Anarchistischer Monatsrückblick März 2019

Rückblick auf die zurückliegenden vier Wochen aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Einige adjektivlose Anarchist*innen

Die vergangenen vier Wochen:

Aserbaidschan

Am 17. März wurden 50 politische Gefangene aus dem Knast entlassen, darunter auch Giyas und Bayram. Die beiden waren 2016 wegen regierungskritischer Graffiti zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Bayram hatte nicht erwartet, dass sie entlassen werden könnten: „Es gibt keine besondere Veränderungen. Wir sind wieder zurück zum Kampfplatz. Das Gefängnis hat meine Überzeugungen und Denkweisen verstärkt“. Giyas, der auch seine Entlassung nicht erwartet hatte, fordert die sofortige Freilassung anderer politischen Gefangene: „Ich habe mich nicht darauf eingestellt, dass ich entlassen werde, aber es ist mir egal. Unsere Freund*innen sind im Knast, unsere Entlassung bedeutet nichts. Wir müssen uns bemühen, dass dieser Fall ein Anfang des Ende eines Geschehnis wird. Ich hoffe, dass die Gerechtigkeit wiederhergestellt wird. Unsere Entlassung bedeutet nur, dass die Herrschaft, die uns gegenüber steht, einen Schritt zurückgetreten hat und wir an dieser Stelle weiter machen müssen“.

Aktuelle Meldung: [changenow] Allgemeine Infos und Link-Sammlung zu dem Fall: [lbquadrat]

BRD

Beim Frauentag in Nürtingen wehte auch eine anarcha-feministische Fahne. [Bodenfrost]

Die Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) hat die neue Ausgabe ihrer monatlichen Zeitung herausgebracht. Themen in der März-Ausgabe sind unter anderem: Bericht zum (geplatzten) Berufungsprozess gegen Jan am 6. Februar, eine Auseinandersetzung mit der relativ jungen insurrektionalistischen Zeitschrift In der Tat, Gedenkfeierlichkeiten zum 150. Geburtstag Fritz Oerters, Gustav Landauer zum 100. Todestag.

Gaidao Nummer 99 online lesen, herunterladen oder bestellen: [FdA-IFA]

Das Anarchistische Radio Berlin hat seinen neuen libertären Podcast veröffentlicht. Ein ernster und satirischer Blick auf Ereignisse des letzten Monats aus libertärer Perspektive. Themen sind in dieser Sendung: Ende Gelände – Baggerbesetzung, Fokusthema: Rechter Kampfsport in Berlin und Brandenburg, Berlin: Die Interkiezonale für den Erhalt bedrohter Projekte.

Podcast online anhören oder herunterladen: [ARadio]

Eule, eine Aktivistin aus dem Hambacher Forst, wurde aus dem Knast entlassen. Sie war vor kurzem zu 9 Monaten Jugendhaft ohne Bewährung verurteilt worden. Zuvor hatte sie sich bereits seit vier Monaten in Untersuchungshaft befunden. [taz]

In der aktuellen Ausgabe von Contraste – Zeitung für Selbstorganisation, mit dem Schwerpunkt “Anarchismus heute” – findet sich auch ein Artikel von die Plattform über Plattformismus. [dieplattform]

Die FAU Köln war an einem März-Wochenende äußerst aktiv, und hat sowohl eine Hausbesetzung, als auch den #FridaysForFuture unterstützt. Fotos: [FAU Köln/Twitter]

Das anarchafeministische Fanzine Nebenwidersprüche gibt es ab sofort auch kostenlos bei dem anarchistischen Versand Black Mosquito. [ka_os_muc/Twitter]

Mit mehreren Transparenten im öffentlichen Raum wurde in Nürtingen an Lorenzo Orsetti erinnert, ein anarchistischer Genosse, der wenige Tage zuvor bei Kämpfen gegen den IS in Rojava gefallen war. „Rest in power“ war auf einem zu lesen, „Lorenzo Orsetti died Ⓐ martyr fighting ISIS“ auf einem anderen, auf einem weiteren „Erinnern heißt kämpfen“. Einige der Transparente zierte ein Portrait von Lorenzos Gesicht. [Umsonstladen/Twitter]

