Anarchistischer Monatsrückblick: November 2017

Rückblick auf die zurückliegenden vier Wochen aus anarchistischer Perspektive. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Lieber zu viele Links als keine. Wenn nichts anderes dabei steht, sind die verlinkten Texte auf deutsch.

Die zurückliegenden vier Wochen:

Das Anarchistische Netzwerk Südwest beschließt zur Regionalföderation der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) zu werden [FdA-IFA].

Die Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) hat die neue Ausgabe ihrer monatlichen Zeitung veröffentlicht. Die Gaidao Nr. 83 kann auf der Seite der [FdA-IFA] bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Eindrücke von einem Besuch bei dem öko-anarchistischen Widerstand im Hambacher Forst gegen Baumfällungen und Klimawandel werden auf [Bodenfrost] geteilt.
Mittlerweile haben die Rodungsarbeiten im Wald angefangen. Aktuelle Info gibt es zuverlässig auf der Seite [HambacherForst].
Im Epplehaus in Tübingen und in der Silberburg in Nürtingen gab es Infoabende mit Diskussionsrunden zum Hambacher Forst, um Unterstützung zu mobilisieren. Dabei entstand auch dieses Solidaritäts-Transparent (siehe Foto).

Die Gruppen Lila Lautstark aus Dortmund und about:fem aus Köln möchten ein Buch zu Anarcha-Feminismus erarbeiten. Sie rufen zu Text-Einreichungen zum Thema auf. [Lila Lautstark]

Vera Bianchi veröffentlichte einen Artikel über den Syndikalistischen Frauenbund: „Der Syndikalistische Frauenbund informierte in den 20er Jahren über Empfängnisverhütung und rief zum Gebärstreik“ [Neues Deutschland]

Die taz veröffentlichte einen Artikel über rebellische Aktivitäten gegen den autoritären Staatskapitalismus der DDR: „Punks, Freigeister und Anarchisten in der DDR kämpften für den Wandel des Sozialismus. In Geschichtsbüchern liest man kaum etwas über sie.“ [taz]

Das Anarchistische Radio Berlin berichtet in seinem libertären Rückblick auf den Oktober 2017 unter anderem von Rojava und der kurdische Bewegung und Santiago Maldonado, dem Anarchisten, der in Argentinien tot aufgefunden wurde. Anhören und/oder Download des 60minütigen Podcasts: [ARadio]

Unter dem Namen union coop haben sich einige selbstverwaltete Betriebe zusammengeschlossen. Ein Auszug aus ihrer Selbstbeschreibung:

Ohne Chef arbeiten? Basisdemokratisch und selbstorganisiert? Wir wagen den Versuch, weil das für uns die einzig menschliche Art des Wirtschaftens ist. In der union coop // föderation haben sich Betriebe zusammengeschlossen, die diesen Weg gehen.
(…)
Wir sind Teil einer Gewerkschaftsbewegung. Wir wollen nicht nur die Arbeitsbedingungen im Hier und Jetzt verbessern, sondern über den Kapitalismus hinausdenken.

Mittlerweile ist der Shop der Union Coop online und die Erzeugnisse der teilnehmenden Betriebe und ähnlicher Projekte aus dem Ausland können neben Gewerkschaftsmaterialien dort bestellt werden: [Union-coop]
Ein Twitter-User packte die Bedeutung der union coop in schöne Worte „Jeder Beutel Kaffee und Tee, jede Flasche Wein unterstützen Gewerkschaftsarbeit und selbstverwaltete Strukturen jenseits der Lohnarbeit.“ [Space Anarchy/twitter]

Im Malobeo – ein alternatives Café und eine anarchistische Bibliothek in Dresden – lief die Release-Party der neuen anarchistischen Zeitung „Circle A“. Es konnten druckfrische Exemplare mitgenommen oder in DIY-Manier selber ausgedruckt werden [MalobeoDD/Twitter]. Ausgabe 2 von „Circle A“: [and.notraces]. Ausgabe 2 als PDF: [and.notraces]. Ausgabe 1: [and.notraces]

