Tag Archive | CGT

Anarchistischer Monatsrückblick: März 2017

Rückblick auf den März 2017 aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Rückblick auf März 2017:

16998801_859757667497456_1246108070183429524_nTrotz Verbot ist in der Türkei die Nummer 37 der anarchistischen Zeitung Meydan erschienen. Geschrieben wurde die aktuelle Ausgabe von Frauen und über Frauen. [Freedom News | InsurrectNews (beide: englisch)]
Fotos davon, wie das anarcha-feministische Kollektiv Anarşist Kadınlar die Zeitungen verteilt: [Facebook]

Auf Gran Canaria wurde am Internationalen Frauentag das selbstverwaltete Frauenhaus El Nido in einem besetzten Gebäude ins Leben gerufen. Dort entscheiden die Bewohnerinnen, die vor Misshandlung und Gewalt geflohen sind, selbst über ihre Belange. Ein nicht-staatliche Zuflucht dieser Art war vielen Frauen schon länger ein Bedürfnis gewesen. Der 8. März erwies sich als angemessener Zeitpunkt zur Umsetzung. [FAGC/Twitter (1) | (2) (spanisch)]
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Solidaritäts-Demos in Spanien für Miguel und Isma

Gestern fand in Madrid eine Solidaritäts-Demonstration für zwei inhaftierte Jugendliche statt. Miguel und Isma sitzen seit Monaten in Untersuchungshaft, weil sie an dem Marsch der Würde (siehe Artikel auf Bodenfrost) teilgenommen haben. Miguel wurde direkt im Anschluss an den Marsch der Würde festgenommen, Isma während der Polizei-Operation „Puma 70“ am 4. April. Den beiden wird Missachtung der Staatsgewalt, Störung der öffentlichen Ordnung und Angriffe auf Polizeibeamten zur Last gelegt. Ihre Anwälte versichern, dass keinerlei Beweise gegen die beiden vorlägen, die die Vorwürfe bekräftigten. Die Anwälte haben Anträge auf Haftentlassung gestellt.

Auf dem Transparent steht: „Miguel und Isma, Geiseln des Staats. Freispruch für die Gefangenen des 22. März“. Auf der Demo waren unter anderem folgende Rufe zu hören: „no estamos todos, faltan los presos“ (wir sind nicht alle, es fehlen die Gefangenen), „la lucha es el único camino“ (der Kampf ist der einzige Weg) und „libertad detenidos por luchar“ (Freiheit für die, die festgenommen wurden, weil sie kämpften).

Am selben Tag wurde auch in Zaragoza Freiheit für Miguel und Isma gefordert:

In Valencia demonstrierten CNT und CGT ebenfalls gegen die Repression gegenüber sozialen Bewegung und für die Freilassung der beiden Inhaftierten:

Soziale Bewegungen müssen sich unserer Meinung nach nicht nur an ihren Forderungen und Aktionsformen messen lassen, sondern nicht zuletzt auch daran, ob und wie sehr sie sich für Mitstreiter einsetzen, die in die Fänge der Justiz geraten sind. Es trifft wenige, gemeint sind wir alle.

Quellen/Fotos:
Disopress | Público | Periodismo Digno

Twitter-Hashtags:
#2MesesPreso | #MiguelEIsmaLibertad | #Miguel22MLibertad | #Isma22MLibertad

Anarcho-Block bei Sternmarsch der Würde

Bei der großen Demonstration gestern in Madrid nach Ankunft des Sternmarschs der Würde war auch ein großer anarchistischer und anarchosyndikalistischer Block dabei. Die CNT hatte schon im Vorfeld ihr Kommen angekündigt, auch die CGT unterstützte den Marsch der Würde. Den Fotos und Berichten zufolge waren auch Mitglieder von Solidaridad Obrera und andere Anarchisten dabei.

Foto von la_tuerka@twitter

Foto von Ankunft der CNT bei Atocha
Foto von la_tuerka@twitter


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Streik der Stadtreinigung in Madrid

Seit dieser Woche befinden sich in Madrid sowohl Stadtreinigung als auch Landschaftspfleger im unbefristeten Streik. Sie wehren sich damit gegen Lohnkürzungen und Entlassungen, über 1.000 Stellen sollen gestrichen werden. Den Auftakt bildete am Montag ein kämpferischer Demozug durch die spanische Hauptstadt. Die Straßenkehrer und Gärtner ließen keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass sie es ernst meinen […]

Folgen der Arbeitsmarktreform: Entlassung wegen Zwangsräumung

cartel2Das Call-Center Konecta aus Madrid entließ eine Mitarbeiterin, weil sie am Tag ihrer Zwangsräumung nicht zur Arbeit erscheinen konnte. Wegen Mietrückständen – sie war bis Juli arbeitslos gewesen – sollte Amaya aus der Wohnung geworfen werden.

Die 31-Jährige hatte einen Tag vor der Zwangsräumung um einen freien Tag gebeten, der ihr auch zustand. Ihr wurde aber lediglich ein Schichtwechsel gewährt und ihre Chefin drohte zudem, dass sie ja groß sei, ihre Pflichten kenne, am Nachmittag kommen aber mit den den Konsequenzen leben solle.

Am 11. September musste Amaya also gleich mit der doppelten Angst kämpfen, sowohl Wohnung, als auch Arbeitsplatz zu verlieren. Da es sich bereits um den zweiten Räumungstermin handelte – der erste konnte am 16. Juli dank Unterstützern aufgeschoben werden – rückte dieses Mal eine ganzen Hundertschaft Bereitschaftspolizei an, um die Räumung unter allen Umständen durchzusetzen (eine Video-Dokumentation davon).

Räumung. Nicht im Bild: ein Freund und Helfer. Bild von indiggato@Twitter

Räumung. Nicht im Bild: ein Freund und Helfer.
Bild von indiggato@Twitter


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