Nach einer Antifa-Demo in Westerfilde feierten Anarchist*innen heute den Sieg gegenüber dem IS in Rojava und gedachte der gefallenen Anarchist*innen, sowie der Opfer des Suruç-Anschlags. [anetzdo]

Griechenland

Mitglieder des anarchistischen Kollektivs Rouvikonas haben aus Protest gegen die anhaltende Umweltzerstörung und -ausbeutung durch die griechische Regierung das Ministerium für Umwelt und Energie angegriffen. [th1an1/Twitter (englisch)]

Österreich

Bruchstellen Nr 44 ist erschienen. Bruchstellen ist der monatliche Newsletter vom Anarchist Black Cross Wien. Die PDF-Datei herunterladen oder online lesen: [ABC-Wien].

Rojava

Am Jahrestag seines Todes wurde an Şevger Ara Makhno erinnert. Der Genosse war am 20. Januar 2018 aus der Türkei nach Rojava gekommen, um die dortige Revolution zu unterstützen. Er fiel gemeinsam mit zwei weiteren Gefährten der YPG am 4. März 2018 bei einem Luftangriff, als er die Stadt Afrin gegen die vorrückenden türkischen Invasionstruppen verteidigte. [mpalothia | amwenglish | internationalistcommune (alle drei: englisch)]

Derzeit läuft eine Crowdfunding-Kampagne, um die Druckkosten des Buches „Immortal: Mourning, Martyrs & Murals“ zu finanzieren. Es ist ein Gedenk-Buch für diejenigen, die in Rojava ihr Leben verloren haben, darunter auch die jungen AnarchistInnen Anna Campbell, gefallen im März 2018, und Haukur Hilmarsson, gefallen einen Monat zuvor. [Freedom news | crowdfunder/immortal (beide: englisch)]

In Celle wurde der Genossin Anna Campbell gedacht, am Jahrestag ihres Todes. [anfdeutsch]

Auch in Bristol wurde an Anna erinnert, berichtet die [Peninsula Anarchist Federation/Facebook (englisch)]:

Ein Interview mit InternationalistInnen über Anna Campbell: [amwenglish (englisch)]

Anlässlich des ersten Jahrestages erinnert Michael Wilk an die Eroberung der Stadt Afrin durch die türkische Armee und islamistische Hilfstruppen. Michael Wilk, Arzt und Anarchist, war sehr mehrfach als freiwilliger Helfer, um medizinische Versorgung zu leisten. Er berichtet, dass die Versorgungslage auch nach einem Jahr weiterhin weiterhin prekär sei. Medizinisch helfe dort der kurdische rote Halbmond Hsak. Die Organisation versorge die zahlreichen Verletzten in den Kämpfen gegen den IS, betreibe Gesundheitsvorsorge der Zivilbevölkerung und von Geflohenen in den zahlreichen Lagern. Michael Wilk ruft zu Spenden auf und erklärte sich bereit, das Geld weiterzuleiten. [Michael Wilk/Facebook]

Heval Tekoşer Piling (Lorenzo Orsetti) ist in Baghus (Baghouz) gefallen. Baghus war die letzte Hochburg des IS in Syrien. Den Triumph konnte Lorenzo nicht mehr erleben: Nur wenige Tage nach seinem Tod erklärte ein Sprecher der SDF (Syrian Democratic Forces, Demokratische Kräfte Syriens) Baghus für befreit und den IS militärisch für besiegt [Mustafa Bali (1) | (2) (beide: englisch)].

Lorenzo war ein Anarchist aus Florenz (Italien), Mitglied von Tekoşîna Anarşîst (Anarchistischer Kampf) und hatte seit eineinhalb Jahren als Freiwilliger in Rojava für die Revolution gekämpft. Auch bei der Verteidigung von Afrin gegen die anrückenden türkische Armee war er dabei gewesen.