Das Für Lau Haus ist ein mobiler Umsonstladen aus der Region München. In der aktuellen Ausgabe der anarchistischen Straßenzeitung Fernweh setzen sich die Autor*innen des Artikels „Zerstörung und Hausbesetzung. Vorschläge zum Kampf gegen die Stadt der Reichen“ kritisch mit dessen Aktionen auseinander: [Fernweh] (PDF)

Eine zweiteilige Reportage namens „Drei Jahre PEGIDA, Drei Jahre Belagerungs- zustand“ erzählt von antifaschistischen und anarchosyndikalistischen Erfahrungen und Perspektiven in Sachsen. Die FAU Dresden versucht mit aller Kraft, ein Gegengewicht zum rechten Konsens zu bilden und hofft auf Unterstützung. [Teil 1: Direkte Aktion | Teil 2: Direkte Aktion]

In der Dortmunder Innenstadt gab es einen anarchistischen unangemeldeten Infostand von der Anarchistischen Gruppe Dortmund zum Thema „Was tun gegen den Rechtsruck?“ Bericht und Fotos: [AGDo]

AGDortmund

Brasilien:

Die Zeitung Freedom News geht auf die Hintergründe der Repression gegen die anarchistische Bewegung in Brasilien ein: [Freedom News (englisch)]

Eine Solidaritätsmitteilung zahlreicher Organisationen innerhalb des Anarkismo Network mit den Genossinnen und Genossen in Brasilien: [Enough is enough 14 | mpalothia (beide: englisch)]

Griechenland:

Im Athener Stadtteil Exarchia ist ein Konvoi mit Hilfsgütern wie Lebensmittel, Kleidung, Hygieneprodukte angekommen, mit denen Geflüchtete versorgt werden. Organisiert und durchgeführt wurde der Konvoi von Aktivisten aus Frankreich, Belgien und der Schweiz. Fotos von der Ankunft: [lolosmarios/Twitter (griechisch) | th1an1/Twitter (englisch) | RRYrevolución/Twitter (spanisch)]

Updates zu dem anarchistischen Gefangenen Konstantinos ‘Dinos’ Yigtzoglou: [Insurrection News Worldwide]

An dem Themistokleous 58 Squat in Athen wurde ein Transparent aufgehängt, das an Santiago Maldonado erinnert. Der junge Anarchist war bei Protesten in Argentinien verschwunden und wurde tot aufgefunden. [Contrainfo (englisch)]

Großbritannien:

Die Anarchistische Buchmesse London wird 2018 – das erste Mal seit 34 Jahren – nicht stattfinden. Dieses Jahr gab es massive Kritik an der Veranstaltung, weil transfeindliche Flugzettel verteilt wurden. Eine Mitteilung der Veranstalter zu ihrer Entscheidung: [Freedom News (englisch)].

Hong Kong:

Hong Kongs erste anarchistische Buchmesse hat stattgefunden. Aus Sicherheitsgründen wurde sie „black book fair“ genannt statt „anarchist book fair“ [Anarchist News (englisch)].

Indien:

Ein Artikel aus dem Newsletter Azadi bezeichnet Gandhi als „eindeutig reaktionäre Figur“ und belegt dies anhand von Beispielen. Veröffentlicht wurde dieser 4-seitige Newsletter von der Indian Anarchist Federation. Zu lesen ist der Text bei [Enough is enough 14 (englisch)].

