen. Es sind vor allem Mieter/innen aus den Sozialwohnungsblöcken rund um das Kottbusser Tor, die da ihren Protest auf die Straße verlagern. Viele der Familien haben türkische Wurzeln und befürchten aus Kreuzberg verdrängt zu werden.

UPDATE: Video von der Eröffnung des Protestcamps am Kotti (26.05.2012)

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Öffentliche Bildung in Spanien: Das letzte Hemd

Die Proteste in Spanien gegen Kürzungen bei der Bildung gehen weiter. Bei einem Protest wie diesem, der sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, ist es wichtig, sich kreative Aktions- formen auszudenken, um immer wieder Aufmerksamkeit zu erregen, statt durch Wiederholungen abzustumpfen. Eine Gruppe von Studentinnen und Studenten aus dem andalusischen Málaga verschaffte dem wichtigen Thema durch vollen Körpereinsatz Gehör.

Unter dem Motto nos quedamos en bragas (wörtlich: uns bleiben nur die Unterhosen) versammelte sich die tapfere Studentenschar auf der zentralen plaza de la Constitución und führte vor, wie die öffentliche Bildung durch die massiven Kürzungen durch die rechte Regierung bis auf das letzte Hemd ausgezogen wird. Für jedes Beispiel, das genannt wurde, warfen die Aktivistinnen und Aktivisten je ein Kleidungsstück von sich, bis nur noch die Unterwäsche übrig blieb:
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Freiraumdemo Reutlingen

Die Kulturschock Zelle in Reutlingen ist in Gefahr: Ordnungsamt und Oberbürgermeisterin Barbara Bosch wollen dem autonomen Zentrum eine Gaststättenkonzession aufzwingen, um es künftig besser kontrollieren und gängeln zu können. Vorwand für diese „alternativlose“ Maßnahme sind die Unterstellungen, dass die Zelle Jugendschutzbestimmungen nicht einhalten und mit dem Getränkeverkauf Gewinn erwirtschaften würde. Auf ihrer Webseite äußern die „Zellis“ (Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zelle) ihre Bedenken hinsichtlich dieser Konzession:

Durch eine Gaststättenkonzession ist dieses Konzept bedroht, eine eigenverantwortliche Arbeit wäre nicht mehr möglich. Die Konzession würde bedeuten, dass es einen Verantwortlichen geben müsste der für alles den Kopf hin hält, die Stadt uns mit Auflagen das Leben schwer machen könnte und uns die Konzession jederzeit entzogen werden könnte. (…) Als anerkannter Träger der Außerschulischen Jugendbildung ist es uns zudem untersagt ein Gewerbe anzumelden, wenn wir unseren Anspruch auf Förderung nicht verlieren wollen.
Quelle: Webseite der Zelle

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Meine vollste Hochachtung davor, für seine Überzeugung auch eine Haftstrafe in Kauf zu nehmen. Mögen die 10 Tage schnell vorüber gehen.

Atomforum Abschalten

In der Liederhalle in Stuttgart tagt diese Woche das Atomforum, ein Treffen der Lobbyisten der Atomenergie. Gestern versammelten sich dort gegen 18 Uhr Atomkraftgegner zu der Gegenveranstaltung Atomforum abschalten. Die Aktivistin Cécile „Eichhörnchen“ stellte ihre Kletterkünste einmal mehr unter Beweis und entrollte vom Vordach der Liederhalle Banner. Angeführt von der Lokomotive, marschierte der Demozug durch […]

#Blockupy: 1430 x GeSa

Vom EA-Frankfurt konnten ca. 1430 Ingewahrsamnahmen, nur auf Grund von Ordnungswidrigkeiten, als auch zahlreiche Verletzte festgestellt werden.
Quelle: Pressemitteilung des Ermittlungsausschusses Frankfurt

Ich finde, das kann man unkommentiert so stehen und auf sich wirken lassen.

En castellano: Según la comisión jurídica de #Blockupy, fueron detenidas aproximadamente 1.430 personas durante los cuatro días de acción en Fráncfort, 16 – 19 de mayo. También hay un gran número de heridos.

occupy Mordor

Mordor wird belagert! Nicht in Mittelerde, sondern am Mittelmeer. Seit letztem Mittwoch versammeln sich regelmäßig nicht Hobbits, Zwerge, Elben, sondern empörte Menschen vor der Caixa Bank in Barcelona. Täglich von 17 bis 20 Uhr verleihen sie dort ihrem Protest gegen die dunkle Macht der Banken mit einer Cacerolada Ausdruck: es wird Krach gemacht, was das Zeug hält, mit mitgebrachten Töpfen, Tiegeln, Pfeifen und Trommeln.

Dabei werden sie auch von vorüber fahrenden Autos und Bussen unterstützt, die sich hupend an dem ohrenbetäubenden Spektakel beteiligen. Vor Ort wurde ein großer Banner aufgehängt mit dem Konterfei des Caixa-Präsidenten Isidre Fainé und dem Schriftzug „culpable“ (schuldig).
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