In seinem Abschiedsbrief schrieb Lorenzo, dass man über seinen Tod nicht traurig sein solle: „Ich bedauere es nicht. Ich starb, indem ich das tat, was ich für richtig hielt, die Schwachen verteidigen und meinen Idealen von Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit treu sein. So war mein Leben also ein Erfolg, trotz meines verfrühten Abgangs, und ich bin ziemlich sicher, dass ich mit einem Lächeln auf den den Lippen aus dem Leben schied.“ [ANFdeutsch | Tekoşîna Anarşîst/Twitter | amwenglish | The base | the local (alle vier: englisch) | infoaut | paese sera | Firenze today | Repubblica (alle vier: italienisch)]

In einem Tweet verabschiedet sich Tekoşîna Anarşîst von Lorenzo: „An unsern geliebten Genossen Lorenzo Orsetti: Ein Teil von uns starb mit dir, ein Teil von dir wird immer in uns weiter leben.“ [Tekoşîna Anarşîst/Twitter (englisch)]

Schweiz

Rund 400 Menschen zogen Abend spontan durch Bern, um gegen Rassismus und Faschismus zu demonstrieren. Auslöser waren diverse Schmierereien rund um die Antirassismuswoche der Stadt. [AG Bern (1) | (2)]

Spanien

Ein Interview mit Raquel González Gómez, Journalistin und Mitglied der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft CNT, gibt es bei [jungle.world] zu lesen. Gesprochen wurde über den Frauenstreik am 8. März.

Lisa wurde von Madrid in den Knast Can Brians I in Katalonien verlegt.  Neue Adresse für Solidaritäts-Post:

Lisa Dorfer
C.P Brians I
Carretera de Martorell a Capellades, km 23
08635, Sant Esteve Sesrovires
Spanien

[ABC-Wien | Noticias anarquistas (portugiesisch)]

Türkei

Ausgabe 48 der anarchistischen Zeitung Meydan Gazetesi ist erschienen [Meydan Gazetesi/Twitter (türkisch)].

UK

Eine anarchistische Analyse der Klima-Schulstreiks in Cardiff wurde auf der Seite der Anarchist Federation gepostet: [afed (englisch)]

USA

Metropolitan Anarchist Coordinating Council (MACC) solidarisierte sich mit einer Banner-Aktion vor dem Gerichtsgebäude in New York City mit Anna Chambers. Dabei unterhielten sie sich mit den PassantInnen auch über die Abschaffung der Polizei. Anna Chambers war von Cops vergewaltigt worden. Die Bullen streiten die Vergewaltigung ab und behaupten, es sei einvernehmlich gewesen. [MACC NYC/Twitter (englisch)]

Historische Jahrestage

Zum Auffrischen der Erinnerung: Der Monatsrückblick vom März 2017 [Bodenfrost] und vom März 2018 [Bodenfrost].

Im März 1914 publiziert Margaret Sanger die erste Ausgabe ihrer anarchafeministischen Monatszeitung The woman rebel. Ziel der Herausgeberin war die Mobilisierung der Arbeiterinnen. Das Motto der Zeitung lautete „No gods, no masters“. Themen waren der Einsatz von Gewalt als ein Mittel streikender Arbeiterinnen und Arbeiter und körperliche Selbstbestimmung von Frauen, einschließlich dem Recht auf Geburtenkontrolle. [Sanger papers (englisch)]

1. März 1921: „Alle Macht den Räten – Keine Macht der Partei!“ ist das Motto der Matrosen, die sich an diesem Tag in Kronstadt gegen die Diktatur der Bolschewiki erheben. [RadicalPast | Wikipedia]

Der Aufstand der Matrosen gilt vielen als letztes antiautoritäres Aufflackern der russischen Revolution, bevor diese endgültig scheiterte. Jedoch gibt es auch zurückhaltendere Einschätzungen: [Anarchismus.at]

Am 1. März 1877 wird Milly Witkop-Rocker geboren. Die jüdische Anarchafeministin, Anarchasyndikalistin und Autorin organisierte gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Rudolf Rocker den Aufbau der FAUD (Freie Arbeiter Union Deutschlands). Sie erkannte früh die doppelte Ausbeutung und Unterdrückung der Frauen durch Kapitalismus und Patriarchat. Ihre Anregung, dass Frauen aktiv für ihre Rechte eintreten sollten, setzte sie in die Tat um und organisierte gemeinsam mit anderen Frauen den Aufbau des Syndikalistischen Frauenbunds.