Italien:

In Turin haben die Scripta Manent-Prozesse gegen anarchistische Genfährtinnen und Gefährten angefangen [ABC-Wien | Act for free (beide: englisch)]

Einige Anarchistinnen und Anarchisten rufen zu einem Boykott des Films „Amor y anarquía“ auf. Der Film handelt von der argentinischen Anarchistin María Soledad Rosas, die sich aufgrund polizeilicher Inszenierungen und Repression in Turin das Leben nahm. Der Autor des namensgleichen Buches, auf dem der Film basiert, habe sich als Genosse ausgegeben, auf diese Weise in die Szene eingeschlichen und Briefe und andere persönliche Gegenstände von María an sich genommen [Subanarchyshow/Facebook (englisch/spanisch)].

Der anarchistische Gefangene Davide Delogu hat nach 25 Tagen seinen Hungerstreik beendet. Mit dem Hungerstreik gelang es ihm, seine Forderung durchzusetzen: Seine Isolationshaft wurde beendet. Er kommt wieder in einen Gefängnistrakt in dem er Kontakt zu anderen Gefangenen hat. [Insurrection News Worldwide (englisch) | Croce Nera Anarchica (italienisch)]

Russland:

Am Jahrestag der Oktoberrevolution zogen einige Dutzend Anarchistinnen und Anarchisten durch Moskau. Sie entrollten ein Transparent, auf dem „Diktatur, Armut und Korruption, nur ein Ausweg – Revolution!“ stand. Bericht und Video der illegalen Demo: [Insurrection News Worldwide (englisch)].

Spanien:

Der Autor Ferran Aisa hat ein Buch herausgebracht mit dem Titel „ECN 1. Radio CNT-FAI Barcelona. La voz de la revolución“. Darin hat er die Skripte von ECN 1 veröffentlicht, das anarchistische Radio der CNT-FAI, das von September 1936 bis Juni 1937 auf Sendung war. [El periódico (spanisch)]

Südafrika:

Über aktuelle Lage und revolutionäre Perspektiven für Südafrika macht sich der Text „The Way Forward for South Africa: Class Struggle and Anarchism“ Gedanken. Der Text erschien ursprünglich in „Tokologo: Newsletter of the Tokologo African Anarchist Collective“, Ausgabe 7/8, November 2017 [Enough is enough 14 (englisch)].

Türkei:

Der in Izmir inhaftiert Prisoner Şevket Aslan befindet sich im „unbefristeten und unumkehrbaren Hungerstreik“. Seine Kernforderung ist die Anerkennung als anarchistischer Gefangener und die Verlegung in einen Knast mit anarchistischen Genossinnen und Genossen. Alle Foderungen: [Insurrection News Worldwide (englisch)].

Die Ausgabe 41 der anarchistischen Zeitung Meydan Gazetesi ist erschienen und wurde verteilt [Meydan Gazetesi/Twitter (türkisch)].

Die Meydan Gazetesi war auch bei der TÜYAP Buchmesse in Istanbul. Nach anfänglichem Problemen – 5 Genossinnen und Genossen wurden wegen der Verteilung der Zeitung festgenommen – konnte Meydan Gazetesi ihren Stand in Halle 4124 aufbauen und dort alle Ausgaben auslegen [Meydan Gazetesi/Twitter (türkisch) | Insurrect News/Twitter (englisch)].

Die Anarşist Kadınlar (Anarchistische Frauen) beteiligten sich am 25. November an der Demo in Istanbul gegen Gewalt gegen Frauen. Fotos und Videos: [AnarsistKadin/Twitter | anarsistkadinlariz/Facebook (beide: türkisch)].

USA:

Am 1. November feierte das anarchistische soziale Zentrum SubRosa in Santa Cruz seinen neunten Geburtstag [Indybay (englisch)]

Danielle Villarreal, eine aktive Genossin aus Chicago, möchte ein Kind bei sich aufnehmen und braucht dafür finanzielle Unterstützung. Sie hat eine Crowdfunding-Kampagne gestartet bei bei [Youcaring (englisch)].

Es ist eine neue Biographie über Lucy Parsons erschienen. Darin gibt es viele bisher unbekannte Details aus dem Leben der schwarzen Anarchistin zu lesen.
Vorgestellt wird „Goddess of Anarchy: The Life and Times of Lucy Parsons, American Radical“ in der [Chicago Tribune (englisch)]

Der anarchistische politische Gefangene und Hacker Jeremy Hammond ist auf eigenen Wunsch in eine andere Haftanstalt verlegt worden. Dort kann er an einem neunmonatigen Drogenentzugsprogramm teilnehmen. Seine neue Adresse für Solidaritätspost:
Jeremy Hammond, #18729-424
FCI Milan
P.O. Box 1000
Milan, MI 48160
[It’s Going Down (englisch) | Wikipedia]

Die Prozesse wegen der Proteste gegen Trumps Amtseinführung am 20. Januar haben angefangen. Über 200 Personen sind angeklagt. Ihnen drohen langjährige Haftstrafen. [Aljazerra (englisch)
Eine Seite, um die Angeklagten zu unterstützen: [DropJ20 (englisch)]
7 Dinge, die getan werden können, um die J20-Angeklagten zu unterstützen: [Crimethinc (englisch)].

Der Hurrikan Maria hat auf Puerto Rico große Verwüstung hinterlassen. Von staatlicher Seite fühlen sich die notleidenden Menschen im Stich gelassen. Dafür erblüht selbstorganisierte gegenseitige Hilfe. Anarchistische Aktivistinnen und Aktivisten helfen tatkräftig mit, diese gegenseitige Hilfe zu organisieren und umzusetzen. Dabei entstehen beispielsweise Gemeinschaftszentren, in denen Dinge geteilt werden, eine Gemeinschaftsküche, eine Anlage, um Trinkwasser zu erzeugen.

  • „Puerto Rico, abandoned by Trump and facing disaster capitalism looting by big business, turns to socialist and anarchist collectives to rebuild“ – Artikel bei [Boing Boing (englisch)]
  • „Puerto Rico’s DIY Disaster Relief“ – Die Autorin Molly Crabapple sieht die aktuelle selbstorganisierte gegenseitige Hilfe ganz in der Tradition der puerto-ricanischen Anarchistin Luisa Capetillo. [NY Books (englisch)]
  • Videodokumentation über die gegenseitige Katastrophenhilfe auf Puerto Rico: [Stimulator/Youtube (englisch)]
  • Mutual Aid Disaster Relief ist „ein Graswurzel Netzwerk, das Katastrophenhilfe bereitstellt auf Grundlage der Prinzipien von Solidarität, gegenseitiger Hilfe und autonomer direkter Aktion“. In einem Video stellen sie einige ihre Projekte vor, eine Gemeinschaftsküche für hunderte Menschen und ein Wasserreinigungssystem: [Mutual Aid Disaster Relief/Facebook (englisch)]
  • Auch auf ihrem Blog stellen Mutual Aid Disaster Relief ihre Projekte vor und berichtenn von staatlicher Repression wegen eben dieser: [Mutual Aid Disaster Relief (englisch)]
  • Über das neue entstandene Gemeinschaftszentrum und die Wasserreinigungsanlage berichtet in Textform ebenfalls It’s Going Down: „Anarchists just opened a community center and built a large scale water filtration device in PuertoRico“ [It’s Going Down (englisch)]

Aus Protest gegen Fracking blockieren Anarchisten und Umweltaktivisten in Olympia (Washington) die Bahngleise [Washington Post (englisch)].

Historische Jahrestage:

Am 31. Oktober 1926 versucht Anteo Zamboni in Bologna Mussolini zu erschießen. Die Schüsse des 15jährigen Anarchisten verfehlen den Diktator. Er wird sofort von nahestehendenden Faschisten attackiert und gelyncht [Wikpedia].

Am 1. November 1910 wird in Spanien die anarchosyndikalistische Gewerkschaft CNT gegründet [CNT Sindikatua/Twitter (spanisch)].