Nach Machtergreifung der Nazis ging Milly Witkop ins Exil in die USA. [Wikipedia]

Am 2. März 1974 wird der Anarchist Salvador Puig Antich vom spanischen Staat auf der Garrotte zu Tode gefoltert.

Beeindruckt von den Ereignissen des Mai 1968 in Frankreich hatte sich Salvador Puig Antich entschlossen, am Kampf gegen das faschistische Regime Francos teilzunehmen.

Es gibt einen ausführlichen Text über sein Leben in der deutschsprachigen Wikipedia: [Wikipedia]

Am 4. März 1937 wird der italienische Anarchist, Theoretiker und Praktiker des Insurrektionalismus Alfredo Maria Bonanno geboren [Wikipedia].

Am 5. März 1933 verbieten die Nazis die anarchosyndikalistische Organisation FAUD (Freie Arbeiter Union Deutschlands) [Anarchismus.at]

Am 7. März 1942 stirbt die schwarze Anarchistin und Feministin Lucy Parsons. Ihr Ehemann war einer der Haymarket-Märtyrer. Sie war eine Mitbegründerin der IWW. Von ihr stammt das Zitat „Lass dich nicht dahingehend täuschen, dass die Reichen dir erlauben werden, ihren Wohlstand wegzuwählen“. Nach ihrem Tod beschlagnahmte die Polizei ihre Bibliothek von mehr als 1500 Büchern und viele ihrer persönlichen Papiere, Reden, Manuskripte, so als fürchteten sie Lucy Parsons noch über das Grab hinaus. [Anarchismus.at | IWW (englisch)]

Am 9. März 1933 werden die Räume der Geschäftskommission der FAUD in der Warschauer Straße 62, Berlin-Friedrichshain, von der Gestapo gestürmt [Anarchismus.at].

Am 10. März 1923 wird der Anarchist Salvador Seguí i Rubinat – bekannt als „El noi del sucre“ („Der Zuckerjunge“) – in Barcelona von Pistoleros erschossen, die für die Unternehmerverbände tätig waren. Bei diesem Attentat kam auch der Anarchosyndikalist Francisco Comes ums Leben. „El noi del sucre“ war Sekretär der katalanischen Regionalföderation der CNT und nahm 1919 während des Generalstreik der CNT, durch den erstmalig weltweit der 8-Stunden-Arbeitstag eingeführt wurde, eine herausragende Rolle ein. [Wikipedia]

13. März 1920: Nach einem Aufruf zum Generalstreik gegen den Kapp-Putsch stellt die anarchosyndikalistische FAUD in Sömmerda großteils den Arbeiterrat und führt die Selbstverwaltung der Stadt ein. Waffen werden zur Selbstverteidigung an die Arbeitenden ausgegeben. Das Regierungstruppen tötet 23 Menschen und nehmen 180 weitere fest, um die Stadt wieder unter staatliche Kontrolle zu bringen. [Syndikalista | Wrkclasshistory (englisch)]

Am 14. März 1952 wird nach einem gescheiterten Attentatsversuch gegen Franco der Anarchist Pedro Adrover Fuente, „El Yayo“ (der Großvater), erschossen. Geboren wurde er – je nach Quelle – 1908 oder 1911. 1936 war er Sekretär der FIJL (Federación Ibérica de Juventudes Libertarias, Iberischen Föderation der Libertären Jugend). Nach dem faschistischen Militärputsch schloss er sich der der antifaschistischen Milizionärs-Kolonne „Los Aguiluchos“ der FAI (Federación Anarquista Ibérica, Iberische Anarchistische Föderation) an. Auch nach dem Sieg der Faschisten war er weiterhin in Widerstandsgruppen aktiv. [Puerto Real CNT (spanisch)]

Am 14. März 1978 wird der Anarchist Agustín Rueda Sierra in dem Knast in Carabanchel (Madrid) von den Bullen zu Tode geprügelt. Er hatte mit einigen Mitgefangenen versucht, einen Fluchttunnel zu graben. Als dieser bemerkt wurde, wurden Agustín und die 7 anderen Beteiligten befragt und gefoltert. Agustín starb an einem traumatischen Schock, herbeigeführt durch Schläge mit einem langen, festen Gegenstand. [Wikipedia (spanisch)]

17. März 2009: Der antikapitalistische Aktivist Enric Duran wird in Barcelona festgenommen. Zwei Monate später wird er auf Kaution freigelassen. 2013 verlässt er das Land und lebt seitdem im Untergrund. Er hatte 39 spanische Banken enteignet und die Beute – fast eine halbe Million Euro – alternativen Projekten zur Verfügung gestellt. Vorgestellt wird er auch in dem 2016 angelaufenen Dokumentarfilm „Projekt A“. [Wikipedia (engl.)]