Entgegen ihren Grundprinzipien treten am 4. November 1936 vier Mitglieder der CNT als Minister in die katalanische Regierung ein, um den Zugang zu Waffen und Lebensmitteln für die anarchistischen Milizen an der Front sicherzustellen: Federica Montseny (Gesundheit), Juan García Oliver (Justiz), Juan Peiró (Industrie) und Juan Lopéz Sanchez (Handel) [Wikipedia: Oliver | Wikipedia: Montseny | Wikipedia: Peiró | Madrid.CNT | Diagonal Periódico (beide: spanisch)]

Am 10. November 1887 stirbt der Anarchist Louis Lingg unter ungeklärten Umständen in einer Zelle in Chicago. Er war nach dem Haymarket Riot in Chicago verhaftet worden. Der 1. Mai erinnert bis heute an diesen damaligen Kampf um den 8-Stunden-Tag. Das Leben von Louis Lingg: [Anarchismus.at]. Seine Rede vor Gericht: [Anarchismus.at]

Am 11. November 1887 Hinrichtung werden die Anarchisten August Spies, George Engel, Adolph Fischer und Albert Parsons hingerichtet. Wie auch Louis Lingg wurde ihnen Verschwörung und Beteiligung am Haymarket Riot vorgeworfen. [BR | Wikipedia | Libcom | Libcom (alle drei: englisch)]

Am 17. November 1866 wird die Autorin Voltairine de Cleyre geboren. Sie lehrte an der Ferrer Sunday School und der Chicago Modern School und sah sich als adjektivlose, also strömungsübergreifende, Anarchistin. Ein Zitat von ihr:

Die beste Sache, die einfache Arbeiter oder Arbeiterinnen machen könnten, wäre ihre Industrie selbst zu organisieren und alle zusammen das Geld loszuwerden … Lasst sie gemeinschaftlich produzieren, in Kooperation statt als Angestellter und Einstellender; lasst sie sich Gruppe für Gruppe verbünden, lasst jeden nutzen, was er von seinen Produkten braucht, den Rest in Warenhäuser bringen und die anderen die Waren nehmen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
[Wikipedia]

Am 20. November 1936 stirbt unter ungeklärten Umständen der spanische Anarchist Buenaventura Durruti [Wikipedia].
Gedenkveranstaltung dieses Jahr an seinem Grab auf dem Friedhof Montjuic in Barcelona: [BTV Notícies/Twitter (katalanisch) | Borjalibertario/Twitter (spanisch)]

Am 22. November 1922 stirbt der mexikanische Journalist Ricardo Flores Magón in einem Gefängnis in den USA. Magón war anarchistischer Theoretiker und Aktivist und Mitglied der IWW (Industrial Workers of the World). Philosophisch und politisch orientiert an radikal anarchistischen Idealen und den Erfahrungen seiner indigenen Vorfahren bei der gemeinschaftlichen Bewirtschaftung des Gemeindelandes, machte er die Forderung „Land und Freiheit“ (Tierra y Libertad) populär. Er entwarf einen auf indigenen Traditionen beruhenden kollektiven Anarchismus, der das Denken früher Anarchisten mit einschloss. Auf diese magonistische Theorien berufen sich unter anderem die Zapatistas. [Wikipedia]

Am 24. November 2016 wird Michael Israel bei einem türkischen Luftschlag auf kurdische Einheiten getötet. Der 27-Jährige Anarchist und Wobbly (Mitglied der IWW, Industrial Workers of the World) war als Freiwilliger in Rojava, um auf Seiten der YPG gegen den Islamischen Staat zu kämpfen. [Insurrection News Woldwide | Anarkismo | Thenaka (alle: englisch)]

Am 25. November 1904 wird Ba Jin geboren, ein chinesischer Schriftsteller, Übersetzer und Anarchist. Ba Jin wählte sein Pseudonym aus der Zusammensetzung der Namen der russischen Anarchisten Bakunin (巴枯宁) und Kropotkin (克鲁泡特金), die er, wie Emma Goldman verehrte. [Wikipedia | Libom (englisch)].

Am 26. November 1920 ermordete die Rote Armee unter dem Kommando von Trotzki in der Ukraine Anarchisten, die zu der Partisanenbewegung der Machnowschtschina gehörten:

„am 26. November überfielen die Bolschewiki in verräterischerweise das Machno-Kommando und die Machnotruppen in der Krim und in Gulai-Pole, verhafteten die Machnovertretung in Charkow, fielen über alle Anarchisten dort her, verhafteten sie und verfuhren ebenso mit allen Anarchisten und anarchistischen Organisationen in der ganzen Ukraine“

(zitiert aus: Peter A. Arschinoff, „Geschichte der Machno-Bewegung“, Kapitel 9, „Das Übereinkommen der Machnowzy mit der Sowietregierung – Der dritte bolschewistische Überfall“. Eine englische Übersetzung davon ist online bei [Libcom]).

November 2016: Ein gewisser anarchistischer Newsletter/anarchistischer Monatsrückblick wird zum ersten Mal verschickt 😉

Termine:

2. Dezember 2017: Film-Nachmittag mit „Projekt A“ im Infoladen in Wels (Österreich). Der Infoladen beabsichtigt von nun ann einmal im Monat Filme zu zeigen mit anschließender Diskussion [KV Infoladen Wels].

2. Dezember 2017: Anti-Gentrifizierungs-Umsonstladen beim Anti-Gentrifizierungs-Gipfel in Los Angeles: Unverderbliche Lebensmittel, Schuhe, Kleidung, Bücher, Haushaltsgegenstände, usw. können kostenlos gebracht und/oder mitgenommen werden [Zlarote/Twitter (englisch)].

4. Dezember 2017, 18.00 Uhr im Perpetuum Mobile, Geibelgasse 23, 1150 Wien – zweites offenes Treffen für die nächste anarchistische Buchmesse Wien [Anarchismus_at/Twitter | ABC Buchmesse ]

Am 5. Dezember 2017, ab 16 Uhr, findet im Black Pigeon in Dortmund ein Vortrag statt: „40 Jahre FAU“ [FAU Duisburg/Ruhr/Twitter].

Am 7. Dezember 2017 lädt das Libertäre Bündnis Ludwigsburg zum Workshop „Meine Bedürfnisse, deine Strategien, unser Bedarf“ von Tom Novak in das DemoZ in Ludwigsburg ein. [LBQuadrat]

8. bis 10. Dezember 2017: In 15. Anarchistische Buchmesse in Madrid. Das Programm: [Encuentro del libro anarquista (spanisch)].

Am 14. Dezember 2017, 19 Uhr, findet im Gasparitsch in Stuttgart ein Infoabend zum Hambacher Forst statt.

Am 16. Dezember 2017 findet bei der Alten Seegrasspinnerei in Nürtingen der Winternachtsmarkt statt. Mit einem Stand dabei ist auch die Villa Galgenberg und der Umsonstladen. Bei der Villa Galgenberg wird es veganen Döner geben. [Umsonstladen_NT/Twitter]

Vom 15. bis 23. Dezember 2017 findet in Madrid die Ausstellung „90. Jahrestag der Gründung der FAI“ statt. Gezeigt werden Fotos, Plakate und Dokumente. Veranstalter ist die Fundación Anselmo Lorenzo. [A las barricadas (spanisch)].

30. Dezember 2017: Der Film „Sacco und Vanzetti“ läuft wieder in München im Werkstattkino [Sabcat_media/Twitter]

26. – 28. April 2018: Anarchist-Black-Cross-Soli-Fest Nr. 6 in Wien [ABC Wien/Twitter]. Gefeiert wird unter anderem das 10jährige Bestehen der Gefangenenunterstützungsorganisation Anarchist Black Cross Wien.

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