Am 18. März 1871 wird die Pariser Kommune ausgerufen. Diese sozialistische Erhebung richtete sich „gegen eine allgemein verachtete und verabscheute Regierung und erklärte Paris für eine unabhängige, freie, sich selbst verwaltende Stadt“, schrieb Peter Kropotkin. Aktiv beteiligt an der Erhebung waren auch AnarchistInnen wie beispielsweise Michail Bakunin und Louise Michel. Zwei Monate später wurde die Kommune niedergeschlagen: Bei den Kämpfen sowie den folgenden Massenexekutionen wurden 30.000 Menschen getötet. Zehntausende KommunardInnen wurden verhaftet und viele von ihnen in Strafkolonien verbannt. [Anarchismus.at]

Am 22. März 2007 stirbt Hans Schmitz. Er war Mitglied der FAUD, der Syndikalistisch-Anarchistischen Jugend (SAJD) und der Schwarzen Scharen. Nach der Selbstauflösung 1933 aller anarchosyndikalistischen Organisationen aufgrund der Machtergreifung der Nazis, leistete er weiterhin Widerstand. Es wurden antifaschistische Plakate geklebt und verfolgte Menschen über die Grenze gebracht. Hans wurde von der Gestapo festgenommen und für zwei Jahre in den Knast gesteckt. Danach wurde er gezwungen, der Wehrmacht beizutreten, wo er sich daran beteiligte, Kriegsgerät zu sabotieren. Nach dem Krieg war er Mitglied der Föderation freiheitlicher Sozialisten. In den 1990ern war er „quasi Mitglied der Düsseldorfer Ortsgruppe der FAU„. [FAU-Düsseldorf]

Am 25. März 1873 wird der Anarchist und Anarchosyndikalist Rudolf Rocker geboren. Seine „Prinzipienerklärung des Syndikalismus“ wurde als Statut der Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD) verstanden. 1922 nahm er maßgeblich an der Gründung der anarchosyndikalistischen Internationalen Arbeiter-Assoziation (IAA) teil. Nach der Machtergreifung der Nazis ging er ins Exil in die USA. [Wikipedia]

27. März 1977: In San Sebastián de los Reyes, eine Vorstadt von Madrid, beteiligen sich Zehntausende an der ersten öffentlichen Versammlung der CNT nach beinahe 39 Jahren im Untergrund aufgrund Verbots und faschistischer Repression. „Anarquía y libertad“ riefen sie begeistert. Die Hymne der CNT, „A las barricadas“, wurde gesungen. Schwarze und schwarz-rote Fahnen wehten. „Furia libertaria“, ein kurzer Dokumentarfilm von dem Ereignis: [Youtube]. Infos: [Memoriahistórica.CNT (spanisch)]

Am 31. März 1903 wird der erste Anarchist Exclusion Act verabschiedet. Das Gesetz wurde verabschiedet, um an der Einreise in die USA zu hindern „wer jede organisierte Regierung anzweifelt oder dagegen opponiert; oder wer Mitglied einer jeglichen Organisation ist oder einer solchen nahesteht, die gegenüber jeder organisierten Regierung Zweifel oder Opposition lehrt oder unterhält.“ [Wikipedia]

Termine:

6. April 2019: Umsonstflohmarkt im DemoZ in Ludwigsburg, organisiert vom Libertären Bündnis Ludwigsburg [lbquadrat]

10. – 12. Mai 2019: 5. Anarchistische Buchmesse in Mannheim [buchmessemannheim]

Für den Sommer plant die Villa Galgenberg in Nürtingen ihr Sommerfest und die alljährliche Wasserbombenparade